Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Asimovs Robotergesetze…

    14.06.2017, Dieter Meinert
    …sollten auch von Arztrobotern (im weitesten Sinne) befolgt werden. Dann ergibt sich zumindest nicht der Konflikt zwischen Helfen und Kosten — der Roboter müßte, ungeachtet der entstehenden Kosten, helfen.
  • Also ich finde den Artikel gut.

    14.06.2017, Konrad Lehmann
    Dabei ist es durchaus nicht so, dass ich furchtlos in die Zukunft sähe. Was der real galoppierende Kapitalismus gerade mit unserer ökologischen und sozialen Umwelt anrichtet, ist zum Gruseln. Gerade, wenn man Kinder hat.
    Aber Angst ist ein schlechter Ratgeber. Angst lähmt, engt das Denken ein und hemmt die Kreativität. Sie motiviert schlecht.
    Darum hat mich Rob Hopkins mit seinem "Transition Town"-Ansatz so begeistert, denn aus den genannten Gründen will er Leute lieber FÜR etwas motivieren. Seine Idee ist, den Wandel zu einer klügeren Wirtschaftsweise nicht aus Angst zu wollen, sondern aus Freude über das, was man damit gewinnt: Selbstbestimmung, Erleben der Umwelt, soziales Miteinander, leckeres Essen . . .

    Zusätzlich vermute ich auch (im Zusammenhang mit den Debatten um Klimaforschung und Trump), dass es völlig irrelevant ist, ob es einen menschgemachten Klimawandel gibt. Und zwar aus zwei Gründen:
    1. Selbst wenn die Wahrheit des anthropogenen Klimawandels zweifelsfrei erwiesen wäre (was wissenschaftstheoretisch ohnehin unmöglich ist), würde das politisch und wirtschaftlich nichts bewirken. In Europa akzeptieren Politiker und Wirtschaftsführer diese Wahrheit; sie tun trotzdem nichts.
    2. Doch andererseits geschieht Wandel trotzdem. Selbst unter Trump werden die USA zunehmend Energie aus regenerierenden Quellen erzeugen. Nicht, weil das politisch gewollt würde, sondern weil es wirtschaftlich zunehmend sinnvoll ist.

    Und darum scheint mir, dass Vince Ebert hier recht hat: Wir sollten mehr auf die positive Kraft des Sinnvollen vertrauen, als auf Verbote und Reglementierungen des Sinnlosen.

    PS: Ja, Herr Steffens, in den letzten Tagen hat die Zensur auch von mir einige ganz harmlose Beiträge verschluckt. Sei's drum; man darf seinen eigenen Mitteilungsdrang auch nicht zu ernst nehmen.
  • Inspirierend

    14.06.2017, Chris
    Ich finde die Diskussion unterm dem Beitrag sehr inspirierend. Ich ziehe meinen Hut.
  • Tierstudien

    14.06.2017, Monika Kempf
    Mich gruselt es, wenn ich mir vorstelle, was den Tieren für diese Studien angetan wird.

    Kann die Menschheit nicht einfach aufhören, hysterische Angst vor dem Altern und dem Sterben anzufachen. Es gehört zum Leben einfach dazu.

    Stellt euch vor, das karmische Gesetzt gibt es doch wirklich -- welchen Preis würde die Menschheit für all seine Schandtaten an der Natur und den Tieren bezahlen?
  • Roboter sind mobil, aber ...

    13.06.2017, Joachim Falken
    ... die Besitzer der Roboter wollen auch an einem schönem Platz leben. Ebenso die Entwickler, die Handelspartner usw. Dort kann man somit - bedingt - steuerlich zugreifen.
  • Vortrag von Paolo Ferri

    13.06.2017, Prof. Dr. Max Kobbert
    Faszinierender Vortrag über die Rosetta-Mission aus erster Hand.
    Bitte mehr von solchen Berichten über naturwissenschaftliche Themen in einer Sprache, die auch Nicht-Fachleute verstehen. Sie sind auch anregend für Personen, die Manches über Methoden und Ergebnisse noch genauer wissen wollen.
  • Roboter sind leider mobil...

    13.06.2017, Oliver S.
    Von der Abgrenzungsproblematik (was ist noch eine abschreibungsfähige Maschine, was schon ein steuerpflichtiger Roboter?) mal abgesehen: Roboter sind mobil. Unternehmen hat es in den letzten Dekaden massiv zunächst nach Osteuropa und später nach Asien gezogen, weil Arbeit dort billiger war; selbst eine im Vergleich zu Deutschland (seinerzeit) noch nicht so gute Qualifikation der Vor-Ort-Kräfte war dabei kein Hindernis, weil die niedrigen Kosten stärker wogen als die etwas niedrigere Produktivität.

    Das Kriterium der Verfügbarkeit qualifizierter Leute vor Ort verliert nun aber massiv an Bedeutung. Einem Roboter ist es völlig gleich, wo er steht und betrieben wird und wenn es nur noch wenige Spezialisten braucht, die das Ganze steuern und überwachen, kann man diese Leute notfalls auch einfliegen.

    Eine Steuer würde also nur funktionieren, wenn man sich weltweit einig wäre. Andernfalls werden die Robots dorthin verlagert, wo sie für das jeweilige Unternehmen am günstigsten betrieben werden können.
  • Vorstellungsvermögen

    13.06.2017, MarcGyver
    "Eigentlich ist es kaum vorstellbar, wie der Mensch das hinbekommen will: Im Jahr 2050 soll die Erdbevölkerung auf neun bis zehn Milliarden Menschen angewachsen sein. Die Nachfrage nach Fleisch und Milch wird sich laut Mark Rosegrant vom Food Policy Research Institute bis 2050 verdoppeln, die Nachfrage nach Getreide um 50 bis 60 Prozent steigen."
    Das kommt darauf an, was man unter "vorstellen" versteht. Wenn sich die Nachfrage nach Fleisch und Milch stark verringern würde und man z. B. bedenkt, dass mehr als 80% der Sojaernte weltweit in die Viehzucht gehen ("About 85 percent of the world’s soybeans are processed, or "crushed," annually into soybean meal and oil. Approximately 98 percent of the soybean meal that is crushed is further processed into animal feed with the balance used to make soy flour and proteins.", http://soyatech.com/soy_facts.htm ), dann kann ich mir schon vorstellen, dass man die zusätzlichen Menschen gut mit ernähren könnte.
    Das ist allerdings nur die technische Seite. Meiner Einschätzung nach wird sich das aber nicht realisieren lassen (in diesem Sinne könnte ich es mir also nicht vorstellen), da sich Leute, wenn man sie auf so was hinweist, tendenziell bevormundet (und womöglich unbewusst ethisch abgewertet, auch wenn das nicht beabsichtigt ist) fühlen und ihre Ernährung nicht anpassen wollen würden. Der eigene Nachwuchs ist zwar immer das Tollste und Wichtigste auf der Welt, aber die Lebensbedingungen für eben diesen oder die darauffolgende Generation dann doch eher unwichtig.
  • Von der (Un)Möglichkeit Bedürfnisse in 150 Jahren vorauszusehen

    12.06.2017, Sorusch
    Im Beitrag wurde gesagt, dass es unmöglich ist die Bedürfnisse der Zukunft vorauszusagen, dem widerspreche ich, weil sich einige Bedürfnisse glasklar aus dem Umstand ableiten, dass wir biologische Wesen dieser Form sind: wir müssen essen, trinken, schlafen, ausscheiden, atmen und brauchen einen Schutz vor den Elementen, ganz egal ob jetzt in 150 oder 2000 Jahren! Genau das sind auch die Dinge, von denen wir die Fähigkeiten haben sie für diese Zeit für alle Menschen zu planen. Alles weitere sind Annehmlichkeiten.

    Das heißt nicht, das wir aufgeben sollten uns in den Weltraum aufzumachen, sondern es lediglich um zehn Jahre nach hinten verschieben vllt sogar weniger, wenn wir früher fertig sind, denn was getan werden muss ist genauso klar und machbar: wir kommen als Planet zusammen und räumen erst mal den ganzen Müll auf, den wir als Menschheit produziert haben (vgl Beitrag 1 vorletzter Absatz), pflanzen überall wo Wälder abgeholzt worden sind wieder Bäume - vllt sogar Fruchtbäume um mehr Sachen zum Essen zu haben - und fürs Wasser nutzen wir das aquaponische Prinzip (vgl. Aquaponik) vllt sogar mit Pflanzen die für Kleidung benutzt werden können- und fertig! Der Rest nach dem initiellen Aufwand ist nur noch Wartung und Reparatur.

    Jetzt zum Wie. Wir sind 7,5 Milliarden Menschen auf diesem Planeten davon sind 21% zu jung oder zu alt (unter 15 und über 60) um eingeplant zu werden - außer sie wollen mitmachen - dann sind wir immer noch 5,8 Milliarden - und ich übertreibe jetzt - 0,8 Milliarden können nicht arbeiten und weitere 0,5 Milliarden werden gebraucht um alle mit Essen zu versorgen, dann blieben noch 4,5 Milliarden Menschen übrig, 1,5 pro Aufgabe - und jetzt untertreibe ich - jede/r Mensch kann pro Tag 10 Kilo Müll von Land oder Meer fischen, 20 qm Bäume pflanzen und 5 qm Wasseranlagen bauen. Jetzt können wir rechnen. das wären 15 Millionen Tonnen Müll, 3 Millionen qkm Wald und 750 Tausend qkm Wasseranlagen, auf ein Jahr bei drei Tagen frei pro Woche also 200 Arbeitstagen wären das 3 Milliarden Tonnen Müll, 600 Millionen qkm Wald und 150 Millionen qkm Wasseranlagen. Damit würde innerhalb von einem Jahr die Müllmengen von etwa 3 Jahren, die Waldrodung von 4600 Jahren (bei einer aktuell jährlichen Rodung von 130000qkm) nachgepflanzt und eine unbekannte Menge an ungereinigten Wasser wieder ungeschehen gemacht werden. Vermutlich wird nicht ganz so viel Wald gebraucht, dann können die Menschen zu den anderen Bereichen gehen(Vgl. für die Zahlen https://esa.un.org/unpd/wpp/DataQuery/ , https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article121373995/Die-Erde-steht-vor-ihrer-voelligen-Vermuellung.html , https://de.wikipedia.org/wiki/Entwaldung).

    Jetzt kommt sicherlich wieder die Frage: Mimimi und wer soll das bezahlen mimimi? Es braucht kein Geld, nichts in dieser Welt braucht Geld. Alles braucht nur Ressourcen und Arbeit oder wo Ressourcen produziert/gewonnen werden, nur Arbeit. Diejenigen, die arbeiten brauchen nur die biologischen Notwendigkeiten und Annehmlichkeiten für sich und ihre Familien, d.h. wenn diese bereit gestellt werden, steht nichts mehr im Weg diesen Planeten zu reparieren und danach können wir bedenkenlos in den Weltraum starten in dem sicheren Wissen, dass unser Heimatplanet sicher da ist, denn nirgendwo anders in direkter ereichbarer Nähe ist Leben so einfach möglich wie auf diesem unseren Heimatplaneten.


    Hier noch ein kleines Extra wie sich die Politik lösen lässt:
    das einzig gemeinsame, das die Menschheit braucht ist nur der uneingeschränkte Zugang, die uneingeschränkte Nutzung, das koordinierte Kümmern/Warten der Infrastruktur und Annehmlichkeiten und das diese zeitlich stabil ist, also sagen wir auch in 2000 Jahren ohne negativen Folgen weiter verwendet werden kann, nichts weiter.
    Alle Zusammenlebensregeln die darüber hinaus gehen sollten keine größere Reichweite haben als Dörfer oder Städte, weil sich keine größere Einigkeit erzielen lässt und auch gar nicht notwendig ist, weil das persönliche Miteinander sowieso nicht weiter reicht. Es gäbe nur drei globale Regeln:
    Kein Mensch und keine Gruppe darf einer anderen Person oder Gruppe den Zugang oder die Nutzung von Infrastruktur verwehren oder erschweren.
    Die Infrastruktur muss zeitlich stabil sein und immer mindestens die biologischen Notwendigkeiten abdecken.
    Kinder sind neue Menschen, deren Bedürfnisse außer den biologischen wir nicht voraussagen können und damit das einzige, was wir ihnen beibringen können, die Fähigkeit ist, für sich selbst zu entscheiden, falls sie das nicht schon längst haben.
    Das schöne daran wenn der Zugang und die Nutzung von Infrastruktur frei ist, ist, dass Lebensweisen und Furcht um die Existens nicht mehr miteinander verknüpft sind, sondern die Infrastrukur ist unabhängig von der persönlichen Lebensweise, es wird nur abwechselnd für die Infrastruktur und Annehmlichkeiten gearbeitet, sobald die getan ist, gibt es keine weiteren Pflichten mehr.
    Denn das Leben kann auch schön sein, wir sind die einzigen, die es uns schwer machen.
  • Fehlendes Denken

    12.06.2017, Paul Laudenberg
    "Marcus du Sautoy stellt im Video zudem eine weitere Frage: Geschieht in unserem Kopf denn so viel anderes, als dass das Gehirn beim Verstehen von Sprache einen Satz Regeln abarbeitet?"

    Aber sicher doch, denn im Gegensatz zu einer Algorithmenmaschine sind uns die Regeln bewusst. Die Frage selbst lässt sich kaum als ernsthafte bezeichnen. Es sei denn, sie dient zum Anlass, menschliche Qualitäten schärfer zu konturieren (generell von denkenden und fühlenden Lebewesen).
  • Ansprüche Katzenhalter vs Hundehalter

    12.06.2017, trappen
    "Zum anderen scheinen Katzeninteressenten sich aber
    im Gegensatz zu angehenden Hundebesitzern
    auch weniger stark von der Optik der Tiere leiten zu lassen.
    Stattdessen fokussieren sie sich eher auf Faktoren,
    die Rückschlüsse auf das Sozialverhalten der Samtpfoten erlauben. "

    Und selbst beim Sozialverhalten von Katzen könnten die Wissenschaftlicher meiner Meinung nach innerhalb einer Studie feststellen, das es eine spezifische Gruppe von Menschen gibt, die Katzen mit genanntem "Reibungsverhalten" bevorzugen, und eine andere signifikante Gruppe von Katzenhaltern, die auch darauf keinen Wert legen.

  • Dosenpfand als großes Problem?

    12.06.2017, Joachim Falken
    Das Einwegpfand ist sicherlich weder die effektivste noch die effizienteste Umweltschutzmaßnahme; erfunden wurde sie übrigens zur Steigerung der Mehrwegquote. Aber Sie könen die Dosen auch auch die (möglichst gelbe) Tonne werfen und sich mit dem "Bau von Flügeln" beschäftigen.
  • Falsch gelesen

    12.06.2017, Holger
    @Peter:
    Hier ging es um die negative Korrelation, die mit -0.2 (Korrelationskoeffizient) eindeutig zu messen ist. Das hat nichts mit einer absoluten Änderung von -0.2 IQ Punkten zu tun.
  • Gerade in der Umkehrphase

    12.06.2017, Rainer Michel, Hatten
    Die immer neuen Theorien und Erkenntnisse über den „Urknall“ faszinierten mich über Jahrzehnte. Die Idee, dass aus einer Singularität vor fast 14 Milliarden Jahren durch Expansion Raum, Zeit, Energie und damit auch Materie entstand, war irgendwie nachvollziehbar und harmonisch. Die Schwerkraft wird dafür sorgen, dass sich der Kosmos wieder zusammenzieht. Alles wird sich wieder gegenseitig aufheben und ein „Nichts“ ergeben.
    Die Wissenschaft fing damals an zu plausibilisieren und suchte krampfhaft nach der für den großen Kollaps notwendigen Menge an Materie. Für mich persönlich war das Ergebnis eines offenen Universums ohne Ende enttäuschend. Mein harmoniebedürftiges Ego sagte mir, es gab keinen Urknall; es muss umgekehrt sein: ein „Nichts“ ist implodiert und wir befinden uns gerade in der Umkehrphase. Die „dunkle“ Energie bringt uns zurück zum Nichts. Demzufolge gab es keinen Nullpunkt und keine Singularität. Die Implosionsphase stoppte vorher. Skeptisch beobachte ich die Entwicklung der immer komplizierter werdenden Expansionsmodelle, die die Urknalltheorie weiterhin stützen sollen. Ich bin kein Wissenschaftler, aber mein Bauchgefühl gibt den Autoren Recht: Wir sollten andere Modelle für die Anfänge des Alls in Betracht ziehen.
  • Ist die Absicht, steuerlich wirksame Abschreibungen auf die Anschaffungskosten von Robotern abzuschaffen?

    12.06.2017, Joachim Falken
    Im Unterschied zum Arbeitnehmer, der einen Teil seines Einkommens zur "Reproduktion" benötigt, und auch darauf Steuern und Sozialabgaben bezahlt, wird bei Roboter-Besitzer das Einkommen nach Abzug der Anschaffungs- und Instandhaltungskosten des Roboters besteuert, wobei das zu einem guten Teil über die Abschreibungen erfolgt. Wie aber soll man das von anderen Betriebsuasgaben abgrenzen? Wo endet das Werkzeug und die Fabrikausstattung, ab wann liegt ein Robotor vor, der steuerlich schlechter gestellt wäre?

    Ich fände es wichtiger, an die Primärverteilung zu denken. Hätten Kunden beispielsweise Informationen, wie hohe Provisionen bzw. Margen IT-Firmen wie Uber oder Hotelbuchungsseiten einbehalten, würden mehr Leute direkt beim Hotel buchen oder Taxifahrer direkt buchen. Dann bliebe auch mehr Geld bei den eigentlichen, menschlichen Leistungserbringern.