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Energiewende: Raumwirksamkeit der Energiewende

Die Energiewende hat nicht nur neuartige Energielandschaften zur Folge, sondern birgt auch Konflikte mit Natur und Gesellschaft. Um diese zu lösen, braucht es neue Konzepte.
Energiewende: Raumwirksamkeit der Energiewende

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung

Veröffentlicht am: 19.07.2019

Laufzeit: 0:05:23

Sprache: deutsch

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ wurde 1991 unter dem Namen UFZ-Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle GmbH gegründet und beschäftigt an den Standorten Leipzig, Halle/S. und Magdeburg 1100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das UFZ forscht für einen nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen zum Wohle von Mensch und Umwelt.

Die Energiewende in Deutschland ist ein international vielbeachtetes Transformationsprojekt. Werden die mit ihr verknüpften Ziele wie z. B. Klima- und Ressourcenschutz, »green growth«, »clean production« und eine sowohl sichere, als auch »demokratischere« Energieversorgung erreicht, könnte sie beispielgebend sein für den Umbau eines wichtigen Wirtschaftszweigs hochindustrialisierter Gesellschaften hin zu mehr Nachhaltigkeit.

Die Energiewende als ein vor allem politisch initiierter Transformationsprozess kann als Feldversuch gesehen werden, der Möglichkeiten und Risiken einer sich erfolgreich transformierenden Gesellschaft aufzudecken vermag. Dabei werden sowohl die zentrale Rolle von Governance-Architekturen aufgezeigt als auch das Verhalten von Individuen und Gruppen mit einbezogen. Konzepte für die Versorgung mit erneuerbaren Energien und Ressourcen sind gekennzeichnet durch eine dezentrale Verteilung der Anlagen, die zugleich mit höherem Landverbrauch einhergeht, sowie durch die Notwendigkeit, neue Technologien (z.B. zur Energieeinsparung, -effizienz, -speicherung, Elektromobilität) zu entwickeln und zu implementieren. Zudem ist ein sich über den Zeitverlauf anpassendes Produktions- und Versorgungsmanagement zu etablieren. Ansprüche an Nachhaltigkeit müssen eine neue Qualität von raumbezogenen Umweltwirkungen, Versorgungssicherheit und Sozialverträglichkeit berücksichtigen.

Um den Umbau nachhaltig zu gestalten, müssen Auswirkungen und trade-offs auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene in ihrer wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Dimension verstanden und die Bereitstellung der Erneuerbaren im Raum dementsprechend gestaltet werden. Zur Steuerung der Energiewende bedarf es nicht nur der Entwicklung eines geeigneten rechtlich-administrativen und ökonomischen Rahmens, sondern auch der Entwicklung von Monitoringsystemen. Sie sollen es ermöglichen, regulatorische Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen.

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