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Meteorologie: Wettervorhersagen verbessern

Mit großem technischem Aufwand am Boden und im Flugzeug messen Innsbrucker Meteorologen gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) die Luftschichten über dem Inntal in 3D. Sie wollen verstehen, wie Berge und Täler die untere Troposphäre genau beeinflussen. Speziell geht es um Winde quer zur Talrichtung. Ziel des Forschungsprojekts »CROSSINN« ist es, Wettervorhersagen und Klimamodelle zu verbessern. Dazu wurden vergangenen Sommer über dem Inntal mehrere Messflüge mit einem Flugzeug des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt durchgeführt.
Meteorologie: Wettervorhersagen verbessern

Universität Innsbruck

Veröffentlicht am: 28.08.2019

Laufzeit: 0:05:58

Sprache: deutsch

Die Universität Innsbruck ist die größte Bildungs- und Forschungseinrichtung in Westösterreich.

Luftströmungen in den Bergen unter der Lupe: Über den Alpentälern ist die Luft in Bewegung: Am Morgen trüben Dunst und Abgase die Sicht, im Laufe des Vormittags ändert sich dies jedoch schlagartig, weil sich die Luft mit den darüber liegenden, weniger belasteten Luftschichten vermischt. Für diesen Austausch von Luftmassen ist die Strömung quer zur Talachse enorm wichtig, bisher gibt es jedoch keine flächendeckenden Beobachtungen über ihre Eigenschaften.

In einem Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft verfolgt Bianca Adler vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gemeinsam mit der Forschungsgruppe um Alexander Gohm von der Universität Innsbruck einen neuartigen Ansatz, um erstmals flächendeckend Daten über die kinematische Struktur der Luftströmung über den Alpentälern zu sammeln: Mit mehreren laserbasierten scannenden Doppler-Lidargeräten und einer ausgefeilten Messstrategie kann der dreidimensionale Wind mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösungen vermessen und relevante Prozesse untersucht werden. Die Daten und Ergebnisse seien für die Bewertung moderner Wettervorhersagemodelle, die Skalen von wenigen 100 Metern auflösen können, unabdingbar und können etwa Umweltverträglichkeitsprüfungen bei Bauvorhaben verbessern.

Links:
Projekt CROSSINN
Institut für Atmosphären- und Kryosphärenwissenschaften der Uni Innsbruck

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