Direkt zum Inhalt

Anthropologie: Sind Amerikaner 100.000 Jahre älter als gedacht?

Spuren an einem Mastodon-Fossil, die von Werkzeugen hinterlassen wurden, könnten eine Neuschreibung der Besiedlungsgeschichte des nordamerikanischen Kontinents erfordern
The first Americans: Clues to an ancient migration

Veröffentlicht am: 26.04.2017

Laufzeit: 0:05:11

Sprache: englisch

Die Nature Publishing Group (NPG) gehört wie auch Spektrum der Wissenschaft zum Holtzbrinck-Konzern Springer Nature. Sie ist Herausgeberin von "Nature", einem wöchentlich erscheinenden wissenschaftlichen Fachjournal.

Eine Ausgrabung in Kalifornien eröffnet möglicherweise ein neues Kapitel in der Geschichte der Besiedlung Amerikas. Forscher behaupten, dass sie hier auf Zeichen menschlicher Aktivität gestoßen seien. Sie fanden Knochen eines Mastodons, eines seit der letzten Eiszeit ausgestorbenen Verwandten von Elefanten und Mammuts. Seine Überreste zeigen Brüche und Markierungen, die von Steinwerkzeugen stammen könnten. In der Nähe der Knochen fanden die Wissenschaftler zudem mehrere Steine, die möglicherweise von Menschen als Werkzeuge genutzt wurden.

Die größte Überraschung lieferten nun neue Datierungen der Funde: Die archäologische Stätte könnte bis zu 130 000 Jahre alt sein. Die ältesten bisher bekannten Zeichen menschlicher Aktivität auf dem amerikanischen Kontinent sind über 100 000 Jahre jünger. Viele Archäologen zweifeln darum noch an der Richtigkeit der neuen Studie und wünschen sich detailiertere Untersuchungen und insbesondere weitere aufschlussreiche Funde. Bestätigt sich aber die Hypothese der Forscher, wäre dies eine Sensation – dann müsste die Besiedlungsgeschichte Amerikas komplett umgeschrieben werden.

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

Partnervideos