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Spaß an Bewegung: Ein Spaziergang hebt die Stimmung – und gute Laune macht aktiver

Wer sich im Alltag mehr bewegt, fühlt sich oft unmittelbar besser. Und umgekehrt. Wie sich Aktivität und emotionales Wohlbefinden gegenseitig verstärken.
Eine Person geht mit einem Hund an der Leine durch ein grünes Weizenfeld. Im Hintergrund sind Bäume und ein klarer Himmel zu sehen. Die Person trägt eine helle Jacke und eine Hose und lächelt, während sie den Hund führt.
Die Gassirunde ist mehr als lästige Pflicht.

Schon kurze Bewegungseinheiten ziehen bessere Laune und mehr Energie nach sich. Umgekehrt bewegen sich Menschen nach Momenten guter Stimmung eher. Das zeigt eine Studie, die im Fachblatt »Nature Human Behaviour« erschienen ist.

Für die Untersuchung werteten Forschende um den Psychologen Markus Reichert von der Paris-Lodron-Universität Salzburg 67 Datensätze aus 14 Ländern aus. Insgesamt umfasste die Analyse Daten von 8223 Personen, knapp eine Million Stunden per Beschleunigungssensor gemessener körperlicher Aktivität sowie mehr als 321 000 per Smartphone erhobene Angaben zum emotionalen Befinden.

Die Teilnehmenden beantworteten mehrmals täglich Fragen dazu, wie glücklich, energiegeladen oder ruhig sie sich gerade fühlten. Gleichzeitig wurde ihre körperliche Aktivität kontinuierlich erfasst – nicht nur beim Sport, sondern auch leichtere Bewegungen wie Gehen. Die Forschenden untersuchten anschließend sowohl, wie sich Bewegung auf die spätere Stimmung auswirkte, als auch den umgekehrten Zusammenhang.

Das Ergebnis: Menschen fühlten sich nach Phasen höherer Aktivität typischerweise munterer und wohler. Besonders stark war der Zusammenhang mit der verspürten Energie und Wachheit. Gleichzeitig nahmen Gefühle von Ruhe und Gelassenheit eher leicht ab – vermutlich, weil Bewegung kurzfristig aktiviert statt entspannt.

Die Effekte waren eher klein, im Alltag aber durchaus relevant. Laut den Forschenden entspricht die Größenordnung ungefähr der anderer angenehmer Tätigkeiten wie Musikhören oder einem anregenden Gespräch.

Zwar kann sich das Wohlbefinden bei bestimmten Erkrankungen auch durch zu intensive Sporteinheiten verschlechtern. Dennoch deutet die Studie darauf hin, dass Bewegung und Wohlbefinden sich im Alltag oft gegenseitig fördern – zumindest bei Menschen, die die körperlichen Voraussetzungen dafür mitbringen.

  • Quellen
Rehder, J. et al., Nature Human Behaviour 10.1038/s41562–026–02427–2, 2026

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