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Science Slam: Das Plastik, das Impfstoffe rettet?

Warum mussten mRNA-Impfstoffe eigentlich bei –70 °C gelagert werden – und geht das nicht einfacher? Chemiker Jens Gaitzsch erklärt bei »Science Slam«, wie mRNA-Impfstoffe ohne Tiefkühlkette gelagert und transportiert werden können.
Das Plastik, das Impfstoffe rettet? (Jens Gaitzsch -Science Slam)

Veröffentlicht am: 12.02.2026

Sprache: deutsch

Laufzeit: 00:09:52

Bei Science Slam stellen Nachwuchswissenschaftler ihre Forschungsprojekte ihrem Publikum möglichst unterhaltsam und verständlich in zehn Minuten vor. Alle Videos finden Sie auf der ScienceSlam-Übersichtsseite.

Chemiker Jens Gaitzsch führt uns durch die Welt der Impfstoffhüllen und erklärt, warum klassische Lipid-Nanopartikel bei Impfungen zwar funktionieren, aber extrem instabil sind.

Die Lösung? Polymere – oder kurz: Plastik. In einem augenzwinkernden »Chemie-Battle« treten zwei Methoden gegeneinander an: die robuste, aber nicht abbaubare radikalische Polymerisation und die abbaubare, aber empfindliche Ringöffnungs-Polymerisation. Allein sind beide unzureichend – aber kombiniert entsteht etwas Neues: die radikalische Ringöffnungs-Polymerisation (RROP). 

Damit lassen sich stabile, abbaubare und zugleich »responsive« Polymerhüllen bauen, die mRNA schützen und zuverlässig freisetzen – ganz ohne Tiefkühlkette. Erste Experimente zeigen: Die Zellen nehmen die Partikel auf und setzen die mRNA korrekt frei.

So könnte mRNA-Technologie künftig auch Regionen ohne Kühlinfrastruktur erreichen – ein kleiner chemischer Kunstgriff mit großer Wirkung. 

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