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Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 61

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Kulturkreis?

    13.01.2018, Dr. Marion Linska
    Sehr geehrter Herr Wolf, danke für Ihren Beitrag. Es erscheint wichtig immer wieder auch auf die unterschiedlichen Beziehungs- und Bedeutungssysteme einer Gesellschaft hinzuweisen. Sie sind ein zentrales Thema der transkulturellen Psychiatrie/Psychotherapie. Als Psychotherapeutin und Medizinanthropologin möchte ich jedoch auch darauf hinweisen, dass der Begriff "Kulturkreis" in der Sozialanthropologie/Ethnologie schon seit den spätestens 1955er obsolet ist und eigentlich aufgrund seiner Verwendung und Theorie dahinter (siehe vielleicht auch wikipedia) nicht mehr verwendet werden sollte. Eigentlich ist er auch nicht mehr nötig ... Kultur, Gesellschaft, ... würde doch ausreichen, oder?
    Alles Gute weiterhin.
  • Macht Macht blind?

    13.01.2018, Andreas Schlüter
    Ich denke, dass auf dem Weg zur Macht schon oft Eigenschaften eine Rolle spielen, die man eher mit Soziopathie in Zusammenhang bringen würde. Um aber die Psychologie der Mächtigen wirklich zu verstehen, muss man vielleicht die "Produkte" ihrer "Denkknechte" unter die Lupe nehmen. Wenn man da zum Beispiel die Dokumente des "Project for the New American Century" anschaut, graut es einen:
    “Zur Erinnerung: Neocon Think Tanks und Faschismus”: https://wipokuli.wordpress.com/2017/06/29/a-reminder-neocon-think-tanks-and-fascism-zur-erinnerung-neocon-think-tanks-und-faschismus/
    Dieses Grauen vermehrt sich, wenn man die Offenlegung einer Patentschrift des Deutschen Amtes für Patent- und Markenschutz einsieht:
    https://register.dpma.de/DPMAregister/pat/PatSchrifteneinsicht?docId=DE10253433A1
    Ein schönes Wochenende
    Andreas Schlüter
    Soziologe
    Berlin
  • Gewaltig auf dem Holzweg!

    13.01.2018, Heike Radtke
    Ich fürchte auch, daß die Wahrheit in den hier genannten Problematiken liegt und kann mich daher diesem Artikel nur anschließen. Bestes Beispiel ist ja auch die Problematik des Eindringens und Verbreitens von Bio-Invasoren durch unser globales Transportieren und Reisen. Jetzt kommt die Rechnung für Gier, Maßlosigkeit und Ignoranz in der Massentierhaltung! Die Erkenntnisse über die Sozialstrukturen in Wildschweinrotten und die Auswirkung falschen Beschusses auf die Entwicklung einer Population sind ja wahrlich auch nicht neu. Was braucht es eigentlich noch, damit nicht nur Einzelnen sondern der Masse Mench klar wird, daß wir uns ganz gewaltig auf dem "Holzweg" befinden?
    Nun, die Jägerschaft darf sich jetzt mal -legitimiert- gewaltig austoben und ihrem Rausch hingeben!
  • Die falsche Sau durchs Dorf treiben..............

    13.01.2018, Wildschütz
    Genau so ist es, der Bauernverband sucht den Sündenbock bei der Jägerschaft.
    Der Bauernverband, sollte sich lieber um mehr Anbau von Wildwiesen u. Randstreifen bemühen, um eine Artenvielfalt an Insekten u. Niederwild zu erhalten.
    (s. Rückgang v. Feldhase, Fasan u. Rebhuhn.)
    Gruß u. Waidmannsheil.
  • Narzissten regieren die Welt!

    13.01.2018, Jens Hafner
    Trump ist nur die Spitze des Eisbergs. In führenden Positionen von Wirtschaft und Politik sind narzisstische Personen eher die Regel als die Ausnahme. Denn dummersweise sind es besonders die egomanischen, machtorientierten, rücksichtslosen Charaktereigenschaften, die einen Menschen weit nach vorn und weit nach oben bringen. Die Weltgeschichte ist eine Geschichte der Narzissten, genauer: narzisstischen Männer - das sollte man auch mal sagen.

    Nur selten haben "humanistisch" gesinnte Personen die Chance oder die Lust darauf, weit vorn mitzumischen. Spontan fallen mir als Beispiel hierzu Richard von Weizäcker, Heiner Geissler und Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell ein (Falls ich mich da irren sollte und um deren Skandale einfach nicht weiss, wird die "weisse Liste" noch erschreckend kleiner).

    Im Buchhandel sind eine Menge Titel zum Thema Soziopathen/Psychopathen zu finden. Ein nach wie vor aktuelles Thema.

    Viele von uns fragen sich: Wo sind all die guten, menschenfreundlichen, fähigen Leute in Politik und Wirtschaft?
    Ganz einfach: Die leben im Stillen verborgen, leben ihr eigenes überschaubares Leben, weil sie keine Lust haben, sich mit den intriganten Methoden und dem verstörenden Wahnsinn der Ellenbogen-Gesellschaft auseinanderzusetzen.
    Kann man niemandem verübeln, ist einfach schade.

    Aber genau deshalb wird sich an dem Phänomen "Narcissism for president!" auch nichts ändern.
  • Steuersenkung zur Unfallprävention?

    12.01.2018, Achim Dieter
    Von Kassierern an Tankstellen ist zu hören, dass geschätzt jeder 5te Autofahrer nach Alkohol riecht.
    Wenn Alkoholisierte nur 4,4% der Unfälle mit Verletzten verursachen, gleichzeitig aber 20% der Autofahrer alkoholisiert sind, ließen sich tatsächlich durch breiteren Alkoholkonsum die Unfälle signifikant senken!
    Bei 100% Alkoholisierten auf weniger als 1/22 !!!!!!
    Da finanziert sich die Abschaffung der Alkoholsteuer von alleine. Prost!
  • Hormonelle Mechanismen die zu Übergewicht führen

    12.01.2018, Sonja Berthaud
    Wer wirklich verstehen möchte wie Übergewicht entsteht, dem kann ich nur die Vorträge von Dr Jason Fung auf Youtube empfehlen. Er erklärt in seiner Vortragsreihe ausführlich die hormonellen Mechanismen. Diese Grundlagen sollte man in den Biologieunterricht in der Schule aufnehmen.
  • Könnte nicht auch das Gegenteil passieren?

    12.01.2018, Rene Macon
    Der mit der Temperatur steigende Anteil weiblicher Schildkröten dürfte eine evolutionäre Anpassung an das mit der Temperatur normalerweise steigende Nahrungsangebot sein. Wenn in einer Population mehr Weibchen sind, steigt der potentientielle Nachwuchs - falls die Männchen in der Lage sind mit dem steigenden "Angebot" ihre Fortpflanzungsfähigkeit zu erhöhen. Letzteres ist der entscheidende Punkt, der noch geklärt werden müsste. Da der mit der Temperatur steigende Anteil weiblicher Schildkröten nur dann evolutionstheoretisch sinnvoll ist, wenn die Männchen "mithalten" können, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass dies auch so ist.
  • na so richtig verdellt...

    12.01.2018, Johannes Herbst
    ...wird die Erde ja durch Grönland und die Antarktis mit 3000 bis 4000 m dickem Eispanzer. Ein paar Zentimeter mehr Seewasser macht da eher weniger aus.

    Wenn die Kruste recht gleichmäßig dick ist, dann dürfte das Wasser im Marinnengraben die größte Verformung im Meeresboden verursachen

    Aber wir kennen ja die Geschichte mit den übereinandergeschoben Platten.

    Unsere Grundlage ist instabiler als wir denken.
  • Innere Abstände

    11.01.2018, MBA
    Ich habe mir schon oft Gedanken über das Massemaximum gemacht und auch nach entsprechenden Artikeln gesucht, leider hab ich nichts passendes gefunden. In meiner Vorstellung besteht zwischen den einzelnen Materiebausteinen ein gewisser Abstand. Rechnet man nun diesen Abstand heraus, müsste sich doch eine maximale Masse pro Raumeinheit errechnen lassen, oder sind Quarks und Gluonen etc. auch noch weiter komprimierbar? Es ändert sich der Aggregatzustand Gas, flüssig, fest, Plasma, schwarzes Loch, höherdimensionierte Materie???
  • BRD-Narrenhaus

    11.01.2018, Ernst Laub
    Wäre doch schön, wenn man sich in der BRD mit den eigenen verrückten Politiker beschäftigen würde: Beispielsweise mit Frau Merkel, mit Frau Roth, mit Herrn Maas..... Die Liste der Leute, die ich für Deutschland und Europa für gefährlich halte ist lang......
  • Extreme Hochwasser

    11.01.2018, Gebhard
    Zu meiner ersten Meinungsäßerung möchte ich eine zweite hinzufügen.
    Da ich Grundeigentümer an der Elbe bin, habe ich Erfahrung mit den dortigen Hochwässern und dem Hochwasserschutz. Leider werden Maßnahmen, die in Wirklichkeit nur simple Naturschutzmaßnahmen sind, als Hochwasserschutz deklariert. Das kommt daher, weil der Hochwasserschutz inzwischen verwaltungstechnisch meistens dem Naturschutzressourt unterstellt ist. So gibt es eine bereits verwirklichte Deichrückverlegungsmaßnahme von mehreren hundert Hektar, die von Anfang an als Naturschutzmaßnahme geplant war (Wiederherstellung von Auenwald), die nun in der Öffentlicheit als erfolgreiche Hochwasserschutzmaßnahme dargestellt wird, obwohl sie gar keine hochwasserschützende Wirkung entfaltet. Andererseits wird aus Naturschutzerwägungen heraus bei den für Hochwasserabfluss bereits vorhandenen Flächen ein Überwuchern mit Vegetation gefördert und befürwortet, obwohl dadurch der Abfluss gebremst wird und die Pegel dadurch um mehrer Dezimeter steigen können. Da den Grundeigentümern dieses bekannt ist, haben diese kein Interesse, ihr Eigentum für Maßnahmen herzugeben, die anders einfacher oder billiger zu lösen sind, oder die von Anfang an für den Hochwasserschutz völlig nutzlos sind. Hochwasserschutz ist Eigentumsschutz. Der Natur ist ein Hochwasser völlig gleichgültig.
  • Klimawandel und Extremwetter

    11.01.2018, Gebhard
    Steigt die Hochwassergefahr in Deutschland?
    Interessant ist bei solchen Beiträgen, dass immer nur von der - zukünftigen - Gefahr, z.B. von Hochwässern gesprochen wird. Den menschengemachten Klimawandel soll es schon seit Jahrzehnten geben, aber bei objektiver Betrachtung wird bisher keine statistisch gesicherte Erhöhung von Extremwettersituationenbeobachtet. Das wird auch vom IPCC so bestätigt.
    Anstatt populäre Meinungen wiederzukäuen sollten von Spektrum um der Objektivität willen die tatsächlich gemessenen Werte und dessen Trends dargestellt und diskutiert werden. Wenn ich die Wetterdaten von der Wetterstation bei mir in der Nähe (Daten seit 1890) betrachte, kann ich z.B. für die letzten 30 Jahre einen Trend zu kälteren Wintern feststellen und auch die Eisheiligen sind in dem Zeitraum tendenziell nicht wärmer geworden.
    Heute wird aus jedem Unwetter sofort - medial - eine Katastrophe, weil nur Sensationen zählen. Die Wirklichkeit ist aber viel spannender und überraschender als jede Phantasie.
  • Sollte es womöglich...

    11.01.2018, Sonja D.
    Sollte es womöglich noch anderes komplex denkendes Leben auf unserem Planeten geben, obwohl wir so sehr darauf bestehen, die einzigen zu sein?
  • Kirchturmjournalismus

    11.01.2018, Lothar Rottmann
    Das NetzDG ist erst wenige Tage in Kraft und eine einzige falsche Indizierung wird als Beleg für das Scheitern des Gesetzes gesehen.
    In dem Artikel werden kaum neue sachdienliche Informationen geliefert. Wieviele Tweets sind bislang untersucht worden? Wieviele davon sind indiziert und von den Indizierten sind wieviele falsch indiziert worden? Diese Daten fehlen völlig als Grundlage einer zielführende Diskussion.
    Kein Wunder nach nur wenigen Tagen seit in Kraft treten des Gesetzes.
    Das hindert den Autor aber nicht daran, stattdessen anhand einiger Anekdoten seine These von der Umkehrung des Prinzips „In dubio pro libertate“ aufzustellen.
    Die angeführten Beispiele sind aber nicht hinreichend, da es sich um Personen, bzw. Organisationen handelt, die sich sehr gut gegen Zensur wehren können.
    Wie aber steht es um Menschen, die bislang kaum geschützt waren? Die Haßtiraden, Diffarmierungen und Beleidigungen endlos lange im Netz vorfanden, ohne das ihnen geholfen wurde? In dem Artikel: Null Information!!!
    Das ist das was ich unter Kirchturmjournalismus verstehe. Es wird über die herausragenden Fälle lang und breit diskutiert. In jeder Talkshow, in jedem Kommentar finden sie breiten Raum. Das wenig glamouröse, unauffällige wird dabei kaum gesehen.
    Damit wird aber auch ein falsches Bild über die Signifikanz und tatsächlichen Bedeutung der Einzelfälle gegeben.
    In einem wissenschaftlich orientierten Magazin erwarte ich eigentlich eine differenziertere und sich stärker hinterfragende Meinungsäußerung.