Science Slam: Textilmüll – was bleibt für die Zukunft?
Ein komplettes Outfit für 15,75 Euro klingt zunächst nach einem guten Deal. Doch was passiert mit unserer Kleidung, wenn sie ausgedient hat? In seinem Science-Slam-Vortrag geht Moritz Bross dieser Frage nach und zeigt, welche Folgen Fast Fashion wirklich hat.
Ausgehend von der Einkaufsmeile in Düsseldorf führt der Vortrag bis in die Atacama-Wüste in Chile, wo sich einer der größten Textilmüllhaufen der Welt befindet. Dort wird sichtbar, welches Ausmaß das Müllproblem der Textilindustrie angenommen hat.
Moritz zeigt jedoch auch, dass Textilmüll nicht zwangsläufig Abfall bleiben muss. Anhand eines einfachen Beispiels erklärt er, wie sich alte Baumwolltextilien mithilfe von Biotechnologie, Enzymen und sogenannter Mechanoenzymologie in ihre Grundbausteine zerlegen lassen. Dabei entsteht Glucose, die wiederum von Bakterien genutzt werden kann, um neue, wertvolle Produkte herzustellen, etwa Aromastoffe wie Orangenaroma.
So wird aus Textilmüll ein möglicher Rohstoff für die Zukunft. Der Vortrag macht deutlich, wie Recycling zu Innovation führen kann, ohne dabei den Blick für das Wesentliche zu verlieren. Denn am Ende bleibt klar: Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht!
Bei Science Slam stellen Nachwuchswissenschaftler ihre Forschungsprojekte ihrem Publikum möglichst unterhaltsam und verständlich in zehn Minuten vor. Alle Videos finden Sie auf der ScienceSlam-Übersichtsseite.
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