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Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 76

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Das Buch eines Campaigners ist wohl keine neutrale Quelle

    27.11.2017, Nullius in Verba
    Ich muss sagen, mit so einer unkritischen Rezension tut sich Spektrum wirklich keinen Gefallen. Ohne das Buch gelesen zu haben, möchte ich auf ein paar Punkte eingehen:

    1.) Dass Hersteller von Pflanzenschutzmitteln (oder Medikamenten) ihre Zulassungsstuden selbst finanzieren und vorlegen müssen, ist ein Schutzmechanismus, der verhindern soll, dass ein Hersteller die Zulassungsbehörden mit Mitteln flutet, und dann den Staat aussortieren lässt, was gefährlich sein könnte und was zugelassen wird.
    Zudem steht es den Behörden jederzeit frei, eigene, zusätzliche Studien zu veranlassen, um die Ergebnisse der Unternehmen zu validieren.

    2.) Das IARC nimmt mit Sicherheit keine Gegenposition zu den "einschlägige[n] Darstellung[en] von Industrie und Regulierungsbehörden" ein. Im Gegenteil, laut eines Investigativberichts von Reuters ("In glyphosate review, WHO cancer agency edited out “non-carcinogenic” findings") hat das IARC massenhaft Studien umgeschrieben, um Glyphosat gefährlicher erscheinen zu lassen, als es ist.
    Gut, das steht vermutlich nicht im Buch, da es sich zu diesem Zeitpunkt schon im Druck befand, aber der Autor der Rezension hätte vor Veröffentlichung gerne googlen können, warum das IARC als einzige Institution weltweit zu einem abweichenden Ergebnis kommt.

    3.) "Einen zusätzlichen Service bietet die stetig aktualisierte Internetseite von Global 2000."
    Was soll dieser Satz? Das hat mit der (unkritischen) Rezension des Buches nichts zu tun und erweckt eher den Eindruck von Werbung für diese Organisation.
  • Eine wissenschaftsgeleitete Buchkritik geht irgendwie anders...

    27.11.2017, Harald Müller
    Der Autor übernimmt z.B. unkritisch Burtscher-Schadens Behauptung, dass "nach Glyphosat-Exposition um 70 Prozent erhöhte Fehlgeburtsraten bei Bäuerinnen beobachtet [wurden], ebenso mehr Missbildungen bei Neugeborenen und ein gesteigertes Lymphdrüsenkrebsrisiko"?
    Ernsthaft? Und das auf einer populärwissenschaftlichen Seite?

    Sollte man nicht vielleicht eine kleine Überlegung einfließen lassen, warum denn unter solchen Umständen alle Bewertungsbehörden dieser Welt, abgesehen von der IARC, Glyphosat für unbedenklich erklärt haben?

    Haltet ihr BfR, EFSA, JMPR, ECHA usw. alle für "von Monsanto bezahlt" oder einfach nur für doof?

    Was kommt als nächstes? Eine wohlwollende Rezension über Andrew Wakefields Impfkritik?
    Shame on you, Spektrum! Missbraucht ihr jetzt auch schon die Wissenschaft als Kampfmittel, wie es BfR-Präsident Hensel gerade so treffend formuliert hat?
    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/praesident-des-bundesinstituts-fuer-risikobewertung-die-wissenschaft-wird-als-kampfmittel-missbraucht/20633368.html

  • 1971 wurden "Tonbandstimmen" bewiesen, also Bewusstsein ohne Körper...

    27.11.2017, Tobias Claren
    Ich erinnere an das Experiment, welches 1971 bei der Firma Belling und Lee in einem nach NARO-Standard funkabgeschirmten Raum statt fand:
    http://www.vtf.de/p73_1.shtml
    Durch unabhängige Wissenschaftler die zuvor noch behaupteten "Tonbandstimmen" seien Radioeinflüsse.
    Die danach aber sagten, dass es keine herkömliche Erklärung gäbe, und eine Störung oder Betrug ausgeschlossen sei.

    Was das mit dem Thema zu tun hat?
    Es beweist das Phänomen der Tonbandstimmen, und damit die Existenz einer Art "Bewusstsein" ohne materiellen Körper.
    Und wenn es tote Menschen sind, dann existiert quasi ein Physikalisches bzw. Quantenphysikalisches "Jenseits".
    Ganz ohne dafür an einen "Gott" glauben zu müssen, oder ein Esoteriker zu sein...

    Das "kranke" ist ja, es gibt Kongresse da treffen sich Neurologen und Philosophen und labern darüber wie denn wohl das Bewusstsein entsteht.
    Und sie scheinen dieses Experiment zu ignorieren.
    Ob sie es überhaupt kennen? Sogar als Wissenschaftler kann man ja so etwas "totgeschwiegenes" nicht kennen.
    Dabei bietet es sogar eine handfeste Möglichkeit es per Experiment-Widerholung zu widerlegen oder belegen...
    Experimente, harte Wissenschaft, die sollten doch froh sein solch eine Möglichkeit bei so einem immateriellen Thema zu haben.
    Besonders Philosophen die sonst keinerlei Möglichkeit haben etwas per Experiment nach zu prüfen...
    Und es ist spottbillig, abgesehen vom abgeschirmten Raum...
    Aber bitte einen Experten der "Transkommunikation" als Experimentator am "Tonbnand" einladen.
    Denn die Person die um "Kontakt bittet" sollte "daran glauben", und es ist angeblich vor Vorteil wenn die Person vorher schon "Kontakt" hatte.
    Außerdem soll es angeblich für die "Stimmen" am immer gleichen Ort immer leichter werden. Sie einen Ort also besser "wiederfinden".
    Daher kann es sein, dass der Experimentator den Ort des Experimentes erst "absprechen" muss.

    Allerdings war das Experiment bei B&L 1971 wohl auch ohne solche Vorbereitungen erfolgreich...


    Auch ohne dass eine Art "Protobewusstsein" das Universum erschaffen hat, kann dies wahr sein.
    Anbetracht des seriös durchgeführten Experimentes gehe Ich fdavon aus, und seriöse Menschen sollten es auch...
    Nur weil etwas "fantastisch" erscheinen mag, kann man doch nicht alle wissenschaftlichen Regeln und der Methodik ignorieren. Und die sagen nun mal, dass man etwas widerlegen muss, dass mit einem Experiment belegt wurde.


    Aber wenn dieses "Jenseits" eine immaterielle "Dimension" ist, warum soll es dann nicht theoretisch auch das materielle Universum erschaffen können?
    Schließlich gibt es wohl aktuellen Theorien nach unzählige Universen, wie ein Schaum entstehen und vergehen die einzelnen "Blasen"...
    Aber das ändert auch nichts an dem Fakt des erfolgreichen Experimentes.

    Interessant wäre dann maximal, wieso unter den toten "Seelen" dort nicht auch Aliens aus dem gesamten Universum sind.
    Denn der "ITC" zufolge gibt es unter dem Material (Aufnahmen, sogar Texte auf Computer, damals sogar C64, etc.) keinen Hinweis in die Richtung.
    Also entweder eine Art "Spezies-Jenseits" oder Lokale Bindung.
    Bei lokaler Bindung müssten dann zumindest theoretisch hier gestorbene Aliens ins "lokale Jenseits" gelangen ;-) .



    Will wirklich jemand behaupten dass Bewusstsein wäre die Folge eines rein "mechanischen" Gehirns?
    Also mindestens Quanteneffekte sollten wohl beteiligt sein.
    Wer behauptet man könne einfach ein Gehirn 1:1 kopieren und wenn man es einschaltet ist das Bewusstsein in dieser Maschine, der begeht einen simplen logischen Fehler.
    Denn Ich muss nciht warten bis der Mensch tot ist.
    Aber ein einzelnes Bewusstsein (und ein Bewusstsein ist ganz klar etwas einzigartiges) kann nciht in zwei oder 10 Maschinen und zugleich Gehirn existieren.
    Oder soll man dann zeitgleich alle Sinneseindrücke aller Maschinen und des Hirn wahrnehmen? Am besten auch noch zigtausende Km entfernt...
    Und z.B. Schmerz ist auch nicht einfach eine Programmierung "das ist schlecht". Man könnte einen Roboter so lebensecht bauen wie man will, wenn er reich "mechanisch" (damit meine Ich auch heutige Computer) funktioniert, kann er einfach kein bewusstsein haben, auch wenn der Supercomputer in der Leiustung das menschliche Gehirn überholt.

    Ich theoretisiere es so, das Gehirn hat eine Art quantenphysikalischen Einfluss auf eine wie auch immer zu nennende "Ebene" oder "Dimension".
    In die "prägt" es beim entstehen bzw. wachsen Informationen. Diese Informationen bilden dann das Bewusstsein, dass auch nach dem Tod weiter besteht.
    Wenn es nach dem Tod nicht In das ITC-Jenseits geht, bleibt es als "lokaler Geist" erhalten.
    Den Texten, ja "Diskussionen" die man finden kann nach (unterstellen wir nicht, dass das alles frei erfunden ist) habe Ich den Eindruck diese "Seelen" sind nicht ganz die die sie evtl. vor dem Tod waren.
    Ich kannte keinen von denen, aber oft wirkt es etwas emotional und vage "abgehoben". Da das Gehirn auch beim lebenden Menschen Einfluss auf die Psyche, Emotionen, Gefühle hat (Verletzungen die Aggressiv, oder sogar umgekehrt üble Schläger lammfromm machen), kann das fehlen des Gehirn und seiner auch logischen Bereiche entsprechend auch einen Einfluss nehmen.
    Wenn ich träume und darum weiß, denke Ich auch nicht so klar über etwas nach, wie nach dem Ich wieder wach bin. Dennoch glaube Ich im Traum Ich denke klar, wenn Ich darüber nachdenke.
    Entsprechend glauben diese Toten evtl. sie denken klar, aber verglichen mit dem lebenden Menschen doch wieder nicht.
    Einige dieser angeblichen Stimmen sollen angeblich behauptet haben für Kornkreise verantwortlich zu sein. Durch Erzeugung von Schallwellen...
    Und manch extrem komplexer Konkreis konnte von Wissenschaftlern und Ingenieuren nicht nachgebildet werden...
    Man muss nicht alles was "die" angeblich sagen auf die Goldwaage legen, aber Ich erinnere noch einmal daran, das Experiment von 1971 war erfolgreich.
    In diesem ganzen Szenario ist "Reinkarnation" zwar nicht zwingend, aber doch möglich. Angeblich berichten angebliche Stimmen mitunter aus mehreren Leben.
    Das bedeutet, im aktuellen Leben gibt es keinen Zugriff auf diese Informationen. Ein interessanter Fall ist der eines Mannes der angeblich Zugang zu einem vergangenen Leben als Römischer Soldat hatte, und sich erinnerte Dinge in einem Brunnen versteckt zu haben. Er fand ihn, und die Dinge. Ist erwischt worden, als er es verkauft hat...
    Wenn man das alles als wahr akzeptiert, evtl. hat entweder einmal das fortentwickelte menschliche Hirn Zugriff auf vergangene Leben, oder ist ist so, dass um so mehr Leben so ein Bewusstsein hinter sich bringt, um so mehr "wächst" es selbst in seinen Fähigkeiten...

    Es lohnt sich auf jeden Fall hier harte Forschung zu betreiben, und es nicht einfach zu ignorieren...
    RTL hat mal 11 Unis 50.000 DM angeboten, wenn eine von ihnen das Tonbandstimmen-Phänomen überprüft.
    Nur eine Uni antwortete überhaupt, und die sagte dann doch wegen Angst um ihr Image ab...
    Armseelig...


    Ein weiteres interessantes Experiment war das "Philip-Experiment". Erfolgreich soll eine Gruppe unter einem Wissenschaftler und seiner Frau durch "Seancen" eine fiktive Figur (Philip Aylesworth) erschaffen haben, der zwar nicht visuell erschien (hatten die aber gehofft, daher zeichnete einer ein fiktives Gesicht mit Frisur und alle prägten es sich ein), aber angeblich auf Fragen mit Klopfen reagierte... Zwei weitere Gruppen sollen auch erfolgreich gewesen sein. Die Owen-Gruppe soll es ganz bewusst vorher 1 Jahr lang in einer büroartigen Atmosphäre versucht haben.
    Erst als die dann zu gedämpften Licht, Kerzen, kleinem Tisch, an den Händen halten und Dingen aus der Zeit des fiktoven Philip Aylesworth wechselten soll es funktioniert haben.
    Als Prüfung, ob die Stimmung, also die Emotionen Einfluss haben.
    Dieses Experiment ist sogar noch einfacher nachzustellen... Die "Owen-Gruppe" (das genannte Experiment) soll danach auf einem Weihnachtstreffen noch darüber diskutiert haben ob "Philip" noch existieren, und da soll es geklopft haben.
    Kann stimmen, muss es nicht. Ändert aber nichts am Experiment an sich. Bei YouTube findet sich eine Vorführung im brittischen TV. Evtl. war es auch kanadisch.
  • noch eine Hypothese zu 1I/'Oumuamua

    27.11.2017, Konrad Marek
    die Entstehung von 1I/ ist viel anderstartiger, als in einer fremd-stellaren Oort-Wolke oder Scheibe vorstellbar. Da der Interstellare-Asteroid einen vermutlich hohen Fe-Metallgehalt hat ist er möglicherweise bei hohen Temperaturen entstanden. Die längsgestreckte Form hat mit dem interstellaren Magnetfeld zu tun, das dieser Asteroid durchpflügt hatte.

    MfG
    K M
  • Danke!

    27.11.2017, das ich
    sehr interessanter artikel, vor allem, weil er dinge erklärt die über das übliche (wärmere meere gleich stärkere stürme) hinaus geht.
  • Hat der Rezensent den scilogs-Blogger Martin Ballaschk gelesen?

    27.11.2017, Marco Ladermann
    Dann wäre die Rezension vielleicht etwas anders ausgefallen:
    https://scilogs.spektrum.de/detritus/faktencheck-bund-glyphosat/
  • Darwin war Lamarckist!

    27.11.2017, Henrik Ullrich
    Vielen Dank Herr Schubert für Ihre Stellungnahme.
    Charles Darwin vertrat den Vererbungsansatz von Lamarck, die Vererbung erworbener Eigenschaften, ähnlich wie auch später Ernst Haeckel in Deutschland. Im 5. Kapitel von Darwins Hauptwerk (Gesetze der Abänderung) kann man sehr eindrucksvoll lesen, wie Darwin in seiner vorsichtigen Art über Vererbung dachte. Der Mechanismus der Vererbung von Veränderungen zusammen mit dem Gebrauch und Nichtgebrauch von Organen gekoppelt an die Selektion war ja gerade das Eindrucksvolle, was die Evolution in den Augen seiner Zeitgenossen so gut erklären konnte. Diese Vorstellung von Vererbung war damals in der wissenschaftlichen Welt anerkannt. Neun Jahre nach Erscheinen der ersten Auflage von Die Entstehung der Arten veröffentlichte Darwin 1868 eine spezifische Abhandlung über die Vererbung in "Die Variation von Tieren und Pflanzen unter Domestikation". Er nannte den Mechanismus „Plangenesis“. Aber Lamarck, und damit Darwin und Haeckel haben sich bekanntlich geirrt. Das kann man Ihnen nicht zum Vorwurf machen, vielleicht nur darin, dass Darwin die Arbeiten von Mendel nicht berücksichtigt hat. Leider wird dieser Aspekt in vielen populärwissenschaftlichen Darstellungen nicht erwähnt.
    Richtig ist, wie Sie es schreiben, dass wir extrem viel mehr Detailkenntnisse haben zu den Themen kambrische Evolution, der fossilen Überlieferung von Blütenpflanzen oder der Augen. Aber dieses "mehr" an Wissen ist nicht gleichzusetzen mit einem besseren Verständnis der Mechanismen bzw. der Abläufe, die diese Strukturen bzw.Organismen in der Evolution hervorgebracht haben. Das "Wie" der Evolution - das für Darwin klar war - steht nach wie vor zur Disposition. Ein Beispiel aus der Forschung zur Evolution des Auges:
    "Overall, the question of whether “eyes” evolved once or many times remains an open one, though the available answers depend more than anything on definitions and levels of analysis. In fact, it may not be useful to consider complex organs in this way at all. Instead, it is more productive to focus on the components of eyes, which have evolved and been combined and modified in a variety of ways in different groups (Gregory 2008).”
    Das Argument der evolutionäre bedingten Fehlkonstruktion des menschlichen Wirbeltierauges, hat sich auch durch die aktuelle Forschung erledigt: https://www.spektrum.de/magazin/lichtleiter-in-der-netzhaut/905613#socialshareprivacy

    Mit freundlichen Grüßen Henrik Ullrich
    Stellungnahme der Redaktion

    Diese Argumentation erscheint mir deutlich zu kurz gesprungen. Elemente von Lamarcks Theorie finden sich bei Darwin wieder, das ist richtig. Aber es gibt auch entscheidende Unterschiede: das Konzept der natürlichen Selektion, die fehlende Notwendigkeit eines Spontanzeugungs-Postulats sowie das Einführen einer echten Abstammungslehre bei Darwin. Deshalb ist Ihre Andeutung, Darwin habe sich in gleicher Weise geirrt wie Lamarck, entschieden zu pauschal. Die Grundzüge der darwinschen Theorie (Vererbung, Variabilität und Selektion) haben sich empirisch vieltausendfach bestätigt, während der Lamarckismus mit seinen vererbten somatischen Mutationen, seiner Spontanzeugung und seinen autarken Parallel-Evolutionen heute nur noch von geschichtlichem Interesse ist.

    Zu Ihrem zweiten Einwand: Natürlich versteht man heute die Mechanismen der Evolution deutlich besser als zu Darwins Zeiten. Gerade über das "Wie" von Mutationsprozessen (Punktmutationen, Deletionen, Duplikationen, illegitimes Crossing-over, Wirkung von Transposons und viralen Elementen etc.) und über das "Wie" der Selektion (auf der Ebene von Individuen, von Verwandtengruppen, von Sozialverbänden, von Populationen) ist heute wesentlich mehr bekannt als vor 160 Jahren. Wenn Sie andeuten, da habe sich nichts getan, ist das schlicht falsch.

    Mit freundlichen Grüßen, Frank Schubert

  • Rotiert er um seine 3 Achsen?

    27.11.2017, Dieter Meinert
    oder ist er in Flugrichtung gestreckt. Dann könnte die Form in Jahrmillionen auch durch Erosion und Anlagerung interstellaren Mediums entstehen.
  • Problem

    27.11.2017, Herold Herd
    Das viel größere Problem sehe ich darin, dass mit der Bereitstellung vorhandener Kamerainfrastruktur, die seit Jahren bereits intensiv ausgebaut wird, sowohl von privater als auch von staatlicher Seite, für eine zentrale Gesichtserkennungssoftware, einer in Zukunft nicht auszuschließenden Diktatur, ein dermaßen invasives Kontrollinstrument, zur Verfügung gestellt wird, das die Orte von Millionen von Menschen verfolgbar macht, ob beim Bummeln, beim Spazieren oder bei sonst was. Der Private Raum wird weiter zurückgedrängt zugunsten vermeintlicher Sicherheit. Das finde ich höchst problematisch und sollte dringend diskutiert werden.
  • Zum Thema Insektensterben in Deutschland bestätigt

    27.11.2017, Heinrich Graf
    https://www.mpib-berlin.mpg.de/de/presse/2017/10/unstatistik-des-monats-insektensterben-die-zweite


    Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion Spektrum.de,

    ich will hier nicht den Eindruck erwecken, das ich das Insektensterben bestreite oder bestätige.
    Ich empfehle nur jedem den Artikel der Max Planck Gesellschaft in Berlin in o. g. Link. Diese setzt sich kritisch mit der nicht wissenschaftlich fundierten Datenerhebungsmethodik auseinander, die dann im Ergebnis zu unzutreffenden Einschätzungen bzw. Aussagen zum Thema führt.

    MfG.

    Heinrich Graf
  • Fehler

    27.11.2017, Thomas
    "Hat man eine vorgegebene Menge an Punkten, die alle in einer Ebene liegen, dann existiert entweder eine Linie, die durch exakt zwei von diesen Punkten verläuft. Oder aber alle Punkte sind entlang einer Linie angeordnet." Das kann offensichtlich nicht stimmen; schon eine Menge mit vier Punkten, davon drei auf einer Geraden, einer daneben, widerlegt es. Korrekt müsste es heißen (vgl. Wikipedia zum Satz von Sylvester-Gallai): "Sei P eine endliche Menge von in einer Ebene liegenden Punkten, die nicht alle auf einer Geraden liegen. Dann gibt es eine Gerade, die genau zwei Punkte von P enthält."
  • Zu viel Distanz bei einem so emotionalen Thema befremdlich

    27.11.2017, Astrid
    Ich finde diesen Artikel etwas seltsam. Mir ist klar, dass die Autoren eine wissenschaftliche Sprache wählen müssen, auch, wenn das Thema selbst hochemotional ist. Aber der Satz "...damit sei zwar noch nicht der endgültige Beweis erbracht, dass Züchtigung schädlich ist" liest sich sehr merkwürdig angesichts verschiedenster Forschungsergebnisse, die durchweg große Schäden für das kindliche Gehirn und die Seele aufzeigen. Zumal der Titel "Kindesmisshandlung" ja die gleiche Sprache spricht. Insgesamt würde ich zum heutigen Stand der Forschung und der Kinderrechtskonventionen weltweit eine deutlichere Sprache bevorzugen. So, wie der Artikel geschrieben ist, könnte er auch in einem Erziehungsratgeber für Mütter in den 50-er Jahren/der Nachkriegszeit verfasst worden sein. Dort konnte man unter anderem auch von der für den Säugling schädlichen Nähe zur Mutter lesen, was durch die Bindungsforschung seit den 70-er Jahren ja zum Glück wiederlegt wurde. Eine Studie, die lediglich leichte Unterschiede zwischen Kindern, die körperlich misshandelt wurden, und Kindern, denen keine Gewalt zugefügt wurde, nachweisen kann, ist für mich nicht valide.
  • Weltretter

    27.11.2017, Nora Sausmikat
    Soviel Oberflächlichkeit, falsche Begriffe und Überheblichkeit in einem kleinen Artikelchen versammelt habe ich lange nicht mehr gelesen-Hut ab! Richtig ist, dass es an der Zeit war, dass sich auch die linken, verrauchten Spontihöhlen in professioelle Organisationen wandeln, dass Schluß sein muss mit der Selbstausbeutung und kompetente Arbeit auch bezahlt werden muss. Wenn die Paradise-Papers dazu führen würden, dass keine Entwicklungshilfe mehr geleistet werden muss, da die Bergbauriesen ihre Steuergewinne dem ausgebeuteten Land zugute kommen lassen, dann haben die Medien wirklich mal was geschafft. Aber den Leuten, die aufdecken, welchen Dreck die multinationalen Unternehmen hinterlassen, und aufzeigen, wie diese sich auch noch mit "Ökolabeln" schmücken -diesen Leuten so das Wasser abgraben zu wollen, ist ein schäbiger Schritt eines Journalisten.
  • Interessant...

    27.11.2017, Thomas Hilleke
    Also sind wir mal ehrlich...
    Temperaturänderungen (Warm-, Kalt(Eis)zeiten) hat es schon vor uns gegeben.
    Es liegt jedoch Nahe, dass wir mit dem Verbrennen fossiler Rohstoffe, der Abholzung von Ur-und Regenwäldern, dem Raubbau an der Natur usw... den Vorgang um ein Vielfaches beschleunigen.
    Liebe Leute, das ist also schon „Geoengineering“ und seit Jahrhunderten im Gang. Davor fürchten sich jetzt Menschen/Wissenschaftler, die Gutes tun wollen?
    Was könnten die noch schlimmer machen, als die Menschen zuvor?

    Aus dem Versuch gutes zu tun, ist schon sehr oft das Gegenteil geworden bzw hat das Gegenteil bewirkt. Also könnte das auch hier passieren, aber aufgrund der aktuellen Situation bleibt außer einem Wunder nur noch die Flucht nach vorn.
    Der Anbau von Jatropha Plantagen ist wenigstens einen Versuch wert. Dazu müssten aber auch anderswo Regenwälder wieder aufgeforstet werden usw.

    So oder so, wir werden sehen was auf uns zu kommt :(
  • „Ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und meist das Schlechte schafft.“

    26.11.2017, Dr. Armin Quentmeier
    Sehr geehrter Herr Ebert, vielen Dank für Ihren kritischen Beitrag zum Thema NGOs! Das arrogante, selbstgerechte und sich moralisch selbst erhöhende Auftreten von Greenpeace und Co. ist mir seit Jahrzehnten herzlich zuwider. Sie haben dankenswerterweise die „Brent Spar“-Geschichte erwähnt – seit dieser Zeit ist Greenpeace für mich erledigt.
    Und wenn ich an die jahrzehntelange Agitation selbsternannter Umweltschützer gegen die Kernkraft und gegen Kohlekraftwerke, aber auch gegen Gentechnik denke, bin ich jedes Mal aufs Neue verärgert und wundere mich, wie viele Menschen den NGO-Parolen auf den Leim gehen.
    Ein Beispiel: der Einsatz von Greenpeace, BUND und anderen für die sogenannten „erneuerbaren Energien“ Wind, Sonne und Biomasse sorgt mittlerweile für die größte Umweltzerstörung seit Beginn der industriellen Revolution. Unser ganzes Land wird mit Windmühlen zugebaut, immer mehr und immer größere verschandeln fast die gesamte Nordseeküste, nur die Inseln sind zum Glück fast vollständig verschont geblieben. Aber auch liebliche Mittelgebirgslandschaften, von Harz und Sauerland bis zum Alpenvorland, an denen 200 Jahre Industrialisierung weitgehend vorübergegangen sind, werden jetzt mit Windrädern zugebaut, hoch wie der Kölner Dom und über viele Kilometer sichtbar. Gegenwärtig sind es 28.000 Windmühen und jedes Jahr kommen hunderte dazu. Und weil selbst das nicht reicht, soll sogar das vergleichsweise kleine Stück der deutschen Nordsee mit mindestens 5000 Windmühlen zugebaut werden. Und wofür? Ziel der von den genannten NGOs vehement unterstützten „Energiewende“ ist die Verringerung von Treibhausgasen, allen voran CO2. Dieses Ziel wurde krachend verfehlt: der „Spiegel“ hatte im August berichtet: 2009 lagen die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland bei 907 Millionen t., 2016 bei 906 Millionen t - ein kaum messbarer Effekt der Energiewende, obwohl von 2009 bis 2016 die installierte Windkraftleistung um 80 % gestiegen ist und mittlerweile 27.000 Windmühlen unser Land von der Nordsee bis zum Alpenrand verschandeln. Die installierte Leistung für Solarstrom hat sich in dieser Zeit sogar vervierfacht – alles für die Katz! Dafür zahlen die Bürger in Deutschland für diesen Wahnsinn gegenwärtig 25 Milliarden Euro Subventionen, die nach dem Erneuerbare Energien-Gesetz über den Strompreis eingezogen werden.


    Bei diesen „Erfolgen“ der genannten NGOs möchte ich Goethes Mephisto seinen wundervollen Satz im Munde umdrehen, den er auf Fausts Frage „…Nun gut, wer bist du denn?“ vorstellt: „Ein Teil von jener Kraft, Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“ Ich betrachte Greenpeace, BUND und Co als „Ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und meist das Schlechte schafft…“