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lern:neuro: Nervensystem to go

Eine neue App macht Schüler fit für die nächste Bioarbeit.
lern:neuro – die App für die nächste Klassenarbeit

Veröffentlicht am: 22.02.2019

Sprache: deutsch

dasGehirn.info ist ein von der Hertie-Stiftung finanziertes Internetportal zu Themen der Hirnforschung, dessen journalistisch gehaltene Beiträge vor ihrer Veröffentlichung von Fachleuten begutachtet werden.

Intuitives, spannendes und motivierendes Lernen« – das verspricht die kostenfreie App »lern:neuro«. Pädagogen und Hirnforscher haben dieses digitale Lernangebot mitentwickelt und sich dabei an den Bildungsplänen der Bundesländer orientiert. Herausgekommen ist ein spielerisches Online-Tool für Schüler der Sekundarstufe I und II.

Ein lässiger Avatar namens Paul nimmt den User in Empfang: »Nächste Bioarbeit? Wir pauken dich durch!« Je nach Bedarf können die Schüler aus den Bereichen Nervensystem, Gehirn, Sinnesorgane und Sucht einen individuellen »Lerntrack« erstellen. Die Themen werden so lange wiederholt, bis alle Fragen dazu richtig beantwortet sind. Wer sich fit genug fühlt, kann sein Wissen in einer Abschlussprüfung testen.

Tatsächlich schafft es die App, die zum Teil kom­plexen Inhalte auf das Wesentliche zu reduzieren und mit einfachen Worten verständlich zu vermitteln. Zusätzlich lockern Abbildungen und Zusammen­fassungen die Texte auf. Hilfreich sind auch die hoch­­wertigen Filmsequenzen sowie ein ausführliches Glossar von »dasGehirn.info«.

Doch leider sind Ablauf und Navigation wenig intuitiv. Wichtige Infos zu den Spielregeln finden sich erst in den FAQs, was gerade zu Beginn frustrierend sein kann. Einige Funktionen, wie das Quiz, lassen sich zudem nicht zuverlässig öffnen. Inhaltliche Schwächen gibt es beim Thema neuronale Erregungsleitung. Dort finden sich Unstimmigkeiten zwischen Abbildung und Text und begriffliche Unschärfen bei der Erklärung des Aktionspotenzials. Schade ist auch, dass sich die Versionen für Sekundarstufe I und II trotz gegenteiliger Ankündigung nicht voneinander unterscheiden.

Bleibt zu hoffen, dass es sich hierbei um Kinderkrankheiten handelt und die App noch optimiert wird. Dann hat sie das Potenzial, wirklich »intuitiv, spannend und motivierend« zu sein.

6/2019

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 6/2019

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