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MAMA.konkret!: Baby da, Körper anders

Eine Geburt ist ein einschneidendes Erlebnis für den Körper und die Psyche einer Frau. Warum genügend Zeit für Heilung und Selbstfürsorge so wichtig sind, wird in dieser Podcast-Folge von »MAMA.konkret!« besprochen.
ein Foto zeigt eine Schwangere in weißem Trägertop und schwarzer Hose, die auf dem Sofa sitzt und die Hände vor dem. Babybauch verschränkt hat. Das Gesicht ist nicht zu sehen.

Nach der Geburt

Das Baby ist geboren und natürlich wollen auch Freunde, Freundinnen und Familie den neuen Menschen willkommen heißen. Bei solchen Besuchen steht oft das Baby im Vordergrund – wie es der Mutter eigentlich geht, darum geht es oft gar nicht. Hebammen beobachten häufig, dass sich frisch gebackene Mütter zu viel zumuten, aus der Angst heraus, einen Besuch im Krankenhaus oder zu Hause einfach abzulehnen. Dabei ist eine Geburt ein einschneidendes Erlebnis für Körper und Psyche der Frau:

»Eine Geburt ist vom Schmerzlevel so, dass das ungefähr mit 20 Knochenbrüchen gleichzeitig gleichgesetzt werden kann. Eigentlich fühlt man sich nach einer Geburt wie vom LKW überfahren.«Kerstin Lüking, Hebamme und Autorin

Kerstin Lüking ist Hebamme, Buchautorin, Journalistin, Unternehmerin, Content-Expertin und siebenfache Mama. Sie weiß genau, wie wichtig die Heilung nach der Geburt ist und wie es nach einer Geburt im Körper einer Frau aussieht: »Die Gebärmutter ist ein Muskelkörper, der sich bis zum Ende der Schwangerschaft bis zum Rippenbogen auswalzt. Der muss sich natürlich wieder zusammenziehen, das braucht Zeit und ist schmerzhaft. In der Gebärmutter haben wir die Plazenta-Haftfläche, das ist eine offene Wunde von 15 bis 20 Zentimetern, so groß wie eine Mini-Pizza. Das kann man sich vorstellen wie ein richtig aufgeschlagenes Knie und diese Wunde blutet nach der Geburt stetig weiter.« Dazu kommen Wassereinlagerungen, Nährstoffverlust und ein hoher Blutverlust durch Schwangerschaft und Geburt, erklärt sie. Und auch die psychischen Folgen einer Geburt sind nicht zu unterschätzen. Trotzdem geht der Trend zum Drei-Tage-Wochenbett: Viele Frauen wollen kurz nach der Geburt schon wieder funktionieren, den Haushalt schmeißen, Termine koordinieren und dabei am besten noch gut aussehen. Kerstin Lüking empfindet viele Frauen als extrem ungeduldig im Umgang mit ihrem Körper.

Geduld mit dem eigenen Körper

Hebamme Kerstin Lüking will Frauen ermutigen, sich genug Zeit für ihre Selbstfürsorge und Heilung zu nehmen. Bis sich der Körper regeneriert hat, dauert es mindestens so lange, wie die Schwangerschaft gedauert hat, sagt sie.

»Ich setze mich dafür ein, dass wir in unserer Gesellschaft das Thema Wochenbett en vogue machen. Inklusive der Frage, wie wir Frauen wieder in unsere Kraft kommen.«Kerstin Lüking, Hebamme und Autorin

Wie frisch gebackene Mütter Selbstfürsorge in ihren Alltag einbauen können und was dabei hilft, sich nicht mit anderen Müttern auf Social Media zu vergleichen, das erfahrt ihr in der neuen Folge von »MAMA.konkret!«, dem Podcast von Julie Tan und detektor.fm.

MAMA.konkret!

In unserem neuen Audio- und Videopodcast gibt Zweifach-Mama und Content-Creatorin Julie Tan alias Cocolie Brokkoli wertvolle Tipps, die wirklich weiterhelfen – und begrüßt im Studio ausgewiesene Expertinnen zum jeweiligen Thema. Hier auf detektor.fm und überall, wo es Podcasts gibt. Abonniert »MAMA.konkret!« noch heute, so verpasst ihr keine Folge, und empfehlt den Podcast gern weiter!

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