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Trinkwasser sichern mit KI : Künstliche Intelligenz in der Umweltforschung

Aus Luftbildern Vegetation, Feuchtigkeit oder Zusammensetzung des Bodens berechnen: Das soll mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) in Zukunft möglich sein
Künstliche Intelligenz in der Umweltforschung

Karlsruher Institut für Technologie

Veröffentlicht am: 02.09.2019

Laufzeit: 0:02:50

Sprache: deutsch

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten.

Aus Luftaufnahmen Vegetation, Feuchtigkeit oder Zusammensetzung des Bodens berechnen: Das soll in Zukunft mittels Künstlicher Intelligenz (KI) möglich sein. Mithilfe der gewonnenen Informationen könnten die Trinkwasserversorgung gesichert oder Landwirte bei ihrer Arbeit unterstützt werden. An dieser Zukunftsvision forscht Felix M. Riese, Doktorand am Institut für Photogrammetrie und Fernerkundung (IPF) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Um reale Messergebnisse als Trainingsdaten für die KI zu bekommen, reiste er mit einem Team nach Peru, um dort im Hochland Messungen per Drohne aus der Luft und am Boden vorzunehmen.

Die Messkampagne war Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts TRUST (Trinkwasserversorgung in prosperierenden Wassermangelregionen nachhaltig, gerecht und ökologisch verträglich). Darin entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Lösungs- und Planungswerkzeuge, mithilfe derer nachhaltige Entwicklungsziele im Wassersektor in der Region um die peruanische Hauptstadt Lima entwickelt werden sollen. Das IPF übernimmt dabei das Monitoring von Wasserhaushaltsgrößen sowie die hydrologische Modellierung und erstellt ein digitales Geländemodell, aus dem automatisch topologisch korrekte Wasserscheiden, Flussläufe und Einzugsgebiete extrahiert und deren zeitliche Veränderung verfolgt werden können. Die Karlsruher Forscherinnen und Forscher entwickeln und implementieren zudem ein Klassifikationssystem zur automatischen Ableitung der allgemeinen Nutzungsart, Merkmalsdeskriptoren speziell für bewässerte Flächen sowie Bildanalyseverfahren. Mehr Info auf http://www.ipf.kit.edu und http://www.ipf.kit.edu/forschung_trust_projekt.php.

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