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Darmflora: Darmbakterien mit Einfluss auf Herz und Kreislauf

HZI-Forscher entwickeln Diagnosemethode für Bakterien in unserer Darmflora, die durch ein Stoffwechselprodukt an der Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beteiligt sind.
Darmflora: Darmbakterien mit Einfluss auf Herz und Kreislauf

Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

Veröffentlicht am: 08.06.2017

Laufzeit: 0:01:08

Sprache: deutsch

Die Bakterien in unserer Darmflora sind wichtige Begleiter. Sie trainieren unser Immunsystem und sind unersetzlich für die Verdauung. Einige der zahllosen Bakterienarten im Darm haben jedoch auch negative Effekte auf den Menschen. Ihr Stoffwechsel baut Nahrungsbestandteile, die in Eiern und rotem Fleisch vorkommen, zu Trimethylamin (TMA) ab. Dieser Stoff steht im Verdacht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verursachen. Während der Einfluss von TMA auf die Gesundheit bereits gut erforscht ist, war bisher jedoch nicht bekannt, von welchen Bakterien das schädliche Stoffwechselprodukt im Darm produziert wird. Forscher aus der Abteilung »Mikrobielle Interaktionen und Prozesse« am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig haben eine Methode entwickelt, mit der sie TMA-produzierende Bakterien in der Darmflora aufspüren können. Dabei sequenzieren die Forscher das bakterielle Erbgut und suchen nach den Genen, die zur TMA-Produktion notwendig sind. Die Diagnostik soll künftig dafür genutzt werden, Risikopatienten zu identifizieren. Bei diesen ließe sich mit der Methode auch der Erfolg von Therapien, die auf eine Veränderung der Darmflora abzielen, überprüfen.

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