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Linguistische Vielfalt

Kampf um bedrohte Sprachen

"Killer Languages" bedrohen die Sprachenvielfalt auf der Erde, mit weit reichenden Folgen
Kampf um bedrohte Sprachen

Universität Innsbruck

Veröffentlicht am: 21.09.2016

Laufzeit: 0:06:24

Sprache: deutsch

Die Universität Innsbruck ist die größte Bildungs- und Forschungseinrichtung in Westösterreich.

"Kaltxì!" – "Hallo!": So lautet die Begrüßung in "Na'vi", einer speziell für den Film "Avatar – Aufbruch nach Pandora" entwickelten Sprache. Kunstsprachen sind in der Literatur- und Filmwelt weit verbreitet. Manfred Kienpointner, Professor am Institut für Sprachen und Literaturen der Universität Innsbruck, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Vielfalt der Sprachen auf unserer Erde und untersucht insbesondere auch die Entstehung und linguistische Bedeutung von Kunstsprachen aus aller Welt.

Während das Kreieren von Kunstsprachen in der Film- und Serienindustrie sehr populär ist, sind umgekehrt viele der bestehenden "natürlichen" Sprachen in ihrer Existenz gefährdet. Manfred Kienpointner sieht besonders kleine Sprachen von den großen "killer languages" bedroht, wie Arabisch, Englisch, Französisch, Portugiesisch, Russisch oder Spanisch.

Da mit Sprachen auch Weltanschauungen, Mythologien, Religionen, gesellschaftliches Wissen und Kunst verloren gehen, plädiert der Wissenschaftler für mehr Bemühungen um den Erhalt der Sprachenvielfalt.