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KI & Neurorobotik: Verbesserung der Lebensqualität

Gehirn-Maschine-Schnittstellen ermöglichen es, Hirnaktivität in Steuersignale von Robotern oder Computern zu übersetzen. Für Querschnittgelähmte oder Schlaganfallpatienten wäre das eine echte Hilfe. Vortrag von Surjo Soekadar von Charité - Universitätsmedizin Berlin.
Verbesserung der Lebensqualität

Veröffentlicht am: 31.05.2019

Sprache: deutsch

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In der Neurotechnologie misst man Hirnaktivität und kann diese spezifisch verändern. Das findet Anwendung in Diagnostik und Therapie sowie der Steuerung externer Geräte, in der Neurorobotik. Dabei wird ein Roboter an das Gehirn angeschlossen. Vor allem bei Krankheiten wie amyotropher Lateralsklerose (ALS) hat sich das als große Hilfe erwiesen: Durch Modulation der Hirnaktivität konnten ALS-Patienten einzelne Buchstaben auf einem Bildschirm auswählen und so einen Brief formulieren. Ein weiteres Anwendungsgebiet der Neurotechnologie im therapeutischen Bereich ist die Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit durch Roboterarme. Doch Implantationen sind riskant, es kann zu Blutungen und Infektionen kommen. Im Alltag werden sie deshalb nicht eingesetzt.

Die Universität Tübingen arbeitet an nichtinvasiver Neurotechnologie: Zum Beispiel stattet man dabei Leute mit schwerer Lähmung mit Exoskelett und Elektroenzephalografie aus. Diese Patienten konnten das Labor in einem Rollstuhl mit integriertem System verlassen. Zukünftig stellt sich die Frage: Können Körper und Nervensystem sich anpassen, so dass auch Menschen mit Querschnittlähmung in der Lage wären, wieder laufen zu lernen?

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