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WHO: Affenpocken sollen neuen Namen erhalten

Um Verwirrung und Stigmatisierung zu vermeiden, will die WHO Virus und Krankheit in Kürze umbenennen. Ähnlich ging man damals bei Covid-19 vor.
Affenpockenviren unter dem Mikroskop. Vermutlich Symbolbild oder so.
Künstlerische Darstellung von Affenpockenviren unter dem Mikroskop.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will den Affenpocken einen neuen Namen geben. Es gebe seit Langem Bestrebungen, Krankheiten nicht mehr nach Tieren oder Regionen zu benennen, um jeglicher Möglichkeit von Diskriminierung oder Stigmatisierung vorzubeugen, sagte ein WHO-Sprecher am Dienstagabend. Zuvor hatte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf angekündigt, es solle in Kürze eine Entscheidung geben.

Der Begriff »Affenpocken« führte bereits in der Vergangenheit zu Verwirrung: So wurde das Virus zwar 1958 in Dänemark erstmals bei Affen in einer Versuchsanstalt nachgewiesen. Allerdings dürfte es nach heutigen Erkenntnissen eher unter kleinen Nagetieren verbreitet sein. Die Affen gelten nur als Fehlwirt. Entsprechend sollen Virus sowie Krankheit eine neue Bezeichnung erhalten.

Beim Auftauchen des neuen Coronavirus Ende 2019 handelte die WHO ebenfalls schnell, um eine Verbreitung von Namen wie »Wuhan-Virus«, benannt nach der chinesischen Stadt, in der es erstmals nachgewiesen wurde, zu verhindern. Am 11. Februar 2020 verkündete die WHO, dass das neuartige Virus Sars-CoV-2 heißt und die Krankheit, die es auslöst, Covid-19. (dam)

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