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Arzneimittelentwicklung

Wie man Medikamente optimiert

Pharmazeuten der Universität Innsbruck untersuchen Wirkstoffe genauestens auf ihre physikalischen, chemischen und mechanischen Eigenschaften
Uni Innsbruck: Pharmazie: Polymorphie von Arzneistoffen

Veröffentlicht am: 19.05.2016

Laufzeit: 0:04:04

Sprache: deutsch

Die Universität Innsbruck ist die größte Bildungs- und Forschungseinrichtung in Westösterreich.

Ein Arzneimittel soll im Körper des Patienten nicht einfach nur eine Wirkung erzielen, sondern dies besonders effektiv tun. Dazu muss es sich unter anderem gut in Wasser auflösen und leicht vom Körper aufgenommen werden. Es reicht darum in der Regel nicht, den eigentlichen Wirkstoff zu verabreichen – stattdessen muss man ihn zum Beispiel chemisch verändern oder zusammen mit anderen Substanzen verabreichen.

In der Medikamentenentwicklung stellen sich in diesem Zusammenhang viele Fragen. Wie lässt sich die Löslichkeit einer bestimmten Substanz verbessern? Was geschieht im Fall der so genannten Polymorphie, bei der dieselben Moleküle in unterschiedlichen Kristallformen auftreten? Und wie verändern sich die Eigenschaften eines Stoffs, wenn man Wassermoleküle in seine Struktur einbaut?

Die detaillierte Untersuchung von Arzneimitteln, die Analyse ihrer molekularen Baupläne und die Bestimmung ihrer physikalischen, chemischen und mechanischen Eigenschaften ist eine höchst anspruchsvolle Aufgabe, die das Team von Prof. Dr. Ulrich Griesser vom Institut für Pharmazie der Universität Innsbruck mit einem umfangreichen experimentellen Arsenal zur Untersuchung von Festkörpern angeht – von der Röntgendiffraktometrie bis hin zur maßgeblich am Institut selbst entwickelten und mittlerweile international eingesetzten Heizmikroskopie.