Kometen im Juni 2026: C/2024 J3 (ATLAS) tritt in sein Helligkeitsmaximum ein

Der Komet C/2024 J3 (ATLAS) durchläuft ab Juni sein Helligkeitsmaximum und ist viele Monate hinweg lang optimal zu beobachten. Er wird zwar nicht besonders hell, stellt aber ein einfaches Ziel für Fotografen dar. Auch Smart-Teleskope sind für seine Beobachtung gut geeignet.
Nicht- und langperiodische Kometen
Die Helligkeit von C/2024 J3 (ATLAS) steigt im Lauf des Monats Juni von 13,5 auf etwa 13 mag an. Diese zwar eher geringe Magnitude wird durch seine optimale Position am Himmel ausgeglichen: Er zieht vom Sternbild Füchschen in den Schwan und steht am Morgenhimmel nahezu im Zenit. Sein Pfad innerhalb des Bands der Milchstraße führt zu zahlreichen Begegnungen mit galaktischen Objekten (siehe »Auf glitzerndem Himmelspfad«). Besonders hervorzuheben ist die Situation am 23. Juni: Sowohl der Stern η Cygni (3,9 mag) als auch die offenen Sternhaufen NGC 6871 (5 mag), NGC 6883 (8 mag) und Biurakan 2 (6,5 mag) befinden sich in unmittelbarer Nähe des Kometen.
Kurzperiodische Kometen
10P/Tempel bewegt sich vom südlichen Teil des Sternbilds Adler in den Wassermann. Diese Region erreicht am Morgenhimmel eine ausreichende Höhe. Im Lauf des Junis steigt seine Helligkeit von 10 mag auf 8,5 mag an – der Komet wird damit zu einem lohnenden Fernglasobjekt. Am 30. Juni trennt den Saturnnebel NGC 7009 (8 mag) nur ein Grad von 10P/Tempel. Begegnungen zwischen Kometen und Planetarischen Nebeln sind selten; es lohnt sich daher, diese Konstellation zu beobachten und im Bild festzuhalten. Auch Smart-Teleskope sind gut für diese Aufgabe geeignet.
Der Komet 88P/Howell zieht vom Sternbild Fische in den Walfisch und muss am Morgenhimmel beobachtet werden. Zu Beginn des Monats steht er leider noch relativ niedrig über dem Horizont, doch die Beobachtungsbedingungen verbessern sich im Lauf des Monats. Seine Helligkeit sinkt dabei allerdings von 12 mag auf 12,5 mag. Die Sternbilder Fische und Walfisch sind reich an Galaxien, sodass es zu zahlreichen interessanten Begegnungen kommt. Aufgrund der geringen Höhe über dem Horizont sind diese jedoch schwer zu beobachten.
Gleich zu Monatsbeginn positioniert sich die recht helle, irreguläre Zwerggalaxie IC 1613 (9,5 mag), auch Vogelscheuchen-Galaxie genannt, scheinbar in der Nähe des Kometen. Am 6. Juni begegnet dieser den Galaxien NGC 470 (11,5 mag) und NGC 474 (11,5 mag); die beiden bilden ein Paar und sind im Katalog wechselwirkender Galaxien des US-amerikanischen Astronomen Halton Arp aufgelistet. Am 9. Juni kommt es schließlich zur Begegnung mit der Spiralgalaxie NGC 488 (10,5 mag). Sie ist das hellste Mitglied einer ganzen Galaxiengruppe. Im näheren Umfeld lassen sich zudem weitere Galaxien finden mit Helligkeiten bis zu 14 mag.
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