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Luftverschmutzung

Verkehr sorgt für bis zu vier Mal mehr Stickoxide als vermutet

In Europa hat der Verkehr einen wesentlich höheren Anteil am Stickoxid-Ausstoß als bisher angenommen. Das zeigt ein Team von Wissenschaftlern um Thomas Karl von der Universität Innsbruck in einer aktuellen Studie.
Verkehr sorgt für bis zu vier Mal mehr Stickoxide als vermutet

Veröffentlicht am: 12.09.2017

Laufzeit: 0:03:53

Sprache: deutsch

Die Universität Innsbruck ist die größte Bildungs- und Forschungseinrichtung in Westösterreich.

Europaweit werden in städtischen Regionen die Grenzwerte für Stickoxide immer wieder überschritten. Doch welche Verursacher – wie zum Beispiel der Straßenverkehr – tragen wie viel zu den Emissionen bei? Das ist oft schwer zu ermitteln.

Im Fall von Autos hat man sich vor allem mit Abgasmessungen am Prüfstand beholfen und die ermittelten Werte mit einem Modell hochgerechnet. Doch an diesen Werten gab es schon länger Zweifel. Nun hat ein Team um den Physiker Thomas Karl vom Institut für Atmosphären- und Kryosphärenwissenschaften der Universität Innsbruck ein Verfahren entwickelt, mit dem die tatsächlich ausgestoßenen Luftschadstoffe in einem bestimmten Gebiet gemessen und deren Quellen bestimmt werden können.

Das Ergebnis ihrer 2017 veröffentlichten Studie: Selbst neuere Modellrechnungen unterschätzen den Beitrag von Fahrzeugen zu den Stickoxid-Emissionen bis zu einem Faktor 4.