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Lexikon der Optik: relative spektrale Hellempfindlichkeit

relative spektrale Hellempfindlichkeit, Verhältnis des Strahlungsflusses bei einer festgelegten Vergleichswellenlänge λ0 zum Strahlungsfluß bei einer anderen Wellenlänge λ für den Fall, daß beide Strahlungsflüsse unter definierten photometrischen Bedingungen die gleiche Helligkeitsempfindung hervorrufen. Wird als Vergleichswellenlänge die Wellenlänge des Maximums der spektralen Hellempfindlichkeit gewählt, so wird die Verhältniszahl als spektraler Hellempfindlichkeitsgrad bezeichnet. Das Auge zeigt für unterschiedliche Wellenlängen unterschiedliche Hellempfindlichkeiten. Unter Tageslichtbedingungen ist das Auge im grünen Spektralbereich am empfindlichsten, d.h., in diesem Bereich ist der Strahlungsfluß, der zu einer Erregung der Zapfen benötigt wird, am geringsten. Damit rotes Licht (λ=650 nm) die gleiche Helligkeitsempfindung auslöst wie grünes Licht (λ=555 nm), muß dessen Strahlungsfluß rund 100 mal höher sein.

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