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Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 68

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  • W-LAN ist nicht iosierende Strahlung und kann so nicht direkt verglichen werden

    12.12.2017, devnull
    Wie viel das Uranerz auf die Waage bringt weiss ich nicht.
  • Strohmann

    12.12.2017, Bernd Greune
    Nichtlineare Systeme neigen nicht unbedingt zu Entropie. Das war aber schon länger klar. Es ginge jetzt darum zu entscheiden, ob wir weiter zusehen wollen, dass es so weiter geht, oder ob wir etwas gegen den Trend unternehmen wollen (man könnte entsprechende Steuern und auch Beihilfen problemlos einführen). Das ist allerdings eine politische Frage. Und hat somit mit Mathematik eher weinger zu tun.
    Mich wundert nur, dass Vince Ebert sich so naiv gibt.
  • genau darum

    11.12.2017, sTan..
    Das ist doch genau das Argument der Linken, dass "die Reichen immer reicher werden", sobald einmal die Simulation in Schwung gekommen ist. ....und widerlegt die Konservativen mit Ihrer "Wer arm ist muss sich nur härter anstrengen" - Logik.

    "Der Teufel scheißt auf den größten Haufen", physikalisch ein fundamentales Prinzip. Masse zieht Masse an, Gravitation, Evolution, Urbanisierung und vieles vieles mehr beruhen auf einem ähnlichen Prinzip.

    Wenn ich 100% meines Einkommens zum Überleben ausgeben muss, kann ich keine Aktiengeschäfte mehr machen um möglicherweise reich zu werden um nicht mehr 100 % meines Einkommen zum Überleben ausgeben zu müssen. Es ist ein Privileg reich zu sein und funktioniert eben so wie Priviliegen funktionieren.

    Neu ist das nicht. Aber SCHÖN, dass die Physik (und jetzt auch Herr Ebert) das auch so sehen können: von allein ändert sich solch ein System eben nicht. Punkt.

    Da Marxismus als Gegenentwurf zum (Neo)Liberalismus auch nicht funktioniert hat, bleibt nur ein zwischen Ding. Entweder der beständige künstliche Eingriff in den Liberalismus (soziale Marktwirtschaft) oder beständige liberale Bemühungen in einer Planwirtschaft (China).
    Und (oh Wunder!) das haben sich auch die Gründer der BRD vor fast 70 Jahren schon gewußt und sowas wie Kartellgesetz, progressive Steuer, Vermögenssteuer etc. ersonnen.
    Leider waren nicht nur diese Maßnahmen nicht ausreichend, sie wurden (insbesondere in den letzten 20 Jahren) noch weiter ausgehöhlt und trieben somit die Schere noch schneller auseinander.

    Die Linken fordern an dieser Stelle eine Umkehr, einen Ausgleich oder Ähnliches, eben weil das System sich nicht von selbst stabilisiert.
    Wenn wir darauf nicht hören wollen müssen wir nur wieder in die Physik schauen um zu verstehen, was passiert? Jedes System was nicht stabil ist explodiert oder implodiert/zerfällt. Immer!
    In die Historie der Länder übersetzt: Krieg oder Revolution oder feindliche Übernahme ..... Was wird es wohl diesmal sein?

    Wann werden wir Menschen begreifen, dass ein stabiles System (ein stabiler Staat) ein Act von Balance ist, der ständiger Arbeit bedarf, mal auf der einen Seite mal auf der andren Seite. Beide Seiten haben recht! Aber immer ist eine davon die Unterlegene und muss gefördert werden, bis es andersrum ausschaut.
  • Oktober war nicht der Monat des schwarzen Humors

    11.12.2017, J. G. Brecht
    und so sind dann auch die Kommentare ausgefallen.

    Vince Ebert liegt allenfalls in _einem_ Punkt ein kleines bisschen schief: Der Altersgang ist bei Herz-Kreislauf-Krankheiten noch um einiges deutlicher als bei Neubildungen. Beim internationalen Vergleich von Todesursachen stellt man deswegen regelmäßig fest, dass die "gesündesten" Länder die höchste Herz-Kreislauf-Mortalität aufweisen. Krebs kommt erst danach. Vielleicht denken Sie dran, wenn Sie den nächsten Destatis-Bericht zur Todesursachenstatistik lesen.

    Bitte weitermachen, Herr Ebert!
  • "ein Grund ..., der Ungleichheit nicht mehr entgegen wirken zu wollen"

    11.12.2017, Hans-Jürgen Steffens
    Die Einwände haben sicher was.

    Denn die Ergebnisse an sich konstituieren keinen normativen Grund, Gleichheit nicht dennoch als gesellschaftliches Ziel zu formulieren. (Ansonsten verfiele man - so nennt man es m.W - einem naturalistischen Fehlschluss, nämlich aus dem Sein mehr oder weniger direkt das Sollen zu folgern.)

    Die Ergebnisse zeigen aber, wie hoffnungslos es ist, dieses Ziel der Gleichheit erreichen zu wollen. Es zu propagieren, bedeutet also laufende Frustration aufgrund der zwangsläufigen Misserfolge, und in der Folge immer härtere Manahmen bis hin zu den Methoden eines Pol Pot. Unerreichbare Ziel haben in der Politik nichts verloren. (Sorry, aber in dem Zusammenhang muss ich reflexhaft an die Energiewende denken...) Auch wenn das Sein demnach nicht direkt zum Sollen führt, so können wir dem Sein doch nichttriviale Rahmenbedingungen für vernünftiges Sollen entnehmen.
    Dafür sind die Computersimulationen ein substanzieller erster Schritt.

    Letztlich unterliegen unsere Gleichheitsmatadoren darüber hinaus aber auch dem Irrtum, dass die Interessen, die Ziel und Wünsche unterschiedlicher Menschen hinreichend kohärent seien. Sind sie aber nicht.

    Um es mit Dahrendorf zu formulieren (kennt man den heute eigentlich noch?):
    "Nicht Ungleichheit ist zu begründen sondern Gleichheit". Der Standardpolititiker sieht es meist umgekehrt.

    Was tun?

    Sich daran zu gewöhnen, Ungleichheit auszuhalten (meinetwegen wie ein kalte Dusche). Letztlich ist auch Gerechtigkeit etwas, das zum großen Teil via Gewohnheit kalibriert wurde und wird.

    MfG H.-J. S.
  • Darf man Malaria ausrotten, um Menschenleben zu retten?

    11.12.2017, Jörn Jaenecke
    Sind Plasmodien vom Artenschutz ausgenommen?
  • Supraflüssigkeit

    11.12.2017, Rudi Knoth
    Ich kann mich erinnern, dass flüssiges Helium schon in den Experimenten von Kammerling Onnes 1911 entdeckt wurde.
  • Verborgene Voraussetzungen

    11.12.2017, Konrad Lehmann
    Herrn Eberts Überlegungen darüber, wie die gesellschaftliche Verteilung von Reichtum funktioniert (oder eben nicht), kranken - ebenso wie die referierte Publikation - an einem Fehler, den gerade Liberale (ich schätze, dass Herr Ebert nicht allzu beleidigt sein wird, wenn ich ihn dazu zähle) häufig machen: Sie halten gewisse gesellschaftliche Übereinkünfte für naturgegeben und kommen daher gar nicht auf die Idee, sie zu hinterfragen. Und mehr noch: Wenn sie dann jemand hinterfragt, dann halten sie DAS wiederum für einen bösen, bösen staatlichen Eingriff in das natürliche Spiel der Kräfte. (s.a. hier: https://derschwarzekater.wordpress.com/2017/05/31/versteckte-regeln/)

    Konkret meine ich hier zwei Übereinkünfte:
    1. Eigentum an Boden und Bodenschätzen. Philosophen und kluge Ökonomen (ja, die gibt es) sind sich einig: Eigentum kann eigentlich nur das sein, was von Menschen erzeugt wurde und durch Arbeit vermehrbar ist. Boden aber ist weder noch; er wurde nur von irgendwem (meist gewaltsam) zuerst besetzt. Und damit schöpft der Eigentümer den bisweilen beträchtlichen Ertrag (Bodenrente) ab, den der Grundbesitz ganz ohne sein Zutun abwirft. Ich sage nur: München.
    2. Zwingend einen positiven Zins tragendes Geld. Wer solches Geld hat (und fast alles Geld, das wir kennen, ist so), der kann Zinszahlungen verlangen, wenn er es verleiht. Sie ihm die zu niedrig, dann verleiht er halt nicht. Die eingenommenen Zinsen kann er wieder verleihen - und schon haben wir eine Zinseszinsfunktion. Herr Ebert als Physiker dürfte auf den ersten Blick sehen, was das bedeutet: eine Exponentialfunktion, die von ganz allein die Dynamik entfaltet, denen, die schon haben, noch mehr zu geben. Nicht "auf magische Art und Weise", wie er schreibt, sondern auf mathematische.

    Man könnte die Bodenverteilung und das Geld anders organisieren. Freier.
  • Und die Dichteverteilung der Supraflüssigkeit?

    11.12.2017, Albrecht Giese
    Um die Rotationskurven von Galaxien zu erklären, muss die Dunkle Materie, wie immer sie realisiert ist, eine Dichteverteilung von 1/r^2 besitzen. Warum sollte die Supraflüssigkeit so verteilt sein? Da sehe ich noch keine Erklärung.

    Generell haben alle bisherigen Teilchenmodelle für Dunkle Materie dieses Manko, dass diese notwendige Verteilung nicht erklärt wird. Es gibt aber zwei Teilchenarten, die dieses ganz natürlich leisten: Die Neutrinos und die Photonen. Diese erfüllen also wenigstens diesen Aspekt.

    Wenn man jetzt einmal kritsch überlegt, warum eigentlich Masse in der Gravitation die zentrale Rolle spielt, dann könnte man einer Lösung ganz nah sein. Der alte Ansatz stammt ja von Newton und war damals plausibel. Einstein hat ihn ohne weitere Frage einfach übernommen. Aber nun mal ein neuer Ansatz: Jedes Elementarteilchen leiste den gleichen Beitrag zum Gravitationsfeld.

    Gibt es ein physikalisches Experiment, welches diesem Ansatz widerspricht? - Ich kenne keines. Die Rotationskurven der Galaxien werden dagegen perfekt erklärt.
  • Glied der Nahrungskette

    11.12.2017, Ralph Fischer
    Moskitos sind ein Glied der Nahrungskette, auf das andere Tiere angewiesen sind.

    Menschen hingegen geben nichts, aber auch wirklich gar nichts an die Natur zurück. Bis auf etwas Blut, das von Moskitos abgesaugt wird.

    So lästig sie auch sind, so erfüllen Moskitos doch eine wichtige Funktion darin, die Menschheit an der Erhaltung der Arten zu beteiligen.
  • Zeitliche Entwicklung

    11.12.2017, Uwe Engmann
    Die Frage stellt sich, ab welchem Zeitpunkt in der Entwicklung des frühen Universums die Bedingungen für die Entstehung einer Supraflüssigkeit gegeben waren. Erst ab dann kann sich der Supraflüssigkeitszustand auf die Galaxienbildung ausgewirkt haben. Die Störungen im thermischen Gleichgewicht, die ja letztlich die Saat der Galaxienbildung waren, wurden ja bereits während der Inflation eingefroren, und auch nach der Inflation war das Universum wohl noch sehr lang zu warm für die Bildung einer Supraflüssigkeit.
  • Das war ein bisschen zu sehr am Thema vorbei

    10.12.2017, Joachim Durchholz
    Z.B. dass manche platonischen Körper sogar eher ungeeignet sind - das Tetraeder rollt sehr schlecht, das Ikosaeder fast schon zu gut.
    Und dass nichtplatonische Körper gut geeignet sind, wenn sie bestimmte Eigenschaften erfüllen - Dreißigflächner kriegt man gelegentlich in die Finger, und Zehnflächner sind sogar Standardausstattung bei D&D (und etlichen anderen Rollenspielen).
    Man hätte auch einen Abstecher zu den Würfelkreiseln machen können (http://www.institut-fuer-kreiselforschung.de/wuerfel/), die prinzipiell beliebig viele Seiten haben können.

    So war der Artikel weder so noch so besonders interessant:
    Als Mathematik nicht, weil die platonischen Körper schon in der Wikipedia ausführlicher behandelt werden.
    Zur Technik des Würfelns hat er gerade mal die Oberfläche angekratzt.
    Schade.
  • @Reika

    10.12.2017, Thomas Hilleke
    Sie haben im Prinzip nicht unrecht. Jedoch sollten Sie bedenken, dass die Verbreitung des Menschen relativ natürlich von statten ging.
    Wo Landbrücken entstanden, wurden sie genutzt. Sicherlich gibt es auch Ausnahmen wie z.B. die Polynesier, die vor 5-6000 Jahren als geschickte Seefahrer abgelegene Inseln besiedelten. Dort gab es keine „natürliche“ Besiedlung.
    Ansonsten ist die menschliche Verbreitung wie bei jeder anderen Spezies zuvor auch.
    Als Beispiele:
    Die Terrorvögel, die von Süd- nach Nordamerika kamen.
    Die Säbelzahntiger von Nord- nach Südamerika.
    Wölfe, Bären, Pferde usw über die Beringstraße (Beringia-als letztes vor ca 10000 Jahren) dabei wurden andere Tierarten ausgerottet und verdrängt.
    Es gibt zahllose Beispiele und es ist der Lauf der Natur seit Beginn an.

    Was jedoch unnatürlich ist, Tiere aus Spaß oder für einen Nutzen von a nach b zu bringen und in einem atemberaubenden Tempo. In kurzer Zeit können die größten Entfernungen überwunden werden.
    So wurde Tiere verbreitet, die sonst keine Möglichkeit haben, diese Strecken zu überbrücken.
    Z.b Als Haustiere (die in der Natur „entsorgt“ werden), durch Handel (Schlangen auf Guam), Entdeckereifer (Ratten und Mäuse auf Inseln) oder zur landwirtschaftlichen/kommerziellen Nutzung (Schweine/Kaninchen als Nahrung oder Pelztiere für Farmen)
    Hier ist die Globalisierung und die Einstellung vieler Menschen schuld am Tod vieler Arten. Ebenso wie die steigende Anzahl...
  • Konvex?

    10.12.2017, Rainer aus dem Spring
    Für die Gültigkeit des Satzes ist die Konvexität keinesfalls erforderlich.

    Es genügt, daß der Körper einfach zusammenhängend ist. Laienhaft ausgedrückt heißt das, daß er keine Löcher hat wie z.B. ein Torus.

    Daß diese fünf Platonischen Körper existieren, ist übrigens weit schwerer zu zeigen als, daß es höchstens 5 gibt.
  • Eines bleibt unberücksichtigt

    10.12.2017, Andreas K.
    Die Probanden der Computersimulation starteten alle mit den selben Voraussetzungen.
    Die Wirklichkeit sieht anders aus: hier werden die Probanden die bereits mehr Geld also mehr Einfluss haben, dieses Plus so verwenden, dass sie diesen Vorteil mehren und behalten.
    Man könnte natürlich sagen: wir verteilen den vorhandenen Reichtum gerecht und zu gleichen Teilen an die Weltbevölkerung. Und schauen was dann passiert.