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Die Schule von morgen (1/2): Schule und Innovation

Weltweit werden neue pädagogische Modelle erprobt. Von Singapur über Finnland und Frankreich bis in die Vereinigten Staaten gibt die Dokumentation einen Überblick über die besten Systeme und zeigt besonders viel versprechende Experimente. Lehrer, Eltern, Schüler und Forscher veranschaulichen die neuen Methoden und sprechen über Zweifel, Ambitionen und Hoffnungen.
© ARTE
Schule und Innovation

Veröffentlicht am: 15.09.2018

Sprache: deutsch

Der öffentlich-rechtliche Sender ARTE ist eine deutsch-französische Kooperation mit Schwerpunkt Kultur und Gesellschaft.

Überall auf der Welt arbeiten Lehrer und Forscher an neuen Schulmodellen und setzen dabei vor allem auf innovative Bildungsmethoden. 2015 war Singapur Spitzenreiter der Pisa-Studie. Hauptgrund für diesen Erfolg sind die hohen Investitionen in die Lehrerausbildung und das Bildungssystem insgesamt. Ein weiterer Grund für die Erfolge Singapurs ist der Nachhilfeunterricht, in dessen Genuss sehr viele Kinder kommen. Allerdings ist dadurch ein Schultag in Singapur sehr lang und der Druck auf die Schüler enorm hoch; deshalb nahmen sich 27 Jugendliche im Jahr 2015 das Leben. Die Behörden arbeiten jetzt darauf hin, dass den schulischen Leistungen keine zu hohe Bedeutung beigemessen wird.

Ganz vorn im Pisa-Ranking steht auch Finnland, doch das Bildungsmodell des skandinavischen Landes ist ganz anders: Die finnischen Schultage sind kurz – nur vier bis sechs Stunden –, und die Schüler bekommen sehr wenig Hausaufgaben.

Im Silicon Valley schicken manche Eltern ihre Sprösslinge in Waldorfschulen, wo die musisch-schöpferische Betätigung großgeschrieben wird und PCs und Tablets nicht erlaubt sind. Die AltSchool setzt in hohem Maße auf die neuen Medien und verspricht ihren Schülern maßgeschneiderten Unterricht. Wie so genannter umgedrehter Unterricht funktioniert, zeigt sich in einer Gesamtschule im französischen Drancy. Dabei erarbeiten sich die Schüler den Stoff zu Hause und wenden das Gelernte in der Schule an.

Auch stellt sich die Frage, ob die Lehrer von Robotertechnik und künstlicher Intelligenz verschont bleiben werden. In Singapur hat eine Forscherin den humanoiden Roboter »Nadine« entwickelt, der bereits am Empfang einer Schule eingesetzt werden kann.

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