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Tieftemperaturphysik: Stromfluss durch den Quantendraht

Mittels tiefgekühlter Atome simuliert Hanns-Christoph Nägerl Elektronen – und zwar solche, die durch Drähte von der Breite eines einzigen Atoms fließen. Jüngst wurde er für seine Arbeit mit dem hochdotierten Wittgensteinpreis ausgezeichnet.
Stromfluss durch den Quantendraht

Veröffentlicht am: 10.10.2017

Laufzeit: 0:03:59

Sprache: deutsch

Die Universität Innsbruck ist die größte Bildungs- und Forschungseinrichtung in Westösterreich.

Lässt sich Strom durch winzige Drähte leiten, die nur noch ein Atom breit sind? Dies ist eine der Fragen, die Hanns-Christoph Nägerl vom Institut für Experimentalphysik der Universität Innsbruck beschäftigt. Als einer der weltweit führenden Quantenphysiker auf dem Gebiet der ultrakalten Quantenvielteilchensysteme erhielt er jüngst die mit 1,5 Millionen Euro höchstdotierte wissenschaftliche Auszeichnung Österreichs, den Wittgensteinpreis 2017.

Besonders bekannt ist Nägerl für seine Arbeiten zu atomaren Quantendrähten und zu molekularen Quantengasen. Im Video berichtet er, wie er Atome, die er auf Temperaturen nahe des absoluten Nullpunkts gekühlt hat, sich durch so genannte Lichtschläuche bewegen lässt. Seine Experimente sind eine Vorstufe zu "echten" Quantendrähten, wie sie in Zukunft in noch schnelleren Computerschaltkreisen eingesetzt werden könnten. Durch seine Forschung trägt er auch dazu bei, mehr über das Phänomen der Supraleitung herauszufinden, das Strom verlustfrei fließen lässt.

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