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Mathematik: Humboldt-Professorin Stefanie Petermichl: Neue Impulse in der harmonischen Analysis

Mit außergewöhnlichen Ideen und enormer Methodenvielfalt prägt Stefanie Petermichl seit Jahren ihr Forschungsfeld. Nun entsteht unter ihrer Federführung ein interdisziplinäres Forschungszentrum, in dem Brücken zwischen mathematischen Welten geschlagen werden.
Alexander von Humboldt-Professur 2019: Stefanie Petermichl

Veröffentlicht am: 15.04.2019

Laufzeit: 0:05:55

Sprache: deutsch

Die Alexander von Humboldt-Stiftung fördert Wissenschaftskooperationen zwischen exzellenten ausländischen und deutschen Forscherinnen und Forschern. Die diesjährigen Humboldt-Professuren wurden am 9. Mai 2019 in Berlin verliehen.

Stefanie Petermichl ist eine der führenden Forscherinnen auf dem Gebiet der harmonischen Analysis, einem Teilbereich der Mathematik mit breiten Anwendungsmöglichkeiten. So kann die harmonische Analysis helfen, medizinische Bildgebungsverfahren zu verbessern und wird in der Signalverarbeitung und den Materialwissenschaften genutzt. Stefanie Petermichl ist besonders für ihre Fähigkeit bekannt, die harmonische Analysis mit anderen mathematischen Fachrichtungen wie der Wahrscheinlichkeitstheorie zu verknüpfen. Mit außergewöhnlichen Ideen hat sie in den letzten Jahren das Forschungsfeld geprägt: So sind einige von ihr entwickelte Methoden inzwischen zu Standardwerkzeugen geworden, die entscheidende Fortschritte auf den Bereich der harmonischen Analysis erst ermöglicht haben. Zudem zeichnet sich Petermichls Arbeit durch besondere inhaltliche Tiefe aus. Als Humboldt-Professorin an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg soll unter der Leitung von Stefanie Petermichl ein interdisziplinäres Forschungszentrum für Mathematik errichtet werden. Auch eine Nachwuchsforschergruppe zu harmonischer Analysis soll entstehen und internationale junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler besonders fördern.

Prof. Dr. Stefanie Petermichl

wurde in Deutschland geboren. Sie ist Professorin am Mathematischen Institut der Université Toulouse III – Paul Sabatier in Frankreich, zuvor arbeitete sie bis 2009 an der Université de Bordeaux. In den USA war sie unter anderem von 2005 bis 2007 an der University of Texas at Austin und von 2002 bis 2005 an der Brown University in Providence tätig. Für ihre Forschungen wurde sie mehrfach ausgezeichnet: Sie erhielt einen ERC Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrats, den Prix Ernest Déchelle der französischen Académie des sciences und als erste Frau den Prix Salem der Société Mathématique de France. Zudem wurde sie als Mitglied in das Institut Universitaire de France, einer staatlichen Einrichtung zur Förderung der Spitzenforschung und interdisziplinären Zusammenarbeit, gewählt.

Alexander von Humboldt-Professuren

Die Alexander von Humboldt-Professuren sind Deutschlands höchstdotierte Forschungspreise. Mit der Alexander von Humboldt-Professur zeichnet die Humboldt-Stiftung führende, bisher im Ausland tätige Wissenschaftler aller Disziplinen aus. Die Preisträger werden von deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen nominiert und sollen nun dort Teams und Strukturen aufbauen, die weltweit konkurrenzfähig sind. Die Preisträgerinnen und Preisträger aus dem Ausland erhalten jeweils bis zu fünf Millionen Euro.

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