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Astronomie-Newsletter
15.01.2016

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

haben auch Sie beim Lesen von astronomischen Presseberichten gelegentlich Déjà-vu-Erlebnisse? Da wird zum gefühlten hundertsten Mal Wasser auf dem Mars entdeckt, die entfernteste Galaxie aufgespürt oder es werden vermeintliche Nachweise von Gravitationswellen gemeldet. Die ständigen Sensationsmeldungen lenken zwar den Blick auf die Forschung, haben aber leider auch negative Auswirkungen auf die Wissenschaft, wie Jan Conrad, Professor für Astroteilchenphysik der Universität Stockholm, in einem Beitrag für die Wissenschaftszeitschrift Nature ausführt, den Sie bei uns in exklusiver Übersetzung lesen können.

Tatsächlich außergewöhnlich ist die Supernova ASASSN-15lh (ausgesprochen Assassin), die rund 3,8 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt explodierte. Sie weist eine Leuchtkraft auf, welche diejenige aller Sterne unseres Milchstraßensystems zusammen um das rund 20-Fache übertrifft. Allerdings war dieser gleißenden Pracht kein langes Leben beschieden, denn wie üblich bei Supernovae kehrte das Objekt nach nur wenigen Wochen in die kosmische Anonymität zurück. Derzeit sind die Forscher auf der Suche nach einer plausiblen Erklärung für die überaus große Intensität dieser Sternexplosion.

Unvergleichlich viel näher als diese Supernova ist die Raumsonde Juno, die sich derzeit auf dem Weg zum Riesenplaneten Jupiter befindet. Sie soll ihn im Juli 2016 erreichen und dort in eine Umlaufbahn eintreten. Am 13. Januar 2016 war sie das am weitesten von unserem Zentralgestirn entfernte Raumfahrzeug, das seine Energie aus Solarzellen bezieht.

Ein schönes Wochenende wünschen Ihnen Tilmann Althaus und die gesamte Redaktion von "Sterne und Weltraum".



Weblink Sensationen: www.spektrum.de/news/1392064

Weblink Supernova: www.spektrum.de/news/1393719

Weblink Juno: www.spektrum.de/news/1393577

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