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Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 71

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Stromerzeugung ist falsche Zielsetzung

    27.12.2017, Joachim Falken
    Für die preiswerte Stromerzeugung kann man die Kernfusion nutzen und die Energie mit Solarmodulen in das Stromnetz einbringen. Viel billiger als Kernenergie. Allenfalls für die Zeiten ohne Sonne und Wind könnte man Kernspaltung theoretisch nutzbringend verwenden, wenn man speicherbare Energie herstellen würde und nicht schlecht speicherbaren Strom.

    Im übrigen hat Deutschland 1% der Wetbevölkerung und 2% der Anzahl Kernkraftwerke. Wir sind in bester Gesellschaft von vielen anderen Ländern, die lieber ohne Kernenergie auskommen.

    Die Gretchenfrage bei der Kernenergie lautet aber generell:
    Warum gibt es keine Versicherung der Schadenssummen? Warum haben die FIrmen die Entsorgung an den Steuerzahler "weggedrückt"?
  • Es wird Zeit:

    27.12.2017, deesnider
    Jetzt müssen endlich verbindliche, in realistischen Testverfahren nachzuweisende und zu dokumentierende, maximal zulässige Feinstaubwerte für Böller her, eine Deckelung des Böllerverkaufs pro Kopf und ein Feuerwerksverbot speziell bei Inversionswetterlage (inkl.Rückkauf der wegen des Verbots nicht genutzten Feuerwerksartikel).
    15% der Jahresfeinstaubmenge des Straßenverkehrs (Abgas, Reifen, Bremsen) an einem einzigen Kalendertag sollte uns etwas Aktionismus und Konsumverzicht wert sein!
  • Wer definiert, was GUT ist?

    27.12.2017, Werner Barth
    Schon der Titel beinhaltet ein Problem. Wer definiert, was GUT ist? Der jeweilige Journalist? Die aktuelle Regierung? Der Zeitgeist? Eine objektive Nutzen/Schaden-Analyse? Ich fürchte, damit ist sogar die Philosophie überfordert. Ist das GUT, was niemandem schadet? Kann es das überhaupt geben?
    Manche vertreten die Meinung, die Bombe auf Hiroschima war gut, weil sie den Krieg (wahrscheinlich) beendete, das gilt auch für die Bombardierung von z.B. Danzig.
    Es ist immer gefährlich, als Journalist den Pfad der Objektivität zu verlassen, um etwas zu befördern, das man für GUT hält.
  • Da muss ich natürlich sofort widersprechen

    27.12.2017, Detlef Kroll
    Der Mathematik darf selbst ein Blinder blind folgen.

    > "Man darf der Mathematik nicht blind folgen"

    Alle Mathematik basiert auf Axiomen. Daher zählt die Mathematik weder zu den Natur- noch zu den Geisteswissenschaften. Daher ist Mathematik vielleicht das einzige, was immer und überall verlässlich ist.

    > "nur eine Beschreibung ist und nicht gezwungenermaßen auch eine Erklärung"

    .. eine vereinfachte Modellanschauung eben. Das angesprochene Problem ist daher, dass Modelle oft für die Wirklichkeit gehalten werden. Aber da kann die Mathematik nichts für.
  • Nachricht und Kommentar trennen!

    27.12.2017, Max Müller
    Es wäre schon viel erreicht, wenn Nachricht und Kommentar deutlich getrennt wären. Und "Nachricht" heißt dann insbesondere, den Sachverhalt, insbesondere O-Ton, die tatsächlichen Handlungen und Äusserungen der Handelnden zu zitieren und nicht "zusammengefasste" (oft skandalisierbare) Verkürzungen.
    Im Kommentar kann dann sehr schön deutlich gemacht werden, warum man die eine Lösung bevorzugt, und auf welcher Grundlage man zu dieser persönlichen Entscheidung kommt. Wahrhaftigkeit ist hier angesagt, das rät schon König Salomo in seinen Sprichwörtern:
    "Wer wahrhaftig ist, der sagt offen, was recht ist; aber ein falscher Zeuge betrügt. Wer unvorsichtig herausfährt mit Worten, sticht wie ein Schwert; aber die Zunge der Weisen bringt Heilung. Wahrhaftiger Mund besteht immerdar; aber die falsche Zunge besteht nicht lange."
  • Dürfen Journalisten für eine gute Sache eintreten

    27.12.2017, Manfred Pack
    Es ist überhaupt nichts dagegen einzuwenden, wenn Journalisten für eine Sache eintreten. Ob Sie nun gut oder nicht gut ist , sei dahingestellt.

    Als Leser eines journalistischen Beitrags kann ich aber sicher erwarten, dass der behandelte Sachverhalt umfassend betrachtet wird, bevor der Autor seine persönliche Meinung kundtut.

    Vor einiger Zeit erschien in der SZ ein Artikel zum steuerlichen Thema Solidaritätsbeitrag. Der Verfasser des journalistischen Betrags gab nahezu wortwörtlich die SPD Position wieder, nach dem diese Steuer nicht gesenkt werden sollte, da der Abbau nur den Besserverdienenden zu Gute käme. Diese Meinung kann man teilen oder auch anderer Ansicht sein. Der Journalist hat hier seine persönliche Ansicht in diesem Artikel wiedergegeben ohne auch nur im Geringsten auf die Vorgeschichte zur Einführung dieser Steuer einzugehen. Wenn er das getan hätte, hätte der Leser auch zu ganz anderen Schlüssen kommen können. Warum ging es dem Autor ? Journalistisch korrekt und umfassend über ein Thema zu berichten? Hier sicher nicht.
  • Meinung oder Meinungsmache?

    27.12.2017, Eugen Ordowski
    In den meisten Kommentaren, die zwischenzeitlich oft als objektive Berichte daherkommen, kann man ja den Standpunkt des Autors erkennen. Was sehr beunruhigend ist, dass diese Autoren mit ihren Kommentaren auch Druck auf die Politik machen. Man will nicht nur etwas berichten, sondern auch etwas bewirken! Und in Zeiten, wie heute, wo ein Wort blitzschnell um die Welt kreist, ist es eine gewaltige Macht. Viele Journalisten können dieser Versuchung, Macht auszuüben (Ohne Verantwortung zu übernehmen), nicht widerstehen.
  • Kind mit dem Bade ausschütten ist falsch

    27.12.2017, Martin
    Richtig ist, dass es mittlerweile eine regelrechte Ökologismus-Industrie /-Religion vieler NGO's gibt, die nicht selten Dinge in die Politik lanciert, die völliger Unsinn sind: z.B. Quecksilberdampflampen statt Glühbirnen usw. Und oft stecken rein materielle Interessen dahinten, wenn vordergründig "Umweltschutz" darufsteht. Da geben Konzerne lieber ein paar Millionen EURO an so eine NGO (siehe Thüringen), um sich einen teuren Prozess zu ersparen, und der Umweltschaden wird dann doch vorgenommen. Und dann können leckere Gehälter an die NGO-Bosse gezahlt werden. Nachdenken würde oft helfen, um solche Exzesse zu erkennen, doch in Deutschland wird ja "Glauben" staatlich gefördert und finanziert, anstatt "Denken". Aber es gibt eben auch die andere Seite; die vielen Ehrenamtlichen, die sie vor Ort mühen, meist in kleinen Vereinen oder als Einzelkämpfer, Umweltgedanken zu verbreiten. Auch hier graben die "Großen" den "Kleinen" häufig die Fördermittel und Sponsoren ab, weil sie bessere Beziehungen zur Politik haben. Das ist das eigentlich Verwerfliche und fast schon Kriminelle der "Multi-Öko-Konzerne" unter dem Deckmantel "NGO".
  • Sachlichkeit muss nicht zwingend heißen, keine Meinung zu haben:

    27.12.2017, Holperbald
    Nehmen wir eine beliebige, aber ungeliebte Demonstration: "Aufmarsch" statt Demonstration, "Mob" statt (Menschen) menge, "Parolen" statt auf inhaltliche Reden einzugehen.. DAS ist doch das Problem. Das Auseinandernehmen der Argumente ("Allerdings ignoriert der Redner Fakt a, b, c..") wäre viel zielführender und böte auch weniger Angriffsfläche. Kostet natürlich Arbeit, und die Anhänger werden auch darin eine "Lügenpresse" sehen.
  • Ich: IQ von 68, Autist, zwei akademische Abschlüsse

    26.12.2017, Daniela
    Hallo, ich möchte zu Ihrer Homepage nur kurz etwas bemerken: machen Sie den Angehörigen und den Leuten mit derartigen Diagnosen einfach Mut. Das ist wichtig. Kurz zu mir: Ich habe die Asperger Diagnose, bin Ende 30, und hatte bei einer psychol. Testuntersuchung in einer Reha, durchgef. vom Psychologen, einen IQ von 68 erreicht. Bei größter Anstrengung. Ich war darüber sehr traurig und hilflos. Allerdings habe ich zwei abgeschlossene Studiengänge (Diplom und M. Sc.), von daher gehe ich nach eigenen Erfahrungen davon aus, dass IQ Tests nichts mit beruflichen Zielerreichungen zu tun haben. Man muss einfach mutig bleiben, und versuchen, sich ein Selbstbewusstsein aufzubauen. Man ist halt anders.
    Viele Grüße und Ihnen und den betroffenen Personen alles Gute. Nie den Mut aufgeben! Daniela
  • Fragwürdige Ökoromantik

    26.12.2017, Karl Müller
    Selbst die Hinweisschilder sind beschönigend. Die Gelände sind mit Kampfmitteln, deren Füllungen und Betriebsstoffen dermaßen kontaminiert das sich eine Umwidmung nur auf dem Papier rechtfertigen lässt. Und ehrlich, die Kosten für die zweckmäßige Beräumung in der gebotenen Form wird niemand tragen wollen. Bisher bedeutet jede Erhaltung der Wuchsformen eine konkrete Gefahr für Leib und Leben.
  • "Formel vor Erklärung" kann aber auch richtig sein

    26.12.2017, Joachim Durchholz
    Siehe die Planck'sche Formel für die Schwarzkörperstrahlung, die zunächst auch ohne physikalische Erklärung daherkam.
    Als Titius und Bode ihre Formel aufgestellt haben, waren sie in der gleichen Situation wie Planck: Nur die Formel ist bekannt, aber welcher physikalische Zusammenhang dahintersteckt, ist unbekannt.
    Planck hatte Glück, es ergaben sich mehr und mehr Zusammenhänge und am Ende sogar sowas wie eine Erklärung. Titius und Bode hatten Pech - und da die weitergehenden Zusammenhänge über Jahrzehnte ausgeblieben sind, hat sowieso niemand die Formel besonders ernstgenommen.
  • Mathematik ist nur eins der benötigten "Werkzeuge"

    26.12.2017, Joachim Blechle
    Hallo Herr Freistetter,
    Sie haben da völlig Recht wenn Sie schreiben, wenn man die Mathematik benutzt, um reale Phänomene in der Natur zu beschreiben, darf man nie vergessen, dass es eben immer nur eine Beschreibung ist und nicht gezwungenermaßen auch eine Erklärung. Man darf der Mathematik nicht blind folgen – so verlockend dies auch sein mag.
    Nach Blechle sollte das „Gesetz der durchgehenden Linie“ in der Wissenschaft eingeführt werden.
    Das bedeutet, die durchgehende Linie, in der die Punkte 1. bis 4. eine Einheit bilden, ist Voraussetzung etwas als richtig beschrieben anzuerkennen.
    1. Das Universum mit dem materiellen Befund,
    2. die verbale Beschreibung
    3. die physikalische Verarbeitung und
    4. die mathematische Berechnung.
    Als Beispiele seien hier nur mal die dunkle Materie und die dunkle Energie genannt. Es sollte ausgeschlossen werden, etwas anzuerkennen, was zwar berechnet wurde, aber wo es bisher keinen Nachweis gibt, dass es überhaupt existiert.
    Natürlich muss auch hier differenziert werden. Beispiel:
    Newton hat die Gravitation nicht erklärt, wohl aber unentbehrliche Werkzeuge für Berechnungen geliefert. Darauf kann man nicht verzichten. Dafür gibt es auch keinen Ersatz.
    Wenn man die Gravitation (Trägheit und Schwere) erklären will, muss man sich primär mal etwas tiefgründiger mit den relevanten materiellen Befunden auseinandersetzen. Das fehlt bisher vollständig.

    Ich hoffe, dass Sie ihre Erkenntnis auch in die Ausarbeitung Ihrer Beträge einfließen lassen.
    Stellen Sie alles in Frage, solange nicht die adäquaten materiellen Befunde geliefert werden!

    Mit freundlichen Grüßen
    Joachim Blechle
  • Affen in Chile?

    26.12.2017, Steffen Hahn
    In Chile gibt es keine einheimischen Affen. Die schnelle Rueckkehr der nicht zur natuerlichen Fauna von Chile gehoerenden Kaninchen ist leider kein wuenschenswertes Ergebnis. Sie koennen durch Verbiss grossen Schaden an den Jungpfanzen von Baeumen und Straechern anrichten oder total vernichten.
    " - im nicht allzu reichen Land" - Chile ist ein sehr reiches Land, nur ist der Reichtum sehr ungleichmaessig verteilt. Aber das ist ein anderes Thema. Leider hat der Natur- und Umweltschutz keine hohe Prioritaet, sobald er den wirtschaftlichen Interessen der Chile regierenden Familienclans im Wege steht.
    Bei 55 % (284.000 he) der abgebrannten Flaechen handelt es sich um gegen Waldbraende groestenteils versicherte Plantagen der nicht heimischen Kalifornischen Kiefer, im Besitz der zwei groessten Zellstoff- und Holzproduzenten Chiles. Hier wird es kein Problem sein, recht schnell wieder neuen "Wald" anzupflanzen, da es natuerlich auch im wirtschaftlichem Interesse liegt. Die Wiederherstellung der 20% (105.000 he) abgebrannten Naturwaelder wird ein langwieriger Prozess sein - kein Geld da nicht versichert, wirtschaftlich wenig interessant und natuerlich braucht ein Waldoekosystem mit vielen sehr langsam wachsenden Baumarten mehrere Jahrzehnte wenn nicht Jahrhunderte um seine urspruengliche Struktur und Biodiversitaet wieder zu erreichen.
    Ich hoffe es finden sich noch mehr Menschen wie Francisca Torres, die sich uneigennuetzig fuer den Schutz der chilenischen Waelder einsetzen!
    Stellungnahme der Redaktion

    Sie haben Recht, da ist uns leider ein Fehler durchgerutscht - Affen gibt es in Chile nicht.

  • Vielleicht sind auch Pilzsammler ähnlich unterwegs,

    26.12.2017, ke1ner
    jedenfalls die, die schön mit "rieselfähigen" Körben unterwegs sind.

    Bei den gesammelten 'Pilzen' handelt es sich ja in Wirklichkeit um ihre Fruchtkörper, aus denen Sporen fallen.

    Mir ist jedenfalls aufgefallen, dass sich oft an Wegrändern viel mehr und auch verschiedenere Pize finden lassen, als an vergleichbaren Waldrändern ohne 'Publikumsverkehr'.

    Würde mich mal interessieren, ob es hierzu wissenschaftliche Erkenntnisse gibt?