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Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 87

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Nicht-Existentes

    11.11.2017, Josef Kônig
    Um Ihre Denkspiele fortzusetzen: Kann etwas Nicht-Existentes eine Ursache haben?
  • Wunderwerk Schienbein

    11.11.2017, Jörg Malek
    Zitat: "Unser Körper ist ein wahres Wunderwerk. Das menschliche Schienbein beispielsweise ist ein nahezu perfektes Sinnesorgan, um im Dunkeln scharfkantige Möbelstücke zu finden."

    Genial. Sofortiges Kopfkino aus eigenen Erfahrungen und ein herzhafter Lachanfall. Danke dafür!
  • Warum gibt's überhaupt noch Neutralinos?

    11.11.2017, Hannes Partsch
    Wenn Neutralinos die "dunkle Materie" darstellen und eine Gravitationswirkung seit Anbeginn des Universums haben, dann müßten sie sich doch schon längst gegenseitig vernichtet haben. Warum gibt es dann noch so viel dunkle Materie", die für einen konstanten Strom an Gamma-Strahlung verantwortlich ist?
  • Ich kann mich noch erinnern

    11.11.2017, Gottfried Heumesser
    1. Ich kann mich noch erinnern dass in den 1970ern in Wien noch Batterie-LKWs der Österreichischen Post- und Telegrafenverwaltung unterwegs waren. Die wurden aber eher als öffentliche Verkehrshundernisse empfunden, da sie kaum 30 km/h erreichten.
    2. Einen LKW mit einer Batterieladung durch halb Europa zu schicken ist purer Wahnsinn. Und die Tonnen von Batteriesäure würden alle LKWs zu Gefahrengut-Transporten mutieren. Vielleicht mit Sondergenehmigung, und so. Beim derzeitigen Wahn von Elektromobilität scheint sich niemand etwas über die chemische Seite (Rohstoffversorgung und Umweltverschmutzung) zu überlegen
    3. Einem Wechsel der Antriebsform kommen die Sattel-LKWs entgegen. Es ist bei diesen relativ einfach, die Antriebsform zu wechseln, indem man die Zugmaschine wechselt. Aus kommerzeillen Gründen gibt es z.B. Zugmaschinen, die nur die Brennerstrecke fahren, weil sie dafür die Jahreskarte haben, fürs restliche Europa sind andere Zugmaschinen zuständig. Also könnte man auch Oberleitungsstrecken mit E-Zugmaschinen fahren, in der "Prärie" wird gedieselt oder in Städten mit Batterie gefahren.
    4. Ein LKW mit Gummibreifung hat relativ viel Rollwiderstand im Vergleich zur Eisenbahn. Und diese kann infolge Zugsbildung noch mit einem Mitarbeiter wesentlich mehr Fracht transportieren. Die Spediteure bekommen jetzt nicht einmal mehr in Osteuropa Lenker, die zu den ihnen genehmen Bedingungen durch halb Europa fahren. Ein Lokführer für 2000t fällt weniger ins Gewicht als ein fahrere für 40t.
    Egal: Es ist Kreativität gefordert. Die Eisenbahnen sind zu dumm, um die erforderliche Flexibilität zu liefern, und die Frächter und Spediteure leben auch zu tief in ihren Tälern, um herauszuschauen.
  • Ökonomischer Unsinn

    11.11.2017, Hamann
    Prof. em. Gerd Aberle schreibt in seiner Kolumne in "Internationales Verkehrswesen", Heft 4, 2017:
    „Es verwundert, mit welcher Hartnäckigkeit die Planung einer Elektrifizierung der LKW auf Autobahnen mit Hilfe von Oberleitungen politisch und mit Finanzhilfen unterstützt wird. Ökonomisch handelt es sich um Unsinn, die Autobahnen mit kostenintensiven und störanfälligen Oberleitungen und Platooning als Alternative zum elektrifizierten Schienengüterverkehr aufwerten zu wollen. Mit Steuerzahlergeld lassen sich absurde Vorstellungen wieder einmal fördern.“
  • Nur um Mal einen anderen Aspekt beizutragen:

    11.11.2017, Axel Krüger
    Im Buddhismus gibt es den Begriff der Bedingten Entstehung (Kausalnexus). Sie/er besteht aus zwölf Gliedern:

    Unwissenheit -- Gestaltungen -- Bewusstsein -- Geist und Materie -- Sechs Sinne -- Berührung -- Empfindung -- Begehren -- Ergreifen -- Werden -- Geburt -- Alter und Tod.

    Das ist zwar durchaus linear zu verstehen, aber auch als in sich umlaufender Kreislauf. Am Anfang steht (Ur-ursache ist) die Unwissenheit. Es gibt aber auch die Erweiterung, dass wiederum die Ursache der Unwissenheit die “äußeren Einflüsse“ (ihre Wahrnehmungen) bzw. deren Fehlinterpretationen/-assoziationen sind.

    Alles hat eine Ursache (einen Zusammenhang). Allerdings gibt es vernachlässigbare (nicht so wichtige) Zusammenhänge (Ursachen).

    “Von nichts kommt nichts.“ Insofern Gott (der aber keine Ursache hat) eine verständliche Vorstellung ist. Kosmologisch begann es mit einem Urknall. Allerdings kann auch der ja nicht aus dem Nichts hervorgegangen sein. Fluktuationen im Vakuum? Aber dann ist das Vakuum ja auch etwas - wenn auch sehr “weniges“. Es entsteht ein Regress ad infinitum. Der Buddhismus sagt, dass ein Anfang und ein Ende nicht zu erkennen sind bzw. sich in der (insofern endlosen) Vergangenheit und Zukunft verlieren. Weswegen sich die Beschäftigung damit (nur Mal so ausgedrückt) nicht (od. nicht wirklich) lohnt. Andererseits ist es ja ein durchaus hochinteressantes Unterfangen, welches (die Forschung) uns ja auch einen nicht unerheblichen/vernachlässigbaren Fortschritt gebracht hat. Der Buddhismus empfiehlt jedoch, sich eher auf die Beendigung/Reduzierung des Leidens zu konzentrieren.

    Sie schreiben, dass die Zahl 1 durch nichts verursacht ist. Meiner Ansicht nach ist sie durch den Menschen “verursacht“ - aus der Natur (ihrer Wahrnehmung) abgeleitet - worden. Sie fragen: Ist es also so, dass jede Wirkung - also alles, was Ursachen hat -, immer eine Veränderung oder Bewegung eines materiellen Gegenstands ist? Ja - um es jetzt hier nicht zu philosophisch zu machen. Wenn sich etwas auswirkt, dann wirkt es auf “Etwas“ aus. Und Wirkung ist auch Energie. Und Energie ist “etwas“ - jedoch nicht notwendigerweise mit Masse behaftet.

  • Vollständige Elektrifizierung des Produktangebots: Daimler-Tochter präsentiert schweren E-Lkw

    11.11.2017, Dr.-Ing. Rainer Hamann
    Die Daimler-Nutzfahrzeugtochter Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation (MFTBC) verkündete die vollständige Elektrifizierung aller Lkw und Bus-Baureihen der Marke Fuso in den nächsten Jahren.

    aus: https://www.industr.com/de/E-und-E-Magazin/automobilelektronik/daimler-tochter-praesentiert-schweren-e-laster-2311468?sc_ref_id=2446002811&sc_usergroup=1227&utm_source=newsletter&utm_medium=IND&utm_campaign=2017-45-313
  • Heureka! Ich hab fast alle Antworten!

    11.11.2017, L.Schaber
    Ich habe den definitiven Beweis gefunden (bzw. sogar bewirkt!), dass es tatsächlich Ursachen in Form von neuronalen oder metaphysischen Molekularbewegungen im Verbund mit Tastaturanschlägen gibt, die (zumindest auf der Realitätsebene diese blogs) ...
    ....tatsächlich keinerlei Wirkungen zeigt! Wie das?
    Ich habe gestern einen ca 20 Zeilen langen Post mit ca. sechs Absätzen in (!) diesem Portal geschrieben, von dem ich zweifellos der Erstverursacher war.

    ( Wenn auch nicht unbedingt von den darin enthaltenen inhaltlichen Weisheiten. Denn solche wurden, wie auch das hier hochgepushte Problem, von professionellen Philosphen und auch von Naturwissenschaftlern schon (gefühlt) tausendmal durchgekaut. )

    Nun kann ich meinen Kommentar heute hier nirgends finden, Das beweist, dass Ursachen tatsächlich gänzlich ohne Wirkungen bleiben könne. Zumindet innerhalb dieser Realitätsebene hier! Oder hab ich nur ein definitv wirksames Mittel zur Wirkungsverhinderung gefunden: Ein wenig Ironie im Text.
    Nein halt, es ist ein Beweis für die reale Existenz einer verursachenden Matrix über der hier existenten? Also: Problem gelöst! Ach nein, was ist mit dem Schöpfer von dieser? Ach Mist, ich hör jetzt auf.
    Aber schnell noch was: Den langen Satz oben mit den Kommas hab ich so aufgeschrieben, weil ich heute in der Zeitung gelesen hab, dass wir wegen der Intelligenzvernichtung durch Umwelthormone eventuell in naher Zukunft nicht mehr dazu in der Lage sein werden.
  • Naturwissenschaftliche Philosophie oder theologische Metaphysik?

    11.11.2017, L.S.
    @ gitti und zu :
    "...Jedes Messgerät misst nur bestimmte Grössen innerhalb bestimmter Grenzen...."
    (Zitatende)

    Dann fragt sich aber wie und weshalb das Messgerät sich über seine Grenzen bewusst sein kann, bzw. überhaupt den Gedanken denken kann, dass es hinter seinen Grenzen noch etwas gibt. Wenn es also "um seine Grenzen weiß", dann
    "weiß" (oder ahnt) es zumindest auch, dass es dahinter noch etwas geben muss, denn wozu gäbe es sonst eine Grenze. Also ist es dann doch nicht so generell beschränkt.

    Was wir tatsächlich (zumindest zur Zeit) nicht wissen, ist, ob schon die Frage wegen des ihr inhärenten "infiniten Regresses" zwecklos weil sinnlos oder unsinnig ist, oder ob es anstelle von (theologischen) " Weiterdenkverboten" experimentell falsifizierbare Theorien zu einer "finalen Erstverursachung "geben könnte. Und da sind wir wieder bei der Frage nach der realen (!) Existenz des Urknalls und damit bei der Theoretischen- und auch experimentellen Physik.
    Ich glaube nicht, dass man heute noch philosophieren kann, ohne sich mit Naturwissenschaft zu beschäftigen. Und da sind wir wieder beim wissenschaftstheoretischen bzw.erkenntnistheoretischen Methodenstreit und der Frage, ob die gegenwärtig betiebene theoretische Physik noch Naturwissenschaft ist, oder (nur?) eine etwas mathematisiertere Meta- Physik. Oder ob es sich gar nur um althergebrachte metaphysische Theologie zur Rechtfertigung eines aus psychologisch- soziologisch - politischen Gründen unbedingt für notwendig erachteten Erstverursachers handelt.
  • Elektrische LKW

    11.11.2017, Christian Bühler
    In den frühen 1950-Jahren wurde bei uns in Berlin die Paketpost mit Elektrolieferwagen ausgefahren und die hatten noch keine Li-Batterien sondern alte Blei-Akkus... Was soll also all das dumme Geschwätz von selbsternannten
    Spezielisten.
  • causa finalis = Ursache ?

    11.11.2017, carsten
    Zitat:"Ist es also so, dass jede Wirkung – also alles, was Ursachen hat –, immer eine Veränderung oder Bewegung eines materiellen Gegenstands ist? Was meinen Sie?"

    Wenn das so wäre würde es heißen, das Geist und Gefühl auch aus Materie bestehen würde.

    Ist mit Causo finalis nicht die Ursache gemeint. Manchmal ist man selber die Ursache und manchmal höhere diffuse Mächte bis hin zum alles (1)oder nichts(0) Prinzip - das entweder unser Gesamtziel oder unser Gesamtanfang ist. Gott kann auch die Null am Ende der Gleichung sein. Eine große philosophische Frage ist auch, ob die Welt am Anfang gemacht wurde und wie es in der Bibel steht alle unsere Haare gezählt sind - die Welt also quasi rückwärtsverlaufend - oder umgekehrt sich etwas diffus entwickelt ... in diesem Falle bräuchte man keinen Gott und auch nicht die Zahl1, weil diese sich ständig verändern würde. Die Zahl 1 würde dann einfach nur einen beliebig auswählbaren philosophischen Kontext darstellen.
  • Danke für spannende Diskussion und gute Beiträge

    11.11.2017, Vera Spillner
    Liebe Kommentatoren, vielen Dank für Ihre gute Diskussion und die klugen Beiträge, auf die ich erst heute reagieren kann.
    Vorab: Ein solch komplexes Thema lässt sich keinesfalls vollständig in einer kurzen Videoempfehlung abhandeln - es müssen immer Lücken gelassen werden, die ein weiter interessierter Leser sich dann in der Fachliteratur erarbeiten muss. Das ist anders gar nicht denkbar. Umso schöner aber, dass Sie in Ihren Beiträgen Richtungen andeuten, in die man sich vertiefen kann, vielen Dank dafür!

    @Herr Starosielec: Zurecht merken Sie an, dass man den Spin in jede Richtung messen kann, das ist natürlich völlig korrekt und wird dann in entsprechenden längeren Rezensionen oder Büchern natürlich in aller Länge mit in die Diskussion einbezogen (und im Video auch erwähnt). Vielen Dank für Ihre wichtige Ergänzung.
    @Herr Schaber: Ihre Fragen sind gut. Hier wäre eine sehr ausführliche Diskussion nötig, daher möchte ich Sie nur sehr gerne verweisen auf das Buch "Quantum Non-Locality and Relativity" von Maudlin, das u.a. auch dieses Thema diskutiert. Eine korrekte Diskussion diesbezüglich würde den Rahmen hier vollkommen sprengen (das Thema ist nicht trivial, aber durchaus in der Fachliteratur bearbeitet). In jedem Fall vielen Dank.

    @Herr Jakob: Auch Ihnen vielen Dank - Ich entnehme Ihrem Beitrag, dass Sie mit der Materie sehr vertraut sind. Wir müssten dann allerdings genauer diskutieren, was Sie meinen mit "mechanistisch erzeugt" und "noch immer durch verborgene Variable geschehen"; diese Diskussion kann allerdings im Rahmen von Leserkommentaren nur sehr schwer geschehen. Vielleicht darf ich Ihnen aber die Publikation von D. Dürr 2013 empfehlen, "Can Bohmian Mechanics be made relativistic?" Vielleicht kennen Sie sie bereits, ich fand sie zum Thema bereichernd. Vielleicht mag ein anderer Leser / eine Leserin sich dies genauer ansehen. Danke in jedem Fall für die Zuschrift.
  • Ähnlich wie bei halluzinogenen Sustanzen?

    11.11.2017, L..Schaber
    Erinnert das nicht ein wenig an die "Halluzinationen", von denen Menschen berichten, die mit "bewusstseinserweiternden " Drogen experimentieren bzw. experimentiert haben?
  • Was ist daran neu?

    11.11.2017, Nachdenker
    Oberleitungsbusse gab es noch in den 50ern, in Schaffhausen (CH) gibt es immer noch mindestens 1 Linie, die elektrisch unterwegs ist. Wenn man diese städtischen Oberleitungen anschaut, fragt man sich, ob die "deutsche Infrastruktur" nicht das Prinzip von vornherein zum Scheitern verurteilen will. Ich sehe nur ein Problem, wenn sie solche Fahrzeuge überholen wollen, z.B. bei einer Panne des Vorausfahrenden.
    Andererseits stellt sich - genauso wie bei den e-PKWs - die Frage, wo der Strom herkommen soll. Aber unsere naturwissenschaftlich unbeleckten Politiker glauben ja an "die Steckdose".
  • Ähh, hatten wird das nicht bereits?

    11.11.2017, auchkreativ
    Mal zusammengefasst:
    Es soll eine Infrastruktur geschaffen werden, die es Großgeräten zur Beförderung von schweren Lasten über weite Strecken ermöglicht, sich mittels elektrischer Energie fortzubewegen. Der Unterbau muss diese Lasten dauerhaft aushalten und die Energie kann nicht im Gerät mitgeführt werden.
    Ergebnis: eine Bahn mit Oberleitung.
    Super, haben wir seit den 1950er Jahren flächendeckend.

    Auf Grund der Tendenz namens "Lager auf er Strasse" wissen wir, dass die meisten Güter zwar just in time, aber nicht in möglichst kurzer Zeit ankommen müssen. Ein Umladen von der Bahn auf andere Geräte zur Verteilung auf den letzten Kilometern ist also unproblematisch, aus Sicht der zu bewegenden Güter.