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Projekt Zukunft: Das größte Übel der Menschheit

Auf seinen Reisen durch die spanischen Kolonien Südamerikas erlebte Alexander von Humboldt die unmenschliche Behandlung von versklavten Arbeitern. Das Erbe dieser Sklaverei wirkt auch heute noch nach. Im fünften Teil der Humboldt-Reihe geht es auf Spurensuche in Palenque, Kolumbien, dem ersten freien Dorf Amerikas.
Auf Humboldts Spuren - Etappe 5

Veröffentlicht am: 01.09.2019

Sprache: deutsch

Laufzeit: 0:08:30

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Als Alexander von Humboldt 1801 die kolumbianischen Salzminen besuchte, wurde er Zeuge der schockierenden, menschenverachtenden Folgen der Sklaverei. Viele Ureinwohner, die für die Kirche keine Bedeutung hatten, ließen in den Minen ihr Leben. Die Ureinwohner galten für sie als seelenlos. Wurde die Zahl der Arbeiter zu gering, wurden Afrikaner in die Karibik verschleppt und in Cartagena verkauft. Zeit seines Lebens kämpfte Humboldt gegen die Sklaverei an, bezeichnete sie als »größtes Übel der Menschheit« und verteidigte in seinen Schriften den Standpunkt, alle Menschen seien zur Freiheit bestimmt.

In Palenque, dem ersten freien Dorf Südamerikas, leben heute noch Nachfahren geflüchteter Sklaven. Sie haben sich ihre Kultur – traditionelle Küche, Musik und Rituale – über 400 Jahre hinweg bewahrt. Die Sprache Palenquero steht heute fest auf dem Stundenplan.

Weitere Videos zur Humboldt-Reihe finden Sie hier.

Einen Artikel zu Humboldts Papagei finden Sie hier.

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