Reparatur an Lecks: Astronauten der ISS vorübergehend in Alarmbereitschaft

Auf der Internationalen Raumstation (ISS) hat es einen Zwischenfall mit Folgen für die Besatzung gegeben. Grund dafür sind Risse im russischen Teil der Station. Wegen der Lecks wurden fünf Raumfahrer – alle vier Mitglieder der SpaceX-Crew 12, die im Februar auf der ISS angekommen war, und der US-Astronaut Chris Williams – angewiesen, sich in die angedockte Crew-Dragon-Raumkapsel zu begeben. Inzwischen habe man die Reparaturen unterbrochen und die Crew aufgefordert, zum regulären Betrieb auf der ISS zurückzukehren. Dies teilte eine Sprecherin der US-Raumfahrtbehörde Nasa auf der Plattform »X« mit.
Das Problem tritt nicht zum ersten Mal auf. Betroffen ist ein kleiner Übergangsbereich, auch PrK genannt, im russischen Swesda-Modul der Raumstation, der dieses mit einem Andockport für die russischen Sojus- und Progress-Raumfahrzeuge verbindet. Seit September 2019 hat die Besatzung immer wieder Lecks im Transfertunnel geflickt. Nasa und Roskosmos hätten die Risse im Blick gehabt, so Nasa-Sprecherin Bethany Stevens auf »X«. Doch nun hätten sich neue Lecks gebildet, die eine umfassende Reparatur nötig machten. Wie »BBC News« berichtet, haben zwei Kosmonauten mittlerweile eines von zwei Lecks geschlossen. Laut Roskosmos habe für keines der Crew-Mitglieder eine Gefahr bestanden. Derzeit liefen Vorbereitungsarbeiten für die Abdichtung der zweiten Stelle.
Laut dem Betreiber SpaceX passen bis zu sieben Personen in das Dragon-Raumschiff. An Bord der Internationalen Raumstation leben und forschen seit rund 25 Jahren kontinuierlich Raumfahrer und Raumfahrerinnen. Bei Gefahrenlagen, etwa durch Weltraumschrott, hat sich die Crew schon zuvor in die Raumkapsel zurückgezogen. (dpa/kas)
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