Bedrohte Wissenschaftler: Trailer: »Science in Exile«
Diesen Film stellen wir in Kooperation mit der European Academy of Science Film (EURASF) vor, die ihn im März 2018 für ihr Unterstützungsprogramm ausgewählt hat.
Einführung
Was sie verbindet: Sie arbeiten als Wissenschaftler in einem Entwicklungsland. Sie widmen ihr Leben der Forschung, ihre Themen reichen von Landwirtschaft über Klimawandel und medizinische Versorgung bis hin zur Ökonomie. Sie treiben wissenschaftliche Fortschritte und Innovationen voran, die das Leben der Menschen in ihrem Land verbessern sollen.
Doch dann kommt es zu einem bewaffneten Konflikt oder einem Bürgerkrieg in ihrem Land. Bomben fallen, auch auf Universitäten. Kollegen verschwinden oder werden getötet. Was tun? Wohin gehen?
Der Dokumentarfilm »Science in Exile« der italienischen Regisseurin Nicole Leghissa, produziert von der World Academy of Sciences, berichtet am Beispiel von vier Forscherinnen und Forschern, wie die jüngsten gewalttätigen Konflikte in Syrien, im Jemen und im Irak ihr Leben bedrohten und sie zwangen, ihre Arbeit zu unterbrechen und aus ihren Heimatländern zu fliehen. Weltweit stehen Tausende wie sie vor derselben Entscheidung, ob Wissenschaftler, Ingenieurin, Arzt oder Studierende.
»Science in Exile« hinterfragt zudem die üblichen Klischees über Flüchtlinge in vom Krieg verwüsteten Regionen. Der Film lässt uns Frauen und Männern begegnen, die in der Wissenschaft erfahren sind, nun aber darum kämpfen müssen, in einem Land fern ihrer Heimat einen neuen Platz zu finden – einen sicheren Ort, an dem sie ihre Forschung fortsetzen und so einen Beitrag zur Wissenschaft leisten können.
Regie: Nicole Leghissa. Produktion: Edward Lempinen. Kamera: Nicole Leghissa und Ivan Gergolet. Schnitt: Ivan Gergolet. Musik: Havir Gergolet
Die Regisseurin Nicole Leghissa über ihr Werk: »Mit diesem Film wollte ich vertriebene Wissenschaftler für sich selbst sprechen lassen. Ich habe viel Zeit damit verbracht, die richtigen Protagonisten zu finden, und bin mit ihnen eine sehr persönliche Beziehung eingegangen. Wir wurden Freunde, und sie öffeten mir die Türen zu ihren Leben, Gedanken, Ängsten und Hoffnungen. Sie taten das, weil sie mir vertrauten und weil sie glaubten, dieser Film könne auch andere Wissenschaftler unterstützen, denen es geht wie ihnen selbst. Alle, die an diesem Film mitgewirkt haben, taten das für denselben Zweck: Sie wollten Wirkung erzielen, Veränderungen hervorrufen.«
Nächste Filmvorführungen: siehe Science in Exile – Screenings
Interessiert an einer Filmvorführung? Bitte senden Sie eine Mail an scienceinexile@twas.org
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