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Gesundheit: 5 gefährliche Krankheiten, die Ihre Haustiere übertragen können

Hunde, Katzen und andere Haustiere sind für viele Menschen die engsten Gefährten. Doch Vorsicht ist geboten: Ihre Krankheiten können auch Menschen gefährlich werden.
Hund

Haustiere, da sind sich Mediziner und Psychologen einig, halten ihre Besitzer körperlich und geistig gesund. Meistens. Denn die vier- oder mehrbeinigen Mitbewohner haben auch eine dunkle Seite: Sie übertragen Krankheiten, die unangenehm, gefährlich oder gar tödlich sein können. Welche Erreger dafür verantwortlich sind, welches Haustier sie beherbergt und was man dagegen unternehmen kann, das erfahren Sie in dieser Zusammenfassung.

5 Spul- und Hakenwürmer

Würmer sind ein altbekanntes Problem für alle Haustierhalter – doch man sollte sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Besonders für junge Hunde und Katzen kann so eine Infektion gefährlich sein. Menschen mit infizierten Haustieren laufen ebenfalls Gefahr, sich die lästigen Parasiten einzufangen.

Die Larven der Hakenwürmer lauern im Boden und bohren sich durch die Haut in den Körper. Hakenwurmlarven, die sich durchs Gewebe bohren, verursachen manchmal stark juckende Entzündungen. Wenn ein Mensch die Eier oder Larven verschluckt, was heutzutage dank verbesserter Hygiene selten geworden ist, wandern die Larven in den Darm und verursachen Unterleibsschmerzen und blutigen Stuhl. Die Eier von Spulwürmern dagegen muss ein Mensch verschlucken, um sich zu infizieren. Im Verdauungstrakt entwickeln sich die Larven und bohren sich durch das Gewebe, um sich in anderen Organen einzunisten. Krankheitssymptome treten auf, wenn sehr viele Larven im Körper unterwegs sind. Dann können innere Organe anschwellen (viszerale larva migrans), oder gar Larven in den Augen auftauchen. Eine probate Vorbeugung besteht in der regelmäßigen Entwurmung der Haustiere.

4 Salmonellose

Wasserschildkröte

Einer der ungewöhnlicheren Vektoren für Krankheiten sind Schildkröten – sie beherbergen Salmonellen, die beim Menschen schwere Durchfälle und Darmentzündungen auslösen. In den USA entwickelten sich durch Schildkröten übertragene Salmonellen zu einem derart massiven Problem, dass die Regierung 1975 den Verkauf der Tiere stark einschränkte. Allerdings besteht das Problem bis heute, zumal Schildkröten als Haustiere inzwischen weltweit im Handel sind – tatsächlich steigt die Bedeutung von Schildkröten und anderen Reptilien als Überträger von Salmonellen, vermuten einige Experten. Versuche von Schildkrötenzüchtern, die Erreger mit Antibiotika zu kontrollieren, erzeugten zusätzlich resistente Salmonellen. Auch in Europa treten immer wieder Fälle von Salmonellose auf, die auf Schildkröten zurückgehen, zum Beispiel in Spanien. Die US-amerikanischen Behörden empfehlen deswegen, in Haushalten mit Kindern unter 5 Jahren keine Schildkröten zu halten.

3 Aquarium-Granulom

Zierfischbesitzer haben von ihren Schützlingen meist nichts zu befürchten – von dem Wasser, in dem sie leben aber durchaus.

Wohnzimmer-Aquarium | Ein Aquarium braucht konstante Pflege – dabei kommen Aquarianer zwangsläufig in Kontakt mit den Mikroorganismen im Wasser. Und nicht alle von ihnen sind harmlos.

Das Bakterium Mycobacterium marinum lebt normalerweise frei im Wasser, doch wenn sich eine Gelegenheit ergibt, dringt es durch offene Wunden in den Körper ein. Dort verursacht es Hautknoten und ähnliche Unannehmlichkeiten, das so genannte Aquarium-Granulom. In manchen Fällen geht die Infektion von allein wieder zurück, allerdings kann der Erreger auch tiefer ins Gewebe eindringen. Eine Standardbehandlung gegen M. marinum gibt es nicht – der Erreger ist von Natur aus resistent gegen einige Antibiotika, so dass Ärzte immer wieder herumprobieren müssen, was funktioniert. Manchmal müssen sie den Infektionsherd zusätzlich herausschneiden, um die Krankheit zu besiegen.

2 Toxoplasmose

In den letzten Jahren tauchte Toxoplasma gondii, der Erreger der Toxoplasmose, immer wieder in der Presse auf. Der Einzeller verändert nämlich das Verhalten von Mäusen – es macht sie weniger ängstlich, so dass sie schneller von Katzen gefressen werden, dem Hauptwirt von Toxoplasma. Und von Katzen springt der Erreger auf Menschen über. Etwa ein Drittel der Weltbevölkerung, schätzen Experten, waren oder sind mit dem perfiden Einzeller infiziert. Da stellt sich natürlich die drängende Frage: Werden auch wir von Toxoplasma ferngesteuert? Die Antwort ist ja. Studien haben Hinweise darauf ergeben, dass Toxoplasmose Männer misstrauischer und Frauen vertrauensseliger macht. Der Effekt ist allerdings nach Angaben der Forscher äußerst gering. Weit bedrohlicher sind zwei andere Effekte: Erstens scheint es einen Zusammenhang zwischen Toxoplasma, Schizophrenie und Suizid zu geben, und zweitens ist Toxoplasmose in der Schwangerschaft gefährlich für das ungeborene Kind. Im ersten Schwangerschaftsdrittel verursacht der Erreger in zehn Prozent der Fälle eine Fehlgeburt, in späteren Stadien können erhebliche Schäden an Gehirn und inneren Organen des Kindes auftreten.

1 Ornithose

Eine der gefährlichsten Krankheiten, die man sich an Haustieren holen kann, ist die in Deutschland zum Glück sehr seltene Ornithose. Die Infektion mit dem Bakterium Chlamydophila psittaci ähnelt einer schweren Grippe und kann insbesondere unbehandelt tödlich enden. Zusammen mit Anthrax und Hepatitis C ist das Bakterium in der zweithöchsten Risikostufe der Gentechnik-Sicherheitsverordnung eingestuft. Überträger der Ornithose sind Vögel, vor allem Papageien. Sie können selbst erkranken, aber auch symptomlose Träger der Krankheit sein. Der Erreger vermehrt sich zunächst in den oberen Atemwegen und befällt dann Milz und manchmal die Lunge. Diese so genannte atypische Pneumonie verläuft oft sehr schwer und – abhängig vom Erregerstamm – mit Sterblichkeiten von bis zu 50 Prozent. Auch nach überstandener Krankheit kann es mehrere Wochen dauern, bis die Lunge wieder normal funktioniert.

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