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Xenius: Viren mit Superkräften: Wie können wir Viren für uns nutzen?

In vielen Fällen haben Viren wahre Superkräfte, etwa als Evolutionshelfer und Bakterienvernichter. »Xenius« macht sich auf eine spannende Suche nach nicht krank machenden Viren und wird schnell fündig: Auf der Haut und in der Erde unter der grünen Wiese. Aber warum weiß man bisher so wenig über diese Viren? Schließlich stecken allein in ein paar Gramm Erde Milliarden davon.

Viren werden meist als krank machende Bösewichte dargestellt. Das ist aber nicht immer gerecht. Denn in vielen Fällen haben sie wahre Superkräfte, zum Beispiel als Evolutionshelfer und Bakterienvernichter. Was können Viren und wie können wir ihre Stärken für uns nutzen?

Viren sind allgegenwärtig. In der Luft, im Wasser, im Boden, auf und in unserem Körper. Sogar die menschliche DNA enthält virales Erbgut. Viren sind ein wichtiger Teil der mikrobiellen Welt, die uns umgibt.

Die »Xenius«-Moderatoren Adrian Pflug und Emilie Langlade machen sich auf eine spannende Suche nach nicht krank machenden Viren und werden schnell fündig: Auf der eigenen Haut und in der Erde unter der grünen Wiese. Aber warum weiß man bisher so wenig über die guten Viren? Schließlich stecken allein in ein paar Gramm Erde Milliarden davon.

Die großen Hoffnungsträger unter den Viren sind die Bakteriophagen. Das sind Spezialisten, die gezielt Bakterien befallen und ausschalten können. Damit werden sie zu unseren Verbündeten gegen antibiotikaresistente Bakterien. In Deutschland und Frankreich ist die Phagentherapie verboten, anders als in osteuropäischen Ländern wie Russland, die seit den 60er Jahren mit ihnen experimentieren. »Xenius« zeigt, wie Phagen bei Infektionen mit multiresistenten Keimen wirken können. Sie sind auch eine Chance für die Landwirtschaft: Wo Klimawandel und Umweltverschmutzung die mikrobielle Welt im Boden erschüttert haben, könnten gezielt eingesetzte Phagen das Gleichgewicht wiederherstellen.

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