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Bemannte Raumfahrt: Der letzte Flug der Atlantis

Das NASA-Spaceshuttle Atlantis wird heute, am 14. Mai 2010, zu seiner letzten Mission aufbrechen. Die Raumfähre wird um 20:20 Uhr MESZ vom Kennedy Space Center im US-Bundesstaat Florida starten.

Diesmal hat die Atlantis gleich mehrere russische Erzeugnisse im Gepäck: ein Labormodul, sowie ein Andockmodul für die russischen Raumkapseln, die in Zukunft die Internationale Raumstation (ISS) anfliegen sollen. Außerdem werden die Astronauten die Solarzellen der Station mit neuen Speicherbatterien ausstatten, sowie eine neue Kommunikationsantenne einbauen.

Die ISS soll noch mindestens bis zum Jahr 2020 weiter funktionieren – lange nach dem Ende des amerikanischen Shuttleprogramms. Nach Atlantis sind nur noch zwei Shuttlestarts geplant: Die Raumfähren "Discovery" und "Endeavour" sollen später in diesem Jahr unter anderem ein Multifunktionsmodul und ein Magnetspektrometer zur ISS bringen. Mit dem Spektrometer soll die kosmische Strahlung untersucht werden.

Das amerikanische Shuttleprogramm wird nur noch bis zum September 2010 finanziert. US-Präsident Obama hat das von seinem Vorgänger Bush angekündigte Shuttleprogramm "Constellation" gestrichen. Stattdessen soll die NASA Geld für andere Programme erhalten – insgesamt sogar etwas mehr als bisher. Da die Pläne aber bisher nur sehr vage definiert sind, gibt es Befürchtungen, die von Massenentlassungen bis hin zum Zusammenbruch der NASA reichen.

Manuela Kuhar

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