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Videos: Stimmen im Kopf

Etwa 6 bis 15 Prozent aller Menschen hören irgendwann einmal im Leben Stimmen. Weit über die Hälfte der Stimmenhörer sind psychisch gesund und führen ein völlig unauffälliges Leben. Trotzdem werden Stimmenhörer weiterhin stigmatisiert. Nur wenige sprechen daher offen über ihre Erfahrungen.

Welche Erklärung hat die Wissenschaft für das Phänomen Stimmenhören? Woher kommen die Stimmen? Galt das Stimmenhören besonders in den letzten Jahrzehnten als Symptom einer gestörten Hirnfunktion, werfen Forscher heute einen neuen Blick auf dieses alte Phänomen – und fördern Erstaunliches zu Tage: Gehirnscanner zeigen, dass das Stimmenhören keine Einbildung ist; Betroffene hören tatsächlich etwas. Auch scheinen in vielen Fällen die Inhalte des Gehörten weit mehr Bedeutung zu haben als bisher angenommen. Drei Betroffene, die ihr Schweigen gebrochen haben, beweisen, dass die Erfahrungen sehr vielfältig sind: Innere Stimmen können als Höllenqual oder auch als Gabe, Inspiration und Glück empfunden werden. Der Tontechnikerin Jennifer Siedler wiesen die Stimmen den Weg aus einer Krise; den Schauspieler Rolf Fahrenkrog-Petersen brachten sie dazu, seine traumatisierte Kindheit aufzuarbeiten; Eleanor Longden, seit zehn Jahren Stimmenhörerin, erforscht mittlerweile sogar selbst dieses Phänomen an der Universität Liverpool. Sie engagiert sich bei Intervoice, einem weltweiten Netzwerk aus Stimmenhörern, Therapeuten und Forschern aus 26 Ländern auf fünf Kontinenten.

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