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Science Slam: Kann man das Immunsystem trainieren wie einen Hund?

Sabbernde Hunde verbindet man wohl nicht mit dem eigenen Immunsystem. Sollte man aber: In diesem Science Slam geht es darum, wie man das Immunsystem klassisch konditioniert und welche Bedeutung das für Erkrankungen wie Multiple Sklerose haben kann.
Medikamente ersetzen durch Konditionierung des Immunsystems? (Marie Jakobs – Science Slam)

Veröffentlicht am: 17.03.2026

Sprache: deutsch

Laufzeit: 00:09:21

Bei Science Slam stellen Nachwuchswissenschaftler ihre Forschungsprojekte ihrem Publikum möglichst unterhaltsam und verständlich in zehn Minuten vor. Alle Videos finden Sie auf der ScienceSlam-Übersichtsseite.

Was haben sabbernde Hunde, Zuckerwasser und das Immunsystem gemeinsam?

Mehr, als man denkt. In ihrem Science-Slam-Vortrag zeigt Marie, wie sich unser Immunsystem durch klassische Konditionierung beeinflussen lässt und warum das medizinisch hochrelevant sein könnte.

Zunächst erklärt sie, wie unser Immunsystem funktioniert. B-Zellen produzieren Antikörper, T-Zellen koordinieren oder zerstören infizierte Zellen, dendritische Zellen präsentieren Eindringlinge und regulatorische Zellen bremsen überschießende Reaktionen. Ein fein abgestimmtes System, das zwischen Schutz und Selbstzerstörung balanciert.

Inspiriert von Pavlovs klassischer Konditionierung kombiniert Maries Forschung Zuckerwasser mit einem immunsuppressiven Medikament. Nach einer Lernphase reicht später das Zuckerwasser allein aus, um messbare immunsuppressive Effekte im Körper auszulösen. Das bedeutet, das Immunsystem reagiert nicht nur auf Wirkstoffe, sondern auch auf gelernte Signale.

Gerade bei Erkrankungen wie Multipler Sklerose, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift, könnte diese Form der konditionierten Immunsuppression helfen, Medikamentendosen zu reduzieren und Nebenwirkungen zu minimieren.

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