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Leberentzündung: Neuer Behandlungsansatz für Hepatitis E

Eine durch Hepatitis E-Viren ausgelöste Leberentzündung ist gerade für Schwangere mitunter tödlich. HZI-Forscher suchen neue Behandlungsansätze, um diese Patientinnen besser zu schützen.
Leberentzündung: Neuer Behandlungsansatz für Hepatitis E

Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

Veröffentlicht am: 29.03.2018

Laufzeit: 0:01:37

Sprache: deutsch

Hepatitis E ist eine durch Viren ausgelöste Leberentzündung. Hepatitis E-Viren (HEV) können über Wasser, Lebensmittel oder den Kontakt mit infizierten Tieren übertragen werden. In unseren Breiten verläuft die Krankheit oft ohne Symptome und bricht vorrangig bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem aus. In Afrika und Asien ist jedoch ein anderer Subtyp des Virus verbreitet, der besonders für Schwangere gefährlich ist. Eine von vier infizierten Schwangeren stirbt dort an den Folgen einer Hepatitis E-Infektion. Forscher des TWINCORE, einer gemeinsamen Einrichtung des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig und der Medizinischen Hochschule Hannover, suchen daher nach Wirkstoffen, die Schwangere besser vor der Infektion schützen. Sie konnten erstmals experimentell nachweisen, dass HEV sich in Plazentazellen vermehren können. Ein häufig eingesetztes Medikament zur Therapie der Hepatitis E bekämpft das Virus in Leberzellen stärker als in Plazentazellen. Daher raten die Forscher dazu, bei der Entwicklung neuer Medikamente künftig die Wirksamkeit in verschiedenen Körpergeweben zu berücksichtigen. Die Forscher untersuchen nun in einem Plazentazellmodell bereits für Schwangere zugelassene Substanzen auf eine Wirkung gegen HEV. So wollen sie neue Therapien finden, um die hohe Sterblichkeitsrate zu senken.

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