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Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 51

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Energie als Glaubensfrage ?

    02.01.2018, Wolfgang
    Energiewende ist wie Rucksack oder Kindergarten ein internationales Idiom geworden - allerings wird es individuell unterschiedlich interpretiert.
    Grundlage aller Veränderungen ist die Ablösung fossiler Energiequellen durch bessere Alternativen. Ab hier scheiden sich die Geister - Deutschland ist inzwischen isoliert durch seine fast religiöse Anbetung von Wind und Solar.

    Wenn andere Länder eine andere Interpretation der Energiewende gehen, weil z.B. die Sonne nur wenig Energie liefert oder aus klimaischen Bedingungen Windgeneratoren einfrieren, dann wird dies kritisch beäugt.
    Was maßen wir uns denn an?
    Bis jetzt konnten wir nicht zeigen, dass unsere Konzeption der Energiewende erfolgreich ist oder in absehbarer Zukunft sein wird.
    Zr Info: jenseits des Rheins kostet die kWh nur 30%, sodass dort umweltfreundliche Stromheizungen möglich sind (kein Feinstaub!). Das funktioniert bei unsere Preisen nicht - obwohl Solarstrom doch so billig ist? Dummerweise muss auch nachts geheizt werden!
    Wie dem auch sei - die gebetsmühlenartige Begründung "Energiewende mit Sonne und Wind" ist inzwischen als Windei entlarvt - und wir als Verbraucher dürfen sie teuer bezahlen.

    Zur Technologieentwicklung: es stimmt mich traurig, wenn jemand sagt, dass 15 Jahre Technologieentwicklung verschlafen wurde - was bezeichnet man da als Fortschritt? Die Anhängigkeit vom Wetter ist nicht überwunden - keine besser Alternative in Sicht, nur mehr - größer - höher.

    Und zur Kerntechnik: - die Augen verschliessen vor der weltweiten Entwicklung ist gefährlich - es wird nicht ungeschehen wenn man die Augen schliesst - und Deutschland hat hier seinen Anschluss und seine Kompetenz verloren. Wenn man etwas ändern will, muss man überzeugen können und das hat man in Deutschland grundlos aufgegeben.
  • Mein Beitrag zum Zeitgeist im Journalismus hierzu...

    02.01.2018, Markus Kraffczyk
    ... ist bisher "untergegangen". Ich sehe es aber exakt so wie Viktor Meyer und werde mich dementsprechend verhalten.
    Stellungnahme der Redaktion

    Sehr geehrter Herr Kraffczyk,

    ich habe extra nochmal nachgesehen - bis auf einen sehr beleidigenden und einen esoterischen Kommentar haben wir alle Leserzuschriften freigeschaltet. Keiner der beiden nicht publizierten Beiträge wurde mit Ihrem Namen abgegeben. Sicher, dass Sie ihn wirklich abgesendet haben?

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
    Redaktion Spektrum.de

  • Viel zu euphorisch

    02.01.2018, Friedhelm Becker
    Der Beitrag ist allzu euphorisch und spekulativ geraten:
    1. Das dargestellte Szenario ist nur dann realistisch, wenn alle Verkehrsteilnehmer – nicht nur die Fahrzeuge – an den beschriebenen technischen Einrichtungen teilhaben. Das ist aber unrealistisch, weil es nach wie vor Fußgänger, Radfahrer und Oldtimer (das heißt nicht vernetzte Fahrzeuge) geben wird, ganz abgesehen von ausländischen Verkehrsteilnehmern, deren Fahrzeuge oder Fahrzeugführer „anders ticken“. Eine Unterstützung dieser Verkehrsteilnehmer mit einem entsprechenden Navigationsgerät ist nicht zielführend, weil keine Garantie dafür besteht, dass dessen Anweisungen auch befolgt werden. Eine Person mit schwarzem Humor könnte konstatieren: „Dieses Problem erledigt sich von selbst!“
    2. Die technische Reife der erforderlichen Infrastruktur ist bei weitem noch nicht erreicht. Die Mindestforderung ist die nach einer Hardware-Architektur, die nicht im Stande ist, Schad-Software auszuführen. Das Hacken von Fahrzeug- und Verkehrseinrichtungen muss definitiv ausgeschlossen werden können. Mit Software-Maßnahmen ist das bei den herkömmlichen Geräten nachgewiesenermaßen nicht möglich. Entsprechende Architekturen sind zwar patentiert, aber bisher noch nicht am Markt verfügbar – weil die resultierenden Produkte ein paar Cent teurer sind als das, was den Markt überschwemmt.
  • Weierstraß war nicht der Erste

    01.01.2018, Edmund Weitz
    Man sollte in so einem Artikel auch Bolzano erwähnen, der die Idee ja schon lange vor Weierstraß hatte: https://de.wikipedia.org/wiki/Bolzanofunktion
  • Gesetzeslage?

    01.01.2018, Heinrich Sauer
    Daran ist gar nicht Neues! Ich wiederhole: Gar nichts Neues! Neu ist vielleicht die Dimension. ... es gelingt nun auch bei Cips im mm Bereich ... Eine beachtenswerte Leistung.
    In meiner Jugend interessierte ich mich für den Amatuerfunk. Das war in den 960er Jahren des letzten Jahrtausends. Damals lernte ich, das man mit der Energie, die ein einfacher Detektorempfänger lieferte, die Verstärkerstufe eines zweiten Empfängers betreiben könne. Das war aber gesetzlich verboten! (Energiediebstahl!)
    Neu ist also hier, dass sich die Gesetzeslage geändert hat.
    Es kann natürlich sein, das das Gesetz noch existiert, man es aber vergessen hat.
    Für die Anwendung bei RFIDs gilt das Gleiche.
    Vielleicht weiß jemand aus der Leserschaft mehr über die juristischen Regelungen dazu. Evtl. gilt das Gesetz bei so niedrigen Energiemengen nicht?

    Gruß Heinrich
  • Nicht zu vergleichender Vergleich.

    01.01.2018, John Grammaticus
    "Etwa einen Kilometer über dem Gipfel des Mount Everest ist die Luft nicht zu vergleichen mit dem, was wir hier zu Lande gewohnt sind."

    Achtung, und was kommt jetzt? Ein Vergleich!

    Denken Sie mal über das Wort "Gleichsetzung" nach.
  • genauer

    01.01.2018, Joachim Schröder
    Die erste Funktion dieser Art stammt von Bernhard Bolzano.
    Die Bedingung für a,b darf n nicht enthalten.
    "unendliche [sic] viele" gibt es trivialerweise, weil wir die Weierstrass Funktion ja mit einer Konstanten multiplizieren können. Wir müssen erst definieren, wann 2 Beispiele als wesentlich verschieden anzusehen sind.
    Die Idee von Bolzano wurde ca 90 Jahre später (unwissentlich !?!) von B v d Waerden aufgegriffen.
  • Kohlensäurehaltige Getränke ...

    01.01.2018, Franco Vaderno
    ... sind eigentlich kein Problem, wenn man es versteht, den fälligen Rülpser (sorry für die Umgangssprache bei einem natürlichen Prozess) leise los zu werden. Mit einem entfernt an den Brunftschrei von Hirschen erinnernden Aufstoß wird man bei den benachbart sitzenden Passagieren meist keine große Sympathien ernten. Der wird auch wegen des geringfügig niedrigeren Kabinendrucks heftiger ausfallen als am Boden. Das war es aber auch mit den Problemen.
  • Schulwahrheiten

    31.12.2017, Daniel
    Ich finde esimmer wieder erstaunlich, wie viele Aussagenfür die Schulbildung getroffen werden, die eigentlich nicht korrekt sind, mit dem Ziel, nicht zu viel Verwirrung zu erzeugen oder das Thema zu vereinfachen.
    Bei mir hieß es im Mathe-LK noch, dass jede stetige Funktion auch differenzierbar ist. Auch im Studium ist sowas liegen geblieben. Schade eigentlich.
  • Atomreaktor Generation X ohne radioaktive Abfälle?

    31.12.2017, Georg F. Schmidt
    Bei dem Beitrag könnte man ja direkt begeistert sein. Bisherherige Atomabfall wird restlos aufbereitet, in Energie umgesetzt und es entsteht kein radioaktiver Müll der uns für Jahrtausende weiter belastet. Man könnte aber auch den Verdacht haben, das Problem wird wieder einmal in die Zukunft verschoben und einfach den nächsten Generationen über gebügelt. Von Spektrum, bin ich da etwas enttäuscht, dass auf die Frage des radioaktiven Abfalls, selbst wenn er nur noch ein Bruchteil der aktuellen Systeme betragen sollte, nicht mal im Nebensatz eingegangen wird (man soll wohl schliessen, den gibt es nicht). Denn was interessiert uns im Verhältnis zum (über Jahr-Millionen strahlenden) nuklearen Abfall ein etwas höherer Wirkungsgrad, oder die etwas verbesserte aktuelle Sicherheit?
  • Mit einer dieser Technologien so billig wie Solarstrom werden?

    31.12.2017, ASasse
    Ok, 2001, als die Gemeinschaft gebildet wurde war vielen noch nicht bekannt, dass Solarstrom so viel billiger werden würde. Wer da heute noch in Atomenergie investiert kann jedoch getrost als weltfremd bezeichnet werden - oder muss sich vorwerfen lassen, 15 Jahre Technologieentwicklung verschlafen zu haben. Zumindest für terrestrische Anwendungen.
  • @Detlef Kroll

    31.12.2017, Hannes Partsch
    Lieber Herr Kroll, die Mathematik ist sehr wohl eine Geisteswissenschaft, die einzig exakte nämlich!
  • Die Endlagerung bleibt ungelöst

    31.12.2017, Reithofer
    Exakt deshalb ist es ohne Relevanz, nach welchem Prinzip Fissionskraftwerke betrieben werden. Solange keine sichere Methode gefunden wird, um den anfallenden Müll für mehrere Hunderttausend Jahre von der Biosphäre zu trennen, ist diese Form der Energieumwandlung nicht akzeptabel.
  • Trump ist ausgetreten

    31.12.2017, Johannes Herbst
    Wer hätte gedacht, dass der Austritt aus dem Klimavertrag so schnell wirkt...
  • Danke für diesen interessanten Beitrag!

    31.12.2017, Peter Kayser
    Ich spreche dem Autor dieses Beitrag meine grosse Anerkennung und meine Gratulation zu diesem Beitrag aus. Ein spannender Bericht wie dieser hat im in dieser Frage mittlerweile mental gleichgeschalteten (da vier Dekaden durch grüne NGOs missioniert) und ca. 100 Millionen Menschen umfassenden D-A-CH-Land absoluten Seltenheitswert.

    Seit der (begründbare!) technische Optimismus der sechziger Jahre einer düsteren "Gloom-and-Doom" bzw. quasi-apokalyptischen "No future!"-Stimmung Platz gemacht hat, die so ausgeprägt ist, dass sie zu kollektiven Denkblockaden führt, ist es leider selbstverständlich geworden, dass Sie von den professionellen Bedenkenträgern, darunter natürlich auch bekannte Grünpolitiker, die gut von vom politischen Geschäft" der Angstmache leben, heftige Schelte für diesen Artikel abbekommen.

    Der heutige Oekopessismus und die generelle Orientierung an "unlösbaren Problemen" scheinen mir ein Merkmal unserer Zeit zu sein - sie sind dabei aber mindestens so irrational wie die vermeintliche "Technik-Euphorie" der sechziger - und dennoch irgendwie typisch für den deutschen Sprach- und Kulturraum.

    Man ist fixiert auf Probleme, die man laut klagend wie eine Monstranz vor sich herträgt, statt sich aktiv suchend auf den Raum möglicher Lösungen zu konzentrieren.

    Sie können sich aber damit trösten, dass dieser Menschenschlag die Schnittmenge NULL mit der Gruppe von Menschen gemein hat (tüchtige, verantwortungsvolle Ingenieure, einige mutige Politiker usw.) welche die grossen Menschheitsprobleme (Mangel an klimaneutraler Energie --> fehlendes sauberes Wasser --> Armut durch fehlende Infrastruktur usw.) ohne ideologische Scheuklappen ernsthaft anzupacken und zu lösen vermögen statt die Welt mit Wohlfühl-Scheinlösungen zu beglücken (--> "Energiewende").

    Die ewigen Bedenkenträger und Berufsbetroffenen werden die Probleme eines Planeten, der bald 10 Milliarden Menschen tragen muss, mit Sicherheit nicht lösen! Wenn es den säkularen Ersatzteufel Kernenergie nicht gäbe, würden diese vor allem uninformierten Bedenkenträger (Dunning-Kruger lässt grüssen!), die sich im übrigen einer durch Wissenschaft und technischem Fortschritt ermöglichten Lebenserwartung von mittlerweile um die 80 Jahre erfreuen, ein anderes Objekt finden auf das sie ihre technophoben Angst-Lust-Projektionen fixieren können.

    Die Oekomodernisten ( http://www.ecomodernism.org/deutsch/ ) haben eine Zukunft, die traditionell Grünen jedoch nicht, sie haben es bloss noch nicht gemerkt. Zu ersteren zähle ich mich selber.

    Bitte weiter so!

    Mit den besten Wünschen für ein erfolgreiches neues Jahr und den Mut zu weiteren solchen Artikeln!