Direkt zum Inhalt

Weltraumtechnik: Neuer Maser funktioniert auch bei Raumtemperatur

Wissenschaftler entwickeln einen Mikrowellenlaser, der nicht mehr gekühlt werden muss und dennoch schwächste Signale verarbeitet.
The MASER goes mainstream: Diamond microwave lasers

Veröffentlicht am: 21.03.2018

Laufzeit: 0:06:06

Sprache: englisch

Untertitel: englisch

Nature ist ein hochrangiges interdisziplinäres Wissenschaftsjournal.

Lange stand er im Schatten des Lasers: der so genannte Maser. Seine Technik ähnelt der eines Lasers, anstatt mit Licht arbeitet er allerdings mit Mikrowellen. Maser wurden bereits in den 1950er Jahren entwickelt und finden bis heute Einsatz. Beispielsweise lassen sich mit diesen Instrumenten Signale von Raumsonden empfangen, die Milliarden Kilometer entfernt sind. Denn sie können sehr schwache Signale rauschfrei verstärken.

Doch in ihrer herkömmlichen Variante hatten Maser auch Nachteile, die ihren Einsatz einschränkten: Sie waren auf sehr tiefe Temperaturen angewiesen.

Nun haben Forscher um Jonathan Breeze vom Imperial College London einen Maser entwickelt, der bei Raumtemperatur funktioniert. Die Wissenschaftler nutzten einen Saphir-Resonator, den sie in einem Magnetfeld platzierten, um die Mikrowellen phasenstabil zu verstärken. Das neue Instrument könnte beispielsweise präzisere Messungen im Weltraum erlauben oder in der Nanotechnologie eingesetzt werden.

Lesermeinung

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Quellen
Breeze, J.D. et al.: Continuous-wave room-temperature diamond maser. In: Nature volume 555, pages 493–496 (22 March 2018).

Partnerinhalte