Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Kleinkindbetreuung in Deutschland?

    04.02.2014, Bernhard Verbeek, Hagen
    Die Studie über die psychische Entwicklung rumänischer Heimkinder aus der Ceausescu-Zeit ist ebenso interessant wie erschreckend. Die Ergebnisse sind im Kerngehalt nicht wirklich neu, aber mit modernen Methoden eine glänzende Bestätigung der älteren „zumeist kleineren Studien … ohne saubere Kontrollgruppen“. Zumindest René Spitz hätte erwähnt werden können. Auch Erfahrungen mit nichtmenschlichen Primaten und evolutionspsychologische Überlegungen weisen darauf hin, dass das Säugetier Mensch nicht für eine Individualentwicklung in Aufzuchtanstalten geschaffen ist. Dort verkümmert es bis in die neuronalen Strukturen&nbp;– wie eine Pflanze ohne Wasser und Sonne. Das bestätigen auch die traurigen Ergebnisse aus (Waisen-)Kinderheimen im Nachkriegsdeutschland, die nun endlich aufgearbeitet und einer betroffenen kirchlichen und weltlichen Öffentlichkeit bewusst werden. Vor diesem Hintergrund ist es unverständlich, dass von Seiten der Wissenschaft kein medienwirksamer Widerstand aufkommt gegen die einzig „politisch korrekte“ Ansicht, die Lebenschancen der Säuglinge würden zerstört, wenn sie nicht möglichst innerhalb der entscheidenden ersten zwei Jahre den Familien entzogen und zumindest tagsüber einer öffentlichen Erziehung zugeführt werden. Natürlich gab und gibt es immer auch Privatverhältnisse, in denen Kindern aus psychischen, sozialen oder wirtschaftlichen Gründen keine adäquate Umgebung geboten werden kann. Da müsste der Staat in angepasster Weise helfen. Da braucht es vielleicht auch Kitas für Unter-Zweijährige, dann aber möglichst niedrig in der Quantität und möglichst hoch in der Qualität. Einfach die Gruppen größer machen, damit dem gesetzlichen Anspruch auf Verwahrplatz genüge getan wird, ist kaum im Sinn des Kindeswohls. Worum geht es wirklich? Der hier diskutierte Aufsatz über „Die entscheidenden zwei Jahre“ beginnt: „Um die Produktivität der Wirtschaft Rumäniens zu beflügeln verfügte Staatspräsident Nicolae Ceausescu 1966, das „Humankapital“ müsse gesteigert werden.“ Aber er hatte die Rechnung ohne die Natur gemacht. Und wir?
    Ich möchte jedoch weder "Kita-Eltern" noch engagierte Erzieherinnen beschimpfen. Aber: "Gruppen möglichst klein" ist ein weiter Begriff, wenn die öffentlichen Mittel notorisch knapp sind. Und: Arbeitsrecht mit geregelter Dienstzeit, Urlaubsvertretung und Kündigungsrecht sind sehr wichtig, aber bezüglich der Kinderaufzucht nicht von der Evolution "vorgesehen".
    Was ich sehr bedenklich im Hinblick auf eine "artgerechte Menschenhaltung" finde (ich erlaube mir hier mal diese zoologische Diktion), ist das geringe Sozialprestige von Erziehungsberufen für die frühe Kindheit (in unserer Gesellschaft abzulesen vor allem an der Bezahlung) und auch verbreitete denunziatorische Ausdrücke wie "Herdprämie" usw. sowie das oft an Mobbing grenzende Echo auf Promifrauen, die eine längere Kinderpause einlegen.
    Das Thema ist sehr komplex, emotions- und vergangenheitsbelastet (Männermacht) und zukunftsbezogen (Kindermangel gerade bei den intelligentesten Frauen). Zu weit darf sich aber keine Kultur von der sie tragenden Natur entfernen. Das wird nicht lange funktionieren. Eine einfache Lösung kenne ich leider auch nicht. Gibt es wahrscheinlich auch nicht. Jeder Einzelfall, auch jedes Kind ist anders. Das Thema wird uns jedenfalls noch lange erhalten bleiben.

    Antwort der Redaktion:
    In Ihrem Brief äußern Sie sich, wenn ich Sie richtig verstehe, kritisch gegenüber der grassierenden Haltung zur frühen Kindheit und der Tagesunterbringung von Kleinkindern. Sicherlich wäre das Für und Wider zu überlegen, aber es gibt ja auch einige Beobachtungen, die für die Ausweitung der Betreuung in Kindergarten und Kita sprechen – nicht nur bei schwierigen Familienbedingungen. Kitakinder haben ja eine Familie und dort feste Bezugspersonen. Haben Kinder früher bei einer großen Geschwisterschar wirklich so viel persönliche Zuwendung erhalten?
    Ich glaube, das Bewusstsein ist heute doch ein ganz anderes als noch vor einigen Jahrzehnten. Auch die Möglichkeiten haben sich entschieden gewandelt. Meines Wissens werden gerade sehr kleine Kinder, die aus schwierigen Verhältnissen herausgenommen werden müssen, sehr schnell in Pflegefamilien gegeben und nicht in Kinderheime. Auch bei größeren Kindern wird dies versucht.
    Gefährden Kitas Kleinkinder wirklich in ihrer Entwicklung? Meines Wissens versuchen die Betreuer und sind auch dafür geschult, den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden. Schon deswegen sind die Gruppen möglichst klein.Und im Kindergartenalter lieben viele Kinder die Abwechslung und das gemeinsame Spielen. Manche Mütter berichten das auch schon von Zweijährigen.
  • Genetische Aberration bei Pocken

    04.02.2014, Thomas Scheubeck, Alsbach-Hähnlein
    Ich als Tierarzt promovierte als Doktorand am Institut der Mikrobiologie an der Tierärztlichen Hochschule der LMU München über die Diagnose von Pockenviren. In dieser Zeit (1990) wurden in Deutschland mehrere Menschen mit Pockenviren infiziert, flächenhaft über Deutschland verteilt. Manche davon verstarben, bis die Pocken als Ursache erkannt wurden. Insgesamt wurden durch Elisa-Tests erkannt, dass es sich dabei ursprünglich um Kuhpocken handelte, die als neuen Wirt Katzen infizierten, die bis dahin als pockenfrei galten. Diese Möglichkeit wird in Ihrem Report nur erwähnt und als mögliche genetische Aberration für neue Wirte nur diskutiert, sie sind aber bereits geschehen, 1989 bis 1992 in Deutschland. Die neue Infektion Katzenpocken auf Menschen ereignete sich vor allem bei immunsupprimierten Personen, die im gleichen Haushalt mit den Tieren lebten.
  • Es gibt viele Gründe, dieses Buch zu kaufen

    04.02.2014, K. van der Pool
    Mr. Weiss writes:

    "Es gibt also viele Gründe, gerade dieses Buch nicht zu kaufen". This is incredibly shortsighted. Let me refer to just one single item of Mr. Weiss' tirade: Speicherforschung.

    The ability to store electricity determines the success or failure of the 'Energiewende'. Barring miracles, all schemes currently under consideration, such as pumped storage, air pressure, hydrogen and hydrogen to methane, and the most unreal of all, harnessing of the batteries of e-auto's, are pipe dreams and therefore the 'Energiewende' will fail for this single reason alone.

    For a cool-eyed reality check, I would really, really recommend this book, especially to Mr. Weiss, as Mr. Popp's credentials are second to none.

  • Keine Schwarzen Löcher?

    03.02.2014, Karl-Otto Eschrich
    Keine Schwarzen Löcher?

    Na ja, der Originalaufsatz von Hawking klingt etwas anders. Das Dilemma der Relativitätstheorien ist, dass Elementarteilchen als punktförmige Objekte behandelt werden müssen. Bereits der greise Max Planck hat jedoch abgeleitet, dass Elementarteilchen nicht punktförmig sein können. Diese Idealisierung punktförmiger Elementarteilchen ist möglich, soweit deren Größe keine Rolle spielt. Das ist Bestimmt nicht mehr der Fall, wenn in singulären Punkten, Linien oder Flächen Materie vorhanden ist. Insofern hat Hawking Recht; seine weiteren Schlussfolgerungen daraus sind jedoch (für mich) nicht nachzuvollziehen.
    Die Lösung des Problems ist eigentlich ganz einfach: Innerhalb einfacher, also nicht aus anderen zusammengesetzten, Teilchen, sind die Relativitätstheorien nicht anwendbar! Um dies zu verstehen, muss man jedoch weiter ausholen, wozu hier zu wenig Raum vorhanden ist (s. „Grundbegriffe der Physik“ >http://space.arcor.de/karl-o.eschrich/<, oder als einfacherer Einstieg mein Vortrag „Elementarteilchen“ >http://www.ewald-gerth.de/karl-otto-eschrich.htm<). Nur so viel: Man muss den Raum- und Zeitbegriff soweit modifizieren, insofern jedes einfache Elementarteilchen seine eigene Raum-Zeit besitzt. Dieser Teilchenraum kann in anderen Räumen eingebettet sein, insbesondere in den uns gewohnten dreidimensionalen (stets plus einer Dimension der Zeit) Riemannschen Raum (muss es jedoch nicht). Da es in der Welt der Elementarteilchen keine Punkte, Begrenzungs-Linien und -Flächen gibt, sind sie aus unserem metrischen Raum aus betrachtet verschwommene Objekte. Die Ladung eines einfachen Elementar-Teilchens befindet sich innerhalb des gesamten Teilchens. Im Teilchen selbst findet jedoch keine Wechselwirkung der Ladung statt und auch keine Signalübermittlung. Dies entzieht der Speziellen Relativitätstheorie ihre Grundlage. Die Wechselwirkung der Ladung eines Teilchens mit anderen Teilchen, deren Räume sich nicht überschneiden, hat einen Einfluss auf deren Räume und ihrem Impuls und damit ihrer Energie. Die Teilchen haben auf Grund ihrer Ladung eine Ruhenergie und – im Übergang zur Newtonschen Physik – eine Ruhmasse (und abhängig vom Bezugssystem eine dynamische Masse). Aufgrund dieser Energie unterliegt das Teilchen der Gravitation, aber als Ganzes. Die Gravitation wirkt nicht unmittelbar auf die Raum-Zeit des Teilchens selbst. Lediglich auf das von ihm im Zusammenhang stehende Feld, genauer auf die Bewegung der Wechselwirkungsteilchen (Bosonen). Befindet sich ein Teilchen auf einer im Einbettungsraum singulären Fläche (Linie oder Punkt), so ist sein Raum davon „unberührt“ und die Wechselwirkungsteilchen, die ebenfalls ihre eigene Raum-Zeit besitzen, bewegen sich jenseits der singulären Fläche.
    Interessant wird es, wenn auf die singuläre Fläche eines Schwarzen Loches Materie zuströmt. Wie verschieden die Raum-Zeit dieser
    Materie und die eines weit entfernten Beobachters sind, kann an anderer Stelle nachgelesen werden (z.B. bei Wikipedia, besser der englische Beitrag). Insbesondere bei rotierenden Schwarzen Löchern, bei denen die einströmende Materie Akkretionsscheiben bildet, „staut“ sie sich auf und erreicht höchste Dichte. Die Räume der Teilchen sind unmittelbar benachbart und bilden ein Elektron-Photon-Quark-Gluon-Plasma. Es ist naheliegend anzunehmen, dass sich die Räume der Teilchen bei einer Mindestdichte vereinen.
    Dann lösen sich z.B. die einzelnen Ladungs-Bestandteile der Quarks – die der elektrischen und die der Farbladungen – auf. Es entstehen neben Photonen vor allem Neutrinos. Die Photonen können das Plasma wegen ihrer minimalen freien Weglänge nicht verlassen, aber die Neutrinos. Die Neutrinos verschwinden im Schwarzen Loch, zu einem nicht geringen Teil entweichen sie in den umgebenden Raum als hoch energetische Teilchen. Höchste Energien und größte Neutrinoströme sollten bei der Verschmelzung zweier Schwarzer Löcher entstehen.
  • Oxidation oder nicht

    03.02.2014, Dr. Walter Vycudilik, Wien
    Frau Julia Heymann berichtet in ihrem Artikel über, dass im Myoglobin und im Hämoglobin das eingebettete Eisenatom durch Sauerstoff oxidiert würde - bzw. drücken ihre Worte das so aus. Eine solche Oxidation ist zwar möglich, findet aber gerade beim Sauerstofftransport nicht statt, die Ladungszahl +2 am zentralen Eisenion bleibt bei diesem Vorgang unverändert.
    Antwort der Redaktion:
    Tatsächlich galt es lange als gesichert, dass das Eisen nicht oxidiert, sondern nur "oxygeniert" wird, wobei sich Sauerstoff anlagert, ohne die Ladungszahl zu verändern. Inzwischen ist hier die Forschung weiter. Wie beispielsweise das Biochemie-Standardlehrbuch von Stryer in seiner 6. Auflage von 2007 auf S. 206 unten schreibt, wird nach neuen Erkenntnissen zumindest partiell ein Elektron übertragen, womit das Eisen von II zu III oxidiert wird. Bei der Freisetzung des Sauerstoffs wird das Elektron zurückgenommen, der alte zweiwertige Zustand wieder hergestellt.
  • Paßt hervorragend - der Koalition!

    02.02.2014, Walter Weiss
    Trotz des vom Rezensenten berichteten verbalen Gegensatzes zu der gerade von unserem Superminister verkündeten Wende der Energiewende könnte doch die GROKO offensichtlich alle Thesen des Verfassers unterschreiben. Was für ein Zufall.

    Wenigstens werde ich mir schon deshalb das Buch nicht anschaffen.

    Zu einigen Einzelheiten:

    (1) Natürlich kann Deutschland allein das Weltklima nicht wiederherstellen - so what?! Ebenso banal richtig wäre die Feststellung, die Staatsform der - wirklichen - Demokratie in den wenigen westlichen Staaten könne die Überzahl der Diktaturen in den 'restlichen' Staaten nicht plötztlich zu Demokratien mutieren lassen.

    (2) Regelrechter Unsinn ist die Forderung, Deutschland solle sich STATT der Rettung der Atmosphäre lieber mit den Folgen der Erderwärmung beschäftigen: eins ist so wichtig wie das andere. Auch eine Binsenweisheit.

    (3) Ebenso falsch, dass die Kosten der Energiewende explodieren. Man wird es wirklich leid, immer wieder darauf hinweisen zu müssen, dass die allein dem kleinen Steuerzahler aufgebürdeten angeblichen Kosten der Energiewende im wesentlichen Gewinne der vier großen Stromliefer-Oligarchen, Subventionen der unnötigen Dreckschleudern Steinkohle und Braunkohle und nicht zuletzt dem Staat in immer größerem Umfang zufließende Stromsteuern sind - ganz zu schweigen von der weitgehenden Befreiung der Stromfresser-Industrie von derartigen Kosten (diesem Spuk macht hoffentlich die Europäische Gemeinschaft - notfalls der europäische Gerichtshof - bald ein Ende). Dabei sollte gerade ein in der Technik Bewanderter auch sehen, dass die genannten Stromfresser zu großen Teilen auch deswegen so viel Strom benötigen, weil sie tausende von Arbeitsstellen durch Fertigungsautomaten ersetzt haben - was ein technischer Fortschritt sein mag, was aber niemals begründen darf, dass ausgerechnet die kleinen Stromverbraucher auch diese Zeche bezahlen sollen.

    (4) Die vorhandenen Netze WERDEN nicht instabil, sie SIND es längst (auch das sollte der Verfasser wissen), weil die erwähnten vier Stromoligarchen ihre Unterhaltung in den letzten 50 bis 75 (!) schlicht unterlassen haben, obwohl (oder weil?) die Unterhaltung auf ihre Kosten geht.

    (5) Man wird auch wirklich leid, immer wieder betonen zu müssen, dass die auch hier wieder - wie selbstverständlich - beschworenen Höchststromleitungen quer durch die BRD als ABSOLUTER SCHWACHSINN gänzlich unnötig sind. Auch das kann dem Verfasser nicht verborgen geblieben sein.

    (6) In einem einzigen Punkt kann ich dem vom Rezensenten berichteten Inhalt des Buches rückhaltlos zustimmen: die völlig im Argen liegende (ja gänzlich fehlende) staatliche Unterstützung der Speicherforschung - die übrigens mit dem daneben genannten Gesichtspunkt der Erforschung der Energieumwandlungsverluste identisch ist - muss unbedingt, und zwar in allererster Linie (denn für die Einrichtung und Erhaltung der Energiequellen sorgen Bürgerinitiative und privates Bürgergeld schon!) und zwar sofort und sehr nachhaltig gebessert werden.

    (7) Wenn der Verfasser marktwirtschaftliche Prinzipien im Energiesektor befürwortet, hat er offensichtlich völlig übersehen, dass die gesetzliche Regelung bisher allein der Großindustrie und den Strom-Oligarchen zugute kommt, also eklatant einer SOZIALEN Marktwirtschaft, die er wohl ablehnt?) zuwiderläuft, was durch die Pläne der GROKO sogar noch verschärft werden soll.

    (8) Was vom Rezensenten nicht erwähnt wird, also wohl auch in dem Buch fehlt, sollte auch WIEDER EINMAL hervorgehoben werden: Während jede einzelne der alten Energiesäulen 'Atom', 'Steinkohle' und 'Braunkohle' stets vom STAAT, also von allen Steuerzahlern subventioniert worden ist - und weiter subventioniert wird! -, hat der Gesetzgeber die - angeblichen - Kosten der Erneuerbaren allein dem kleinen Stromverbraucher aufgelastet. Das ist eine weitere schreiende Ungerechtigkeit an der die GROKO natürlich auch gar nichts ändern möchte. Dabei liegen bereits heute die in jedem einzelnen der drei erwähnten alten Bereiche um ein Vielfaches höher als alle bisherigen (wie gesagt: gar nicht vom Staat, sondern vom kleinen privaten Stromverbaucher bezahlten) Kosten der Erneuerbaren!


    Es gibt also viele Gründe, gerade dieses Buch nicht zu kaufen.
  • Das Universum richtet sich nicht nach der Auffassung des Menschen

    01.02.2014, Joachim Blechle
    Nun, dass die theoretischen Physiker insbesondere bezogen auf den kosmologischen Prozess total im Nebel stochern, ist kein Geheimnis. Und egal, welche Meinung der Herr Hawking hat, das Universum wird sich nicht danach richten.

    Die Schwarzen Löcher existieren (oder sie existieren eben nicht).

    Recht geben kann ich Herrn Hawking darin, dass die Schwarzen Löcher zumindest nicht in der Form existieren, wie wir sie uns für gewöhnlich vorstellen.

    Herr Hawking räumt ein, man bräuchte eine Theorie, welche die Gravitationskraft erfolgreich mit den anderen drei Grundkräften vereinigt. Seit fast einem Jahrhundert suchen Physiker nun schon nach einer solchen Theorie, bisher erfolglos. Der richtige Ansatz bleibt lt. Herrn Hawking ein Geheimnis.

    Muss aber nicht so bleiben. Ich selbst habe unter primärer Beachtung und exakter Würdigung des materiellen Befundes und unter Verwendung der Mathematik der RT einen abstrakt-funktionalen Ansatz erarbeitet, wie Gravitation quantenphysikalisch funktioniert.

    Eigentlich ganz einfach, aber gerade deswegen mit den vorhandenen Theorien nicht ergründbar.

    Mit freundlichen Grüßen
    Joachim Blechle
  • Durchschnittlich 86'400 Supernova-Explosion pro Tag sind wichtiger als "Schwarze Löcher"

    01.02.2014, Hans Lehner
    Jetzt kommt Bewegung in die verkrustete Kosmologie. Nach Ablauf von 40 Jahren meint Stephen Hawking: Es gibt keine "Schwarze Löcher", denn sie sind eine Fiktion der Physiker, Astrophysiker und Kosmologen. Na, endlich.

    Viel wichtiger für die Kosmologie der Zukunft sind "durchschnittlich" 86'400 Supernova-Explosion pro Tag ( = 24 Stunden), bzw. "durchschnittlich" eine Supernova-Explosion pro Sekunde im beobachtbaren Universum (Eddie Baron, NATURE 395, 1998) - als neue kosmische Primär-Energie-Quelle, die neue 5. physikalische Grundkraft/Naturkraft nach Oliver Crane, 1992, die verantwortlich ist für die beschleunigte Expansion der Universums (Physik-Nobelpreis 2011), sowie für die Gravitation - jedoch nicht im Sinne einer "Massenanziehung" nach Newton und Einstein, sondern als kosmischer mechanischer "Anpressdruck".

    Mehr unter: www.supernova-energie.com / www.rqm.ch /
  • Schwarze Löcher

    31.01.2014, Klaus Ihlenburg
    Ich besitze weder das mathematische noch das physikalische Wissen um meine Vorstellungen von schwarzen Löchern zu erklären. Ich habe jedoch Phantasie.
    Warum muss ein schwarzes Loch denn extrem klein und extrem dicht sein. in meiner Phantasie kann ich mir vorstellen, dass ein schwarzes Loch ein Übergang in ein anderes Paralleluniversum ist. Vielleicht in ein negatives Universum.
    In einer anderen Phantasie stelle ich mir vor, dass der Ereignishorizont eines schwarzen Loches einen maximalen Radius erreicht, der sich nicht weiter vergrößert. Wenn nun soviel Materie in das schwarze Loch hinein gefallen ist, dass der Radius der Materie in dem schwarzen Loch den Ereignishorizont erreicht haben wir einen neuen Urknall. Weitere Phantasien würden den Rahmen sprengen.
  • Antwort auf die Antwort

    31.01.2014, Roland Schröder
    Da sind die einen,
    die nicht sagen was sie meinen,
    während andre klagen,
    dass sie nicht meinen was sie sagen
    (Bill Ramsey)
    Tatsächlich war die Frage der praktischen Nützlichkeit der Zahlentheorie in der traditionellen Vorstellung ihrer Vertreter ohne Belang. Umso faszinierender die Tatsache, dass die praktische Nützlichkeit gerade in jüngster Zeit und in Gestalt der Codierungstheorie einer gewaltigen Aufschwung genommen hat. Da man nie weiß, ob nicht auch andere zahlentheoretische Themen - meinetwegen auch die Primzahlzwillinge - doch noch zu praktischer Nützlichkeit aufstegen, ist jedes Tempo der Entwicklung angemessen und nicht atemberaubend.
  • Before its too late. . . .

    31.01.2014, K. van der Pool
    This should be mandatory reading for the 'Greens' at large.
  • Gefahren durch kriminelle Einwirkungen

    31.01.2014, Christoph Grein
    Alle Probleme, die der Autor erwähnt, lassen sich wohl mehr oder weniger leicht lösen. Hierbei geht der Autor jedoch von einer idealen Welt aus, in der es keine böswilligen Eingriffe gibt. Als Gefahren fallen mir spontan so viele ein, dass ich hier nur zwei erwähnen möchte. (In den USA hat vor einiger Zeit ein Eindringling ein ferngesteuertes Auto unter seine Kontrolle gebracht. Es handelte sich um ein Experiment zum Nachweis der Gefährlichkeit.)

    1. Nehmen wir ein Elektroauto: Es muss an einer "Zapfsäule aufgeladen" werden. Hierzu ist Kommunikation mit der Zapfsäule erforderlich. Dies öffnet die Tür für Viren. Was die bewirken können, mag sich jeder selbst vorstellen.

    2. Kommunikation mit der Umwelt: Kriminelle (Terroristen) können einen Zwangsstopp des Autos erzwingen durch Simulation eines drohenden Unfalls (Zusammenstoß). Entführung der Insassen ist die Folge.

    Mit keinem Wort geht der Autor darauf ein, wie solche Szenarien vermieden werden können. Klar, das ist eine eigene Publikation wert, doch sollte wenigstens auf diese Gefahren hingewiesen werden. (Mir wird schon Angst, wenn ich lese, dass ein Hersteller daran denkt, die Daten des Entertainment Systems über denselben Bus wie sicherheitsrelevante Daten laufen zu lassen.)
  • Nachteil oder Vorteil?

    31.01.2014, Käthe Paulus
    Könnte mir jemand die folgende Behauptung erklären:
    Große Teile unserer DNA sind von der Fremd-DNA buchstäblich leergefegt, weil die Fremd-DNA an dieser Stelle einen erheblichen evolutionären Nachteil bedeuteten.

    Wie genau kommt es zustande, dass gerade die nachteiligen DNA die ursprünglichen DNA wegfegen?
    Antwort der Redaktion:

    Liebe Frau Paulus,

    Sie haben Recht, die genannte Stelle kann man tatsächlich missverstehen, ich habe sie jetzt umformuliert in "sind frei von jeglicher Fremd-DNA". Denn das ist gemeint: Im Lauf der Zeit wurden die übernommenen Gene an diesen Stellen entfernt.

    Beste Grüße, Jan Dönges (Redaktion)

  • Die Wahrheit von Wissen

    31.01.2014, Roland Schröder
    Es trifft nicht zu, dass sich die Zahlentheorie innerhalb der Mathematik im besonderen Maße der Produktion ewiger Wahrheiten verschrieben hat. Auch die Mathematiker im Allgemeinen würden dies nicht von sich behaupten. Vielmehr herrscht innerhalb der Mathematik Konsens im Sinne von Michael H. G. Hoffmann, der das so formuliert: „Wenn wir, wie allgemein üblich, Wissen als „wahre und begründete Meinung“ definieren, dann sind mit der Forderung nach Wahrheit und Begründbarkeit Bedingungen formuliert, die letztlich nicht erfüllbar sind“.
    Der Konstruktivismus (Glasersfeld) geht noch einen Schritt darüber hinaus, indem er sagt, dass Wissen nicht unabhängig vom Wissenden existiert, sondern von ihm gemacht ist. Dieser radikalen Meinung muss man sich nicht anschließen, um zu ahnen, wie es mit der Produktion ewiger Wahrheiten bestellt ist. Die Aussagen der Mathematik sind in dem Sinne wahr, dass nach Anerkennung aller Denkvoraussetzungen (Axiome, Schlussregeln, Logik) innerhalb des so begründeten Systems wahre Aussagen entstehen.
    Antwort der Redaktion:

    Nein, ich wollte mit diesem Nebensatz nicht die Diskussion um die Frage "Was ist Wahrheit?" bereichern, sondern darauf hinaus, dass es in der Mathematik mit der Produktion neuer Ergebnisse in der Regel etwas gemächlicher zugeht. Was nicht weiter tragisch ist, schließlich sind diese Produkte ja – zumindest nach der Intention ihres Schöpfers – von, sagen wir, unbegrenzter Haltbarkeit (um der problematischen Formulierung "ewige Wahrheit" aus dem Wege zu gehen). Und just in der Zahlentheorie verlieren sie auch nie an praktischer Nützlichkeit, denn sie hatten – in der traditionellen Vorstellung ihrer Vertreter – nie eine. Daran gemessen, ist das derzeitige Entwicklungstempo in der Tat atemberaubend. Und mehr wollte ich mit dem Schlenker nicht sagen.

    Christoph Pöppe

  • Rätsel gelöst?

    30.01.2014, Manfred Polak
    Kürzlich las ich einen kurzen Artikel zum Thema, in dem behauptet wurde, das Problem sei gelöst worden. Als Ursache wurden unterschiedliche Bindungslängen im Wassernolekül präsentiert, die sich bei verschiedenen Temperaturen ergeben sollen, und die wohl metastabil einen gewissen Zeitraum überdauern sollen. Leider finde ich den etwas unklar formulierten Artikel nicht mehr, so dass ich nichts Genaueres sagen kann. Wissen Sie etwas darüber?
    Antwort der Redaktion:

    Lieber Herr Polak,

    Sie beziehen sich wahrscheinlich auf diese Publikation von Chang Qing Sun arXiv 1310.6514, 2013.

    Eine (leider englische) Zusammenfassung finden Sie z.B. hier: www.telegraph.co.uk/science/science-news/10420496/Have-scientists-worked-out-why-hot-water-freezes-faster-than-cold-water.html. Inwiefern der von den Autoren beschriebene Effekt tatsächlich existiert und genügt, um den Mpemba-Effekt zu erklären, ist allerdings noch offen.

    Beste Grüße, Jan Dönges (Redaktion)