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Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 141

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Veganismus kann gesund sein ...

    04.08.2017, Uwe Richard
    aber bitte nicht ohne ärztliche Kontrolle, ist die (wenn auch etwas verbrämte) Quintessenz dieses Artikels, als auch die Ansicht meines Vorredners, Ralf.
    Ich persönlich esse, was mir schmeckt, und bin trotzdem gesund ;-)

    Das Thema betrifft unglaubliche zwei bis zehn Personen von 1000 (in Worten: eintausend), mehr nicht. In Relation zu dieser Zahl, wird meiner Meinung nach etwas zu viel Wind um das Thema gemacht.

    "Much ado about nothing" ist nicht zu Unrecht eine Kommödie.
  • Einiges stimmt nicht

    04.08.2017, Uwe Harrweg
    In dem Artikel ist einiges schlicht falsch.
    Zum Beispiel liefern moderne Windräder jeweils ca. 4 MW.
    Das wäre dann im Beispiel des Artikels ca. 9000 zusätzliche Windräder.
    Außerdem ist es nicht egal, wo die Energie erzeugt wird, lokal oder zentral.
    Der Verbrennungsmotor mit seinem katastrophalen Wirkungsgrad (ca.20%) sorgt für weit mehr schädliche Abgase bei geringerer Leistung als der Elektromotor (80%). Daran ändert auch die Tatsache wenig, wenn der Strom aus Kohlekraftwerken kommt. Das Aufladen an E-Säulen wird wohl in Zukunft auch
    viel einfacher sein können, wenn die Infrastruktur mit der von heutigen Tankstellen vergleichbar ist.
    kommt.
  • So ein Unsinn!

    04.08.2017, Kai Petzke
    Zum Glück habe ich selten so einen Unsinn in "Spektrum" gelesen, aber der Beitrag hier wird von den E-Auto-Gegnern leider so oft zitiert, dass echt nötig wäre, dass die falschen Zusammenhänge mal korrigiert werden! Je länger "Spektrum" das hier stehen lässt, desto peinlicher!

    WENN die Ladestationen 350 kW Leistung benötigen, DANN ist selbst ein Tesla Model S mit seiner 75-kWh-Batterie bereits nach 15 Minuten vollgeladen, unter der Annahme eines Ladungswirkungsgrads von 86 Prozent, der sicherlich realistisch ist. Die im folgenden im Artikel getroffene Annahme, dass die E-Auto-Fahrer ihre Batterie "alle zwei Tage eine halbe Stunde laden", würde also bedeuten, dass Tesla-Fahrer ihr Auto täglich voll laden. Und folglich auch täglich leer fahren. Also 300 Kilometer, so weit kommt der Tesla bei "normaler" Fahrweise mit voller Batterie locker. Täglich 300 Kilometer entspricht jährlich 110.000 Kilometer. Zehnmal mehr als der Durchschnittsfahrer fährt!

    Dass dann Ebert auf einen absurden Gesamtstromverbrauch aller E-Autos extrapoliert, ist folgerichtig. DIe Wahrheit liegt also bei einem Zehntel der genannten Werte, also 14 Kohlekraftwerken statt 140. Im Ausgleich für die zusätzlichen Kohlekraftwerke können wir dann übrigens zahlreiche Raffinerien schließen. Insgesamt blasen die Raffinerien Deutschlands jährlich 25 Mt CO2 in die Luft - so viel, wie drei große Steinkohlekraftwerke mit je 1 GW Leistung bei Dauerbetrieb zusammen.
  • Batterie "tanken" Redox-Flow-Batterien

    04.08.2017, Holger
    Man kann auch einfach eine volle Batterie "tanken" (Redox-Flow-Batterien).
    Damit hätte man das Problem des langen Aufladens gelöst.
    https://www.heise.de/autos/artikel/Die-Batterie-zum-Nachtanken-792513.html

    Zu der Umweltbilanz:
    Wenn man sagt, der Strom kommt nicht aus der Steckdose, ist das zwar richtig und natürlich stimmt es, dass wir viel Kohlestrom haben und damit das Elektroauto nicht CO2 neutral fährt, aber dann kommt das Benzin auch nicht aus dem Zapfhahn. Dass das Öl gefördert und aufbereitet werden muss wird oft in der Berechnung vergessen.
    Zu den langen "Tankzeiten" des Elektroautos:
    Hier gibt es die Überlegung, einfach das ?Elektrolyt? nachzutanken. Damit hätte man das Problem des langen Wartens gelöst.
    https://www.heise.de/autos/artikel/Die-Batterie-zum-Nachtanken-792513.html
  • So sehe ich dies ebenfalls

    04.08.2017, Perry25
    Bei uns sind es 35 Jahre. Allerdings habe ich - männlich - mich durch Yoga, Sport wirklich gesund gehalten.
  • Missbrauch immer möglich

    04.08.2017, Holger S.
    Es ist immer möglich Medizin zu misbrauchen. Das reicht von Schmerz - und Betäubungsmitteln bis Ritalin. Wenn wir die Möglichkeit haben, kranke Menschen vor der Geburt zu heilen, sollten wir dies nutzen.
  • Zusammenhang mit der indoeuropäischen Sprachfamilie

    04.08.2017, Andreas Meyer
    Mir scheint, ein wichtiger Bestandteil des Originalartikels ist in dieser Darstellung untergegangen: der "relativ geringe Einfluss seit der minoischen Zeit", der die Mykener von den Minoern unterscheidet, lässt sich auf eine Zuwanderung aus der pontischen Steppe zurückführen, von der vermutet wird, dass mit ihr die indoeuropäische Sprache - hier also die Frühform des heutigen Griechisch - ins Land kam. Die Auseinandersetzung darum, wie die indoeuropäischen Sprachen sich ausgebreitet haben, ist doch gerade besonders spannend und wird hoffentlich in der nächsten Zeit durch Entschlüsselung von immer mehr aDNA noch besser beleuchtet werden.
  • Die Politik will gar nicht dass...

    04.08.2017, Glaser
    Fakt ist, dass das ganze Theater nur veranstaltet wird, dass Benziner/Diesler verboten werden, dann kommt die Erkenntnis, dass das mit Elektro gar nicht in dem Masse geht und schon hat der Staat (die Ideologen der grün denkenden in allen Parteien) die Basis, um das Autofahren komplett zu verbieten.

    Städtefahrverbote werden nichts bringen, genauso wie die Umweltvignette nichts brachte (nachgewiesenermassen) aber die Ideologen boxen das durch in der Hoffnung, dass es dann keine Mobilität mehr braucht.
    Die Gesellschaft wurde 40 Jahre lang eingelullt, dass alle fast glauben, dass Mobilität etwas schlechtes ist und schon fast schlechte Gewissen haben.
    Aber die Rechnung geht nicht auf.
  • Das Wesentliche sehen

    04.08.2017, Ernst Sauerwein, München
    Man sollte die Frage, ob Viren leben, nicht überbewerten. Ich persönlich würde ebenfalls bei der bisherigen Sprachregelung bleiben. Wir müssen uns aber im Klaren sein, dass das Leben nicht auf einen Schlag begonnen hat, sondern in einem Prozess. Und an diesem Prozess waren Viren maßgeblich beteiligt. Vielleicht nimmt, wenn man an die Anfänge zurückgeht, der Unterschied zwischen Viren und zellulären Organismen immer weiter ab. Das würde sich decken mit der Auffassung, dass in den Anfängen der laterale/horizontale Gentransfer eine mindestens ebenso große Rolle spielte wie der vertikale (Vererbung). Und der laterale Gentransfer kann durch Viren vermittelt werden.

    Wesentlich wichtiger scheinen die beiden Hypothese von "Out-of-Virus" zu sein:

    (1) Eukaryonten stammen von Archaeen ab (moderne Version der Eocyten-Theorie):
    Bei der Entstehung der Eukaryonten waren neben Alphaproteobakterien (->Mitochondrien) Riesenviren beteiligt (->Zellkern)
    Ob man jetzt wie Tom Cavalier-Smith ein Taxon Neomura (Archeaeen+Eukaryonten) einführen will oder die Eukaryonten gleich bei den Archaeen eingliedert (nahe "Asgard"-Gruppe), so wie man heute taxonomisch die Vögel bei den Dinos (Theropoden) eingliedert, wird sich zeigen.

    (2) Bakterien einerseits und Archaeen+Eukaryonten andererseits haben unabhängig voneinander die Fähigkeit zur Speicherung der Erbinformation in DNA erworben, und zwar jeweils von Viren. Das passt zur Vorstellung, dass Ribosomen der primordialen zellulären Organismen ursprünglich (in der RNA-Welt) selbstreplizierende Systeme waren (also die Erbinformation!), erst später zur Leistungsverbesserung Proteinsynthese betrieben (zu dieser Zeit Evolution/Optimierung des genetischen Codes). Mit den Viren kam dann die Speicherung der Erbinformation in DNA ('vererbt' auf die zellulären Organismen - zweimal!) und den Ribosomen blieb ihre heutige Aufgabe.

    Das sind zwei 'steile' Hypothesen, freilich.
    Aber wenn sich das alles bewahrheiten sollte, würde vieles was jetzt noch im Dunkeln liegt, beleuchtet und die Entstehungsgeschichte des Lebens endlich in weiten Teilen klar.
  • Jüngere Partner machen glücklich!

    04.08.2017, Asuki
    Stimmt! Bei uns beträgt der Altersunterschied 33 Jahre. Wir sind seit 14 Jahren glücklich. Tag für Tag und Nacht für Nacht. Zur Nachahmung empfohlen!
  • Mir fehlt die Zukunftsorientierung in de Diskussion

    04.08.2017, Stephan Goldmann
    Leider fehlen mir auch folgende Aspekte:
    - Gibt es Diesel/Benzin umsonst? Nein? Also zahlen wir doch auch da eine Rechnung, nicht wahr?
    - Gibt es Diesel/Benzin unendlich? Nein? Dann wird mit zunehmender Ressourcenknappheit der Preis sogar noch steigen, nicht wahr?
    - Potential: Der Verbrennungsmotor ist auf das Verbrennen festgelegt. Hier werden im Augenblick fossile Brennstoffe (Öl, Gas) benötigt. Wasserstoff wurde kurz diskutiert. Welche Alternativen gibt es also statt oder für Verbrenner noch?
    - Elektrizität kann hingegen aus vielen Quellen erzeugt werden. Nehmen wir an, dass wir es tatsächlich schaffen die Kernfusion als Energiequelle zu erschließen. Wäre dann der Mix aus Wasser, Wind und Kernfusion nicht eine wesentlich interessantere Möglichkeit?

    Ganz konkret: Haben wir den überhaupt auf die nächsten 50 bis 100 Jahre gesehen eine Wahl, müssen wir nicht auf E-Mobilität setzen? Oder sind unsere fossilen Brennstoffe unendlich?
  • Oh 140 neue Kraftwerke?

    04.08.2017, Uwe Sengewald
    Das im Artikel genutzten Beispiel hoert sich jetzt echt erschreckend an, 140 neue Kraftwerke.
    Was ich viel erschreckender finde ist die Tatsache das der Autor davon ausgeht das jedes einzelne der 60Millionen Autos am Tag 500km bewegt wird, also ueber 200000km pro Jahr oder mind. 5 Stunden jeden Tag.
    Ein Volk von Taxi- und LKW-Fahrern.
    Nein, in so einer Welt will ich ganz bestimmt nicht leben.

    Mit realistischen Zahlen gerechnet erhöht sich unser Gesamtenergiebedarf um noch nicht mal 10% wenn alle Autos auf Elektro umgestellt wuerden.
  • Keine Sorge,...

    04.08.2017, Bitbändiger
    diese "Riesentsunamis" durch Gletscherabbrüche sind nur ein vorübergehendes Phänomen. Sie hören schlagartig auf, wenn das Inlandeis abgeschmolzen und Grönland von Ananasplantagen bedeckt ist.

    Vertrauen Sie einfach dem segensreichen Wirken genialer Politprofis, von Trump bis Dobrindt.
  • Desigenerbaby

    03.08.2017, David M.
    „Die Ergebnisse deuten also nicht nur darauf hin, dass Keimbahnmanipulation in Zukunft beim Menschen möglich ist, sondern auch darauf, dass diese Möglichkeit zuerst in sehr spezifischen Situationen funktionieren wird: wenn eben eine erbliche Erkrankung von einer fehlerhaften Genvariante auf einem Chromosom ausgeht. Dann nämlich steht ein gesundes Gegenstück des Gens zur Verfügung, das als Vorlage für die Reparatur dient.“

    Oder das entfernte Stück ist nicht krank, sondern das Gegenstück ist einfach besser. Das beschränkt die über die Krankheitsbekämpfung hinausgehende Manipulation zwar, schließt sie aber nicht aus.
  • Plädoyer für den Konstruktivismus

    03.08.2017, Dipl. Ing. Hauk Alfred
    Wenn man wie Esfeld alle „Konstruktivismen“ in einen Topf wirft, dann handelt er wie ein Koch, der unverträgliche Zutaten mischt, feststellt, dass sein Gericht nicht schmeckt, und dann alle Zutaten statt seine eigene Komposition verwirft.
    Wenn man über „Konstruktivismus“ urteilt, sollte man schon so fair sein und nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
    Für mich ist es unverständlich, dass Esfeld konsequent die Erkenntnisse der Hirnforschung in den letzten Jahrzehnten ignoriert. Tut man das nämlich nicht, dann ist sein Satz „Die Naturwissenschaft beschreibt die Welt im Wesentlichen so, wie sie ist“ geradezu eine Absurdität.
    Unser Gehirn konstruiert eine innere Welt (Gerhard Roth nennt sie „Wirklichkeit“ im Gegensatz zur äußeren „Realität“), die mit der Realität etwa so viel zu tun hat wie die Gestalt des Icons am Bildschirm mit dem zugehörigen Programm.
    Wir werden daher die „Realität“ niemals „erkennen“ können und zwar aus dem gleichen Grund, aus dem eine Ameise oder eine Maus die Realität niemals erkennen wird können. Was wir letztlich tun, ist nichts anderes, als die Metaphern unserer inneren „Mittelwelt“ auf die Mikro- und Makrowelt auszudehnen (Beispiel: Quanten = Teilchen) und damit zu versuchen, einen Zufallstreffer zu landen oder auf einen nicht zu übersehenden Wink der Realität zu stoßen (Beispiele: die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit; die Existenz diskreter Spektren; die Verschränkung von Quanten).
    Für den Wissenschafts-Alltag ist es völlig egal, ob man Realist oder Konstruktivist ist. Der konstruktivistische Standpunkt ist allerdings solider und vielleicht in der Zukunft, wenn wir mehr über die Funktion unseres Gehirns wissen werden, sogar erkenntnistheoretisch vorteilhaft.
    Stellungnahme der Redaktion

    In der Kürze des Artikels konnte ich auf den Konstruktivismus nur pauschal eingehen und nicht zwischen verschiedenen Varianten unterscheiden. Zur Hirnforschung möchte ich aber darauf hinweisen, dass diese, was die verwendeten Theorien betrifft, angewandte klassische Physik ist (klassische Mechanik und klassische Elektrodynamik). Man kann also nicht Realist in Bezug auf die Hirnforschung sein, ohne auch Realist in Bezug auf die Physik zu sein, die dieser Forschung zu Grunde liegt.


    Michael Esfeld