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Tiertransporte: Vom Hof zum Schlachter

Reporter haben den Weg von Schlachttieren ab dem Hof nachgezeichnet und lassen Experten zur Problematik von Tiertransporten zu Wort kommen. Sie haben versucht, in Schlachthöfen Drehgenehmigungen zu bekommen; diese wurden ohne Angabe von Gründen abgelehnt.
Vom Hof zum Schlachter

Veröffentlicht am: 18.01.2019

Laufzeit: 0:06:45

Sprache: deutsch

Bei Addendum finden Sie die Ergebnisse von intensiven Recherche-Projekten.

Seit den 1960er Jahren ist der Fleischkonsum um das Doppelte angestiegen. Heute werden in Österreich pro Kopf jährlich über 63 Kilo Fleisch konsumiert. Damit verbunden steigt die Produktion und es steigt der Druck auf Hersteller, Fleisch immer günstiger in den Mark zu bringen. Das schlägt sich in der Qualität der Tierhaltung, aber auch des Transports nieder. Rund 360 Millionen Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen, dazu über eine Milliarde Stück Geflügel sind jährlich im Zuge von fast 400 000 Tiertransporten auf den Straßen der EU unterwegs. Wie viele Tiere innerhalb Österreichs herumgeschickt werden, wird nicht einmal erfasst.

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen von Tiertransporten sind zwar EU-weit einheitlich geregelt, aber die Kontrollen sind eher mangelhaft und es gibt immer wieder grobe Verstöße, wie nicht nur Tierschützer beklagen. Dazu kommt, dass in jedem EU-Land, aber auch innerhalb Österreichs, die Kontrollen unterschiedlich gehandhabt werden. So darf etwa in Salzburg der Amtstierarzt allein ein Fahrzeug anhalten und kontrollieren, in allen anderen Bundesländern muss die Polizei die Transporter stoppen und überprüft teilweise ohne Tierarzt.

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