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Mission Artemis II auf dem Weg zum Mond: Astronauten senden spektakuläres Bild der Erde

Die Crew der NASA-Mission Artemis II reist mit dem Raumschiff Orion zum Mond. Beim Blick zurück zur Erde gelingt ein grandioses Panorama.
Ansicht der Erde aus dem Weltraum, die den Planeten in seiner vollen Kugelform zeigt. Die Oberfläche ist teilweise von Wolken bedeckt, mit sichtbaren Kontinenten und Ozeanen. Der Hintergrund ist der dunkle Weltraum mit einigen sichtbaren Sternen. Die Erde ist von einem leichten Lichtschein umgeben, der den Übergang von Tag zu Nacht andeutet.

Wow! Es ist immer wieder faszinierend, wenn Raumfahrer Bilder der Erde senden. Kurz nachdem die Artemis-Crew ein wichtiges Manöver durchgeführt hatte, das sie auf Kurs zum Mond bringt, gelang dem Crew-Kommandanten Reid Wiseman eine grandiose Aufnahme unseres Heimatplaneten. Das Panorama lässt Teile der Iberischen Halbinsel Spaniens und vor allem große Teile Nordafrikas erkennen – es steht nur etwas auf dem Kopf. Die Erdatmosphäre ist von vielen weißen Wolken durchzogen. Es gibt außerdem spektakuläre Leuchtphänomene an den Rändern der Erdkugel. Zum einen strahlen grünlich weit ausgedehnte Polarlichter (Auroren), die immer dann entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen aus dem Sonnenwind die Erde treffen und in ihrer Atmosphäre Gase zum Leuchten anregen. Zum anderen strahlt neben einem satten Weiß der Sonnenstrahlung das lichtschwächere Tierkreis- oder Zodiakallicht. Es ist darauf zurückzuführen, dass der interplanetare Raum nicht völlig leer ist. Vielmehr gibt es winzige Staubteilchen, Relikte aus der Entstehung des Sonnensystems oder Überbleibsel von Asteroiden und Kometen, an denen Sonnenlicht gestreut wird. Auf der Erde kann das Tierkreislicht vor allem an Standorten in Äquatornähe beobachtet werden. Dabei bildet sich ein kegelförmiges Leuchten am Horizont aus. Dieses »Auftürmen von Licht« ist auch in der Aufnahme von Reidman gut zu erkennen.

Erde während der Mission Artemis II | Diese Ansicht unseres Planeten wurde von Reid Wiseman, dem Kommandanten der Crew Artemis II, aufgenommen. Am Rand der Erdkugel sind zwei grünliche Polarlichtphänomene oder Auroren (oben rechts und unten links) sowie das Tierkreis- oder Zodiakallicht (unten rechts) klar zu erkennen.
Kleines Fenster mit großem Planeten | Den Astronauten von Artemis II bietet sich ein einmaliger Ausblick, wenn sie durch ein Fenster des Raumschiffs Orion schauen.

Vier Astronauten, drei von der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA und einer von der kanadischen Raumfahrtbehörde CSA, befinden sich zurzeit auf dem Weg zum Mond: Kommandant Reid Wiseman (USA), Pilot Victor Glover (USA) und die Missionsspezialisten Christina Koch (USA) und Jeremy Hansen (Kanada). Sie starteten am 2. April 2026 unserer Zeit in Cape Canaveral, Florida, und sollen nach zehn Tagen Missionsdauer zur Erde zurückkehren. Es handelt sich um eine Testmission, bei der unser Trabant umrundet wird – ohne Landung. Die eigentliche Mondumrundung mit Erreichen des fernsten Punkts auf der Bahn steht noch bevor. Am Ostermontag, etwa gegen 18:30 Uhr MESZ, ist eine mehrstündige Beobachtungskampagne geplant, bei der wir mit weiteren fulminanten Bildern der Mondoberfläche rechnen dürfen. Die Artemis-Crew bereitet zurzeit diese Beobachtungen vor, was angesichts der kleinen Kapsel kein einfaches Unterfangen ist.

Auf engstem Raum | Im Inneren der Raumfähre Orion ist nicht viel Platz. Von links nach rechts sind Pilot Victor Glover, Missionsspezialist Jeremy Hansen und Kommandant Reid Wiseman zu sehen. Missionsspezialistin Christina Koch, nicht im Bild, nahm das Foto auf.

An Bord des Raumschiffs Orion befindet sich auch Hightech aus Deutschland und Europa. Die DLR-Astrophysikerin Anke Pagels-Kerp gab dazu »Spektrum.de« ein lesenswertes Exklusivinterview, in dem sie die Rolle der Raumfahrt als Innovations- und Technologietreiber betont.

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