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Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 67

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  • Allgemeines Lebensrisiko

    13.12.2017, WolfgangL.
    @K. Hasler:
    Es gibt etwas, das nennt man allgemeines Lebensrisiko.
    Damit ist gemeint, dass man nicht jedes Restrisiko ausschließen kann. Und deshalb jeder Mensch mit diesem Restrisiko leben muss.
    Beispiele dafür?
    In Deutschland stehen 27.270 Windenergieanlagen. Jetzt könnte theoretisch eine WEA trotz aller Genehmigungsauflagen und baustatischen Prüfungen doch mal umfallen. Bei den 27.270 Anlagen ist das tatsächlich auch schon mal passiert. Das sind meist kleine alte Anlagen die nicht so gründlich getestet worden sind.
    Dann könnte natürlich bei solch praktisch möglichem Fall auch noch ein Mensch in der Nähe der WEA sein. Die WEA stehen wohlgemerkt meist mehrere hundert Meter von der nächsten Wohnbebauung entfernt. Es halten sich also eher selten Menschen darunter auf. Dann muss der Mensch aber noch genau in der Fallrichtung der WEA stehen. Und es auch nicht bemerken, dass die WEA fällt. Denn die liegt auch nicht von einer Sekunde auf die andere.
    Aber soll jetzt diese rein theoretische Möglichkeit dazu führen dass diese Technologie aufgegeben wird? Nachdem man technisch alles Sinnvolle getan hat um das zu verhindern?
    Wohlgemerkt ist seit Beginn der Energiewende noch kein Mensch von einer WEA erschlagen worden.

    Ich denke mit einem gewissen Restrisiko werden wir immer leben müssen. Und ich kann mit diesem extrem unwahrscheinlichen Szenario, was Sie geschildert haben, sehr gut leben. Vor allem da Wasserstoff extrem flüchtig ist und selbst in Ihrem Szenario der allergrößte Teil des freigesetzten H² nicht an der Knallgasreaktion beteiligt sein wird. Wenn diese denn überhaupt stattfindet. Denn Ohne einen Funken explodiert auch kein Knallgas.
    Übrigens ist auch die Hindenburg nicht Explodiert, sondern recht gemächlich abgebrannt. Von den 97 Personen Besatzung starben "nur" 35. Etliche davon nicht durch verbrennen sondern durch den Sprung aus dem Zeppelin.

    Vor allem wenn es um das Thema Mobilität geht bei dem im Jahr ca. 3.300 Menschen sterben. Bei diesen traurigen echten Dimensionen wirkt Ihre Warnung (Ich bitte Sie dies jetzt nicht persönlich zu nehmen) schon ein wenig lächerlich.
    Und wenn Sie jetzt noch die Toten und Kranken berücksichtigen die durch verschmutzte Luft an Asthma oder Lungenkrebs sterben, könnten wir uns ruhig ein paar Tote im Jahr durch Knallgasreaktionen leisten und es wäre immer noch ein Gewinn diese Technologie auf der Straße zu haben.

    Das Schreckgespenst Knallgas wird in Bezug auf Brennstoffzellenautos maßlos überschätzt. Etwas ganz anderes wäre es wenn solche Unfälle in geschlossenen Räumen stattfinden würden. Aber auf Autobahnen mache ich mir da keine Sorgen.
  • Ein Schritt vor, einer zurück

    13.12.2017, FDBäh
    "Mit dem GLC F‑Cell, einem klobigen SUV, will Daimler sein erstes Serienauto mit Brennstoffzellenantrieb auf den Markt bringen."

    Da fahre ich doch lieber einen benzingetriebenen, gut ausgestatteten Kleinwagen.
  • Wasserstoff vs Benzin

    13.12.2017, Maximilian Glanz
    Ja, Wasserstoff ist gefährlich und jeder weiß, was eine Knallgasreaktion ist. Wasser stoff ist aber Kinderfasching im Vergleich zu Benzin. Reißt im Sommer bei einem Unfall der Benzintank (was gottseidank selten vorkommt), verteilt sich das Benzin auf dem heißen Asphalt und verdunstet. Wenn dann ein Funken dazu kommt, hat man das, was man militärisch auch als Aerosolbombe - die explosionssärkste nichtnukleare Waffe - einsetzt. Aus einem gerissenen Wasserstofftank entweicht das Gas und fackelt mit dem Umgebungssauerstoff gleich ab, bevor sich hochvolumige Gemische bilden können.

    Terroristen können also mit dem derzeitigen "Material" bereits mehr anfangen, als mit dem neuen.
  • Ineffizienz

    13.12.2017, U. Bechtel
    Die Ineffizienz des Wasserstoff-Brennstoffzellenantriebs wird im Artikel kurz angesprochen. Der Vergleich zwischen dem Toyota Mirai und batterielektrischen Autos macht das noch deutlicher:
    Ein Toyota Mirai mit Wasserstoff-Brennstoffzelle verbraucht ca. 1 kg Wasserstoff auf 100 km. Bei der Erzeugung und Druckspeicherung von 1 kg Wasserstoff werden über 60 kWh Strom verbraucht. (Die Erzeugung braucht 4,9 kWh pro m3 bei Normaldruck, 11,9 m3 Wasserstoff sind bei Normaldruck 1 kg, macht 58,3 kWh pro kg. Die Komprimierung auf 700 bar kostet zusätzlich 12 % des Energiegehaltes, also ca. 4 kWh pro kg. Zusammen also 62 kWh.)
    Zum Vergleich, das größere Tesla Model S verbraucht unter 20 kWh, ein etwas kleinerer Hyundai ioniq sogar deutlich unter 15 kWh.

    Die Aussage, dass 600 km Reichweite im Gegensatz zum batterieelektrischen Fahrzeug möglich wären, stimmt übrigens so nicht. Das Tesla Model S gibt es mit einer Normreichweite von bis zu 635 km. Da bleibt trotzdem noch Platz für fünf bis sieben Sitze und zwei Kofferräume. Der Toyota Miray kommt auf unter 500 km Reichweite, bietet aber nur vier Sitze und einen kleinen Kofferraum ohne die Möglichkeit, diesen durch herunterklappen der Rücksitze zu erweitern. Die Wasserstofftanks und die Brennstoffzelle brauchen durch ihre Größe und Form sehr viel mehr Platz, als Batterien. Für über 600 km Reichweite müsste noch ein weiterer Wasserstofftank eingebaut werden.
  • Aber

    13.12.2017, Onkel Hotte
    es heisst doch, wenn sich der Durst meldet, ist es schon zu spät, also das man schon eher hätte trinken sollen ?!
    Oder ist das eine "urban legend" ?
  • DM existiert nicht

    13.12.2017, DuMonde
    Die Purzelbäume die zur Erklärung geschlagen werden sollen, werden immer skurriler... (polemsich z.B. von Alexander Unzicker beschrieben in »Vom Urknall zum Durchknall«)
    Mittlerweile erscheint da sogar die alternative MOND-Hypothese einer (geringfügig) modifizierten Graviatation plausibler.

    Mit diesen Verrenkungen aber – das lehrt die Wissenschaftsgeschichte – steht die Lösung wohl bald vor der Tür. Ganz sicher nicht als Superfluid, sondern als fundamentaler Paradigmenwechsel. Analog dem Wechsel zum heliozentrischen Weltbild, der die bis dato Schleifchen drehenden Planeten (Epizykeltheorie) auf elegante Weise neu betrachtete und die vorher notwendigen Hilfskonstrukte – nichts anderes ist die sogenannte "Dunkle Materie" – überflüssig machte.
  • Rechen wäre bei allen Mobilitäts-Phantasien mal angebracht!

    13.12.2017, Fred Meier
    Der heutige Massenindividualverkehr lebt von 2 Säulen. A) Von Jahrzehnte bis Heute "geschenkter" Energie (fossil) die wir nur aufsammeln & ein wenig zubereiten müssen & und von einer in ca 100 Jahren & durch 2 Weltkriege massiv geförderte Infrastruktur die über ca 100 Jahre wachsen konnte!
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    Wir befördern in der Rehel 80-100Kg Nutzlast in 1.000Kg Verpackung mit 100Km/h über 100Km mit 5L-Treibstoff also für ca 7.50€ (vereinfacht gesagt) Betriebsstoffanteil. Die BWL Vollkostenrechnung wird massiv schlechter. Wenn wir VWL Vollkostenrechnung dafür aufstellen, ist diese Massenmobilität trotz alles Synergien wie Großserie usw. UNBEZAHLBAR & Verschwendung. Es gibt kein uneffizienteres, verschwenderisches Verkehrsmittel, auf Kg pro Km gerechnet, als den PKW.
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    -Fossile Brennstoffe sind endlich & belasten unsere Umwelt, sprich unsere Lebensgrundlage.

    -Der fossil betriebene Individualverkehr hat eine Massierung erreicht, die schon lange im Bereich abnehmender Grenznutzen spielt! Treibstoff, Flächenverbrauch für ruhenden&fließenden Verkehr, Instandhaltung von Infrastruktur & Gerät, Tempo im Ballungsraum usw.
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    Jetzt anzunehmen das das Auswechseln des Antriebsstranges die o.a. nur angerissenen Probleme beseitigt ist mehr als Kurzsichtig.
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    Den Treibstoff nicht mehr "ernten" (aufsammeln) sondern herstellen (ja umwandeln) zu müssen, wird den massiv, um ca. Faktor 10 verteuern. Die nicht bestehende Verteilungsinfrastruktur gleich ob Strom oder H¹ noch nicht eingerechnet.
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    Die Umsteuerphase müsste schnell ca- 10-20 Jahre laufen, bis dahin 50,1% neue Fahrzeuge, in ca 30-40 Jahren abgeschlossen sein. WELTWEIT!
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    Damit würde keon anderes Problem des Massenindividualverkehrs außer dem Antrieb gelöst, der große Rest, Fläche, Kosten usw. bleibt.
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    Im/um den Ballungsraum ist solch ein Verkehrskonzept obsolet! Dort sind als individuelle Zubringer&Verteiler zu Massenverkehrsmitteln (ÖPNV usw) Klein- &Kleinstfahrzeuge & für Kurzstrecke notwendig & bezahlbar. In der Fläche hat "Individualverkehr heutiger Prägung" wohl noch eine längere Lebensdauer, wird aber mMn. auch dort durch alternativen (Rufbus, Sammeltaxi usw) austerben!
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    Fazit: wenn wir vor einem Umbruch stehen der uns mehrere 1.000 Millarden kosten wird, dessen Erfolg alles andere als sicher scheint, der die alten Probleme nicht mit löst....
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    Ist es nicht dann sinnvoller, das Geld in eine sinnvolle Infrastruktur für alle (BUS,BAHN usw) zu stecken, die nicht nur viele der Verkehrsprobleme des Balungsraums lösen kann, deren Betrieb, bei sinnvollem Ausbau VWL mäßig weit billiger& langfristiger wäre als der jetzt schon an der Wand stehende Massenindividualverkehr.
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    Umsteuern müssen wir, Viel Geld in die Hand nehmen auch, aber warum das in Risikooptionen stecken, wenn eine solide, langfristige Grundversorgung mit gutem Standard mit den heutigen Straßenbaumittel, bei Umschichtung erfolgen könnte, und langfristig als die einfachste Perspektive erscheint.
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    Soll sich ein alternativer Antrieb im freien Kräftespiel durchsetzen, (wie das Auto in ca 100ahren) öffentliche Mittel gehören in öffentlichen Investitionen & das kann nur öffentlicher Verkehr sein. (Aber bitte nicht a la BER/S21 sondern von unabhängigen Fachleuten diskutiert & überwacht)
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    E &H¹ Autos (als Individualverkehrsmittel) sind noch mehr Verschwendung als der >200Ps/> 2t/> 250Km/h Panzer für 60-80Kg Nutzlast auf einer Wegstrecken von <= 15Km (das sind > 50% der in DE genutzten Verkehrsleistungen)
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    Rational sind die eine Sackgasse, da wir ohne das "Zwischenlager" Edröl Energiepreise haben werden, die solch eine Verschwendung lange möglich machen:-))
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    Gruss Sikasuu
  • Theoretisch gut, aber...

    12.12.2017, Doc H.
    ...leider hat Wasserstoff eine relativ niedrige Energidichte und diffundiert hervorragend durch alle möglichen Matrialien. In der Praxis heißt das: man braucht verdammt viel davon (unter sehr hohem Druck) und man braucht extrem gutes Dichtungsmaterial um es in seinen (Hochdruck-)Tanks zu halten. Geht alles, aber ist halt teuer.
  • Speicherung?

    12.12.2017, Erik Weber
    Wenn das Benzinauto ueber den Winter in der Garage steht, ist im Frühjahr genausoviel im Tank, wie jetzt beim Abstellen. Wie sieht das beim Wasserstoff aus? Und was kostet der Liter LH2 in der Herstellung? Nein, der Nebenprodukt-Wasserstoff von heute zählt nicht, wie teuer ist das Gefahrgut, wenn es als Hauptsache hergestellt wird?
  • tot-getestet

    12.12.2017, Karl Müller
    Während sich deutsche Autobauer tot-entwickeln und tot-testen, wird es in anderen Ländern eben einfach getan, ohne viel Brimbamborium. Und man weiß es nicht, aber ich vermute, mit sinnbringenden Fahrzeugen und nicht mit tonnenschweren SUVs mit dem cw-Wert eines Steinquaders und dem Parkplatzbedarf 3er Kleinwagen.
    Ein Hoch auf die deutsche Autoindustrie.
  • Traue deinem Körper

    12.12.2017, Johann Gramm
    Ich habe einen wunderbaren Gefährten namens Körper, der sagt mir immer, wenn und was er (also ich) braucht. Und im Falle des Trinkens heißt der magische Mechanismus "Durst". Und wenn er, der Körper, sich damit meldet, kriegt er, was er will. Mein Verstand bleibt da völlig außen vor. Der kontrolliert auch nicht die Menge und weiß sie noch nicht einmal. Der Körper weiß das. So einfach ist das. Funktioniert schon seit (vielen) Jahrzehnten perfekt. Weder ich noch mein Verstand, noch mein Körper haben was zu meckern.
  • Bomben-Infrastruktur?

    12.12.2017, K. Hasler
    Sollen dann Benzin/Diesel-Tanklastwagen durch Flüssigwasserstofftankwagen (LH2, - 250°C) ersetzt werden? Es fahren doch schon wenige Flüssigsauerstofftankwagen (LO2, - 200°C) rum. Sollten sich mal 2 unglücklich treffen .... zumindest keine Frostschäden. Freude für wen? Terroristen?
  • Anaerober Stoffwechsel

    12.12.2017, Dieter Böning
    Der bei anaerober Energiefreisetzung gesparte Sauerstoff (sogenanntes Sauerstoffdefizit) wird nach Arbeitsende nachgeatmet. Damit wird Phosphocreatin (anaerob-alactacide Energiefreisetzung) resynthetisiert und Milchsäure (anaerob-lactacide Energiefreisetzung) aerob weiter abgebaut oder wieder zu Glucose aufgebaut. Dies wird also auch bei der Messung mittels doppelt markiertem Wasser erfasst.
  • Wirbel beobachten

    12.12.2017, Robert Orso
    Wenn die Möglichkeit der Kondensation davon abhängt wie winzig die Masse der postulierten Teilchen ist, dann würde die extrem winzige Masse eines Axions eine ebenso extreme Dichte der Teilchen bedingen, auch in sonst dünn besiedelten Regionen des Universums. Das widerspricht nun der Schlussfolgerung, dass auf Haufenebene die Dichte nicht hoch genug für eine Kondensation sei.

    Ist sie das nicht, dann könnten die Galaxien selbst eben diese Wirbel sein, in denen sich normale Materie gefangen hat.

    Wäre denn die Rotationskurve einer ganzen Galaxie verträglich mit der Rotationskurve eines Wirbels in einer Supraflüssigkeit +/- dem Beitrag den "normale" Materie dazu liefern würde?
  • Bezüglich des WLAN

    12.12.2017, Marc
    Man kann WLAN nicht mit radioaktiver Strahlung vergleichen. Radioaktive Strahlung ionisiert, kann also Zellstrukturen verändern und Krebs auslösen
    Bei WLAN...naja, im 2,4Ghz Bereich wird dir warm, wenn du dir ein paar hundert Router an die Backe bindest, das ist nach heutigem Stand der Wissenschaft aber auch alles.
    Vergleichen kann man das also nicht wirklich...