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»Smile«: Esa-Mission zu Sonnenwind und Magnetosphäre hebt ab

Gemeinsam mit China schickt Europa »Smile« ins All: Der Satellit soll neue Erkenntnisse zu Sonnenstürmen, Polarlichtern und dem unsichtbaren Schutzschild der Erde liefern.
Eine Rakete steht auf einer Startrampe, umgeben von einer metallischen Struktur, die sie stützt. Die Szene ist nachts beleuchtet, mit mehreren Scheinwerfern, die die Rakete und die Umgebung erhellen. Auf der Rakete sind Logos und Schriftzüge sichtbar, darunter das Logo der ESA. Im Vordergrund ist eine Person in einem orangefarbenen Anzug zu sehen, die sich in der Nähe der Basis der Rakete befindet. Der Himmel ist dunkel, was die Beleuchtung der Szene hervorhebt.
Die Vega-C-Rakete hat den Satelliten »Smile« am Morgen des 19. Mai 2026 ins All befördert.

Dieser Inhalt wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von Spektrum.de nicht redaktionell bearbeitet.

Wie genau reagiert das magnetische Schutzschild der Erde auf Weltraumwetter? Um diese Frage zu beantworten, schickt die europäische Raumfahrtagentur Esa die »Smile«-Mission ins All. Der Satellit hob am frühen Morgen an Bord einer Vega-C-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana ab. »Smile« soll sowohl Sonnenwinde und energiereiche Ausbrüche der Sonne abbilden als auch die Reaktion des dynamischen Schutzschildes der Erde. Unter anderem sind Deutschland, Österreich, die Schweiz und China an dem Projekt beteiligt.

Instrumente zu Polarlichtern, Magnetfeld und Sonnenwind

Die Mission soll das Verständnis des Schutzschildes verbessern und erstmals Position, Form und Ausdehnung der Magnetosphäre als Ganzes darstellen. Auch darüber, wie Sonnenwinde Polarlichter und Stürme auslösen, erhoffen sich Forscherinnen und Forscher ein umfassendes Bild.

»Smile« hat insgesamt vier Instrumente an Bord. Mit einer Röntgenkamera soll die sonst nicht sichtbare Magnetosphäre abgebildet werden. Eine Ultraviolettkamera kann mehr als drei Tage am Stück Polarlichter erfassen. Ein Magnetometer zeichnet das Magnetfeld auf und ein Ionenspektrometer nimmt die Energie und Einfallsrichtung von Sonnenwind-Partikeln auf.

Langer Weg bis zum Zielorbit

Die Rakete bringt den Flugkörper zunächst einmal in eine erdnahe Umlaufbahn in einer Höhe von etwa 700 Kilometern. Durch mehrere Schübe soll der Satellit dann schließlich in seinen Zielorbit kommen: eine elliptische Umlaufbahn, die zwischen 5000 und 121 000 Kilometer von der Erde entfernt ist. Bis erste wissenschaftliche Daten der dreijährigen Mission verfügbar sind, dürfte es mehrere Monate dauern.

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