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Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 73

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Deutsche Forscher darf man da nicht fragen.

    04.12.2017, Klaus Schröder
    Letztlich kennen die deutschen Forscher nur den Stand der deutschen Automobilindustrie und lassen sich von deren Marketing bequatschen. Da kommt dann 2030 heraus, weil man einfach 10 Jahre hinter der aktuellen Technologie hinterher hinkt. Das können die auch nicht so einfach aufholen, weil ihnen einfach die Fachleute dafür fehlen. Die wirklich guten Leute sitzen natürlich alle im Silicon Vally.

    Fakt ist, dass Waymo jetzt anfängt seine Testfahrzeuge ohne Fahrer fahren zu lassen: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Waymo-bringt-autonome-Autos-ohne-Fahrer-auf-die-Strasse-3882881.html
    GM will daher auch schon 2019 soweit sein: http://www.zeit.de/mobilitaet/2017-12/autonomes-fahren-general-motors-roboter-taxis-selbstfahrende-autos

    Und die Deutschen sitzen immer noch in ihrem Bunker und träumen vom Endsieg (bildlich gesprochen), obwohl die Einschläge immer immer deutlicher zu hören sind. Das ist halt alles Illusion.

    Es ist klar, dass es der Automobilindustrie sterben wird. Wie einst bei Kohle & Stahl wird es einen tiefgreifenden Strukturwandel geben. Hier läuft etwas an uns vorbei, weil weiterhin geträumt wird. Anstatt offensiv auf die neue Zeit zuzugehen, wird nur abgewunken und geleugnet. Am Ende muss man dann der anderen hinterher laufen, was erheblich anstrengender und wenig erfolgversprechend ist.
  • Naja,

    04.12.2017, Tomas Kuttich
    körperliche Züchtigung ist nicht verboten, sondern vielmehr nicht erwünscht. Für ein echtes Verbot hätte der Gesetzgeber es besser ins StGB denn ins BGB geschrieben...
  • Was für Träumer...

    04.12.2017, Tomas Kuttich
    Wer tatsächlich glaubt, im Jahre 2030 - also in 12 Jahren - fahren 95% der US-Amerikaner mit elektrischen, autonomen Fahrzeugen und nicht mehr mit dicken Pickups, der glaubt auch an den Weihnachtsmann...
  • Rechnung ohne den Wirt gemacht

    04.12.2017, Konrad Lehmann
    Herr Seba scheint mir noch im überkommenen Glauben an den Homo oeconomicus gefangen zu sein, der stets rationale Entscheidungen trifft. Das Auto aber ist für viele Menschen nicht rational.
    Als unser letztes Auto den Geist aufgab, war ich sehr dafür, vollständig zum Carsharing zu wechseln. Wir wohnen in der Innenstadt und brauchen ein Auto höchstens am Wochenende. Meine Frau war vehement dagegen. Für sie ist ein Auto ein Statussymbol, und ein Stück Freiheit, das jederzeit einsatzbereit vor dem Fenster stehen soll. Und so geht es vermutlich vielen Leuten. Da helfen auch 5600 Taler Einsparung im Jahr nichts.

    Und auch hier irrt Seba: "Sobald ein einziges Land autonome Autos genehmigt hat und die Disruption dort in Gang kommt, wird es sich kein anderes Land mehr leisten können, diese nicht zu genehmigen, der Nachteil wäre zu groß."
    Er vergisst, dass in Deutschland Regierung und Behörden nur ausführende Abteilungen der Automobilindustrie sind. Wenn Daimler und VW mit ihren selbstfahrenden Elektromodellen noch nicht konkurrenzfähig sind, dann werden deutsche Behörden solche Autos nicht genehmigen. Und basta.

    Und zum Schluss: Bitte retten Sie den Genitiv. "Bedürfen" und "entledigen" bedürfen des Genitivs. "Es bedarf kaum noch [...] das, ..." und "Privatnutzer würden sich ihren privaten Autos viel schneller entledigen, ..." - das muss doch beim Schreiben wehtun.
  • @ Vegetationsvernichter

    03.12.2017, Dr. Dr. Stefan Lieber
    "Ich weiß nicht, ob dem Schreiber der obigen Zeilen klar ist, dass Elefanten Vegetationsvernichter sind. In jedem Zoo ist die eindringlich zu sehen. Die Elefantengehege bestehen nur aus Beton und Lehmboden."

    Ihnen ist aber bewusst, dass Elefantengehege weder groß, geschweige denn in jeglichem Sinne artgerecht sind?!
    "Zerstörung" ist daher eine notwendige Folge.
  • Donner- Wetter!

    03.12.2017, little Louis
    Donner- Wetter!
    Ein für einen ausgewiesenen Naturalisten doch ganz schön skeptischer Kommentar.
    Und ich hab mit Kachelmann angenommen, dass es falsch sei, dass die Naturereignisse zunehmen.
  • 2021 ist unrealistisch

    03.12.2017, AndreasD
    Ich habe hier eine Liste vorliegen mit E-Autos die bis 2021 angekündigt sind. Die Liste ist nicht besonders lang, die Auswahl eher bescheiden, ein oder zwei Modelle pro Hersteller. Von konkurrenzfähigen Anschaffungspreisen ist keine Rede und schon garnicht von autonomen Fahrzeugen. Vielleicht 2030 oder so.
  • Viele Autofahrer können schon heute die Kosten halbieren

    02.12.2017, Joachim Falken
    ... dazu müssten sie nur ein kleineres, Auto laufen, von keiner Premium-Preis-Marke, vielleicht hin und wieder ein größeres mieten. Die meisten machen das aber nicht, warum sollten sie es in Zukunft machen? Für das Phänomen der Hauptverkehrszeit und der gerichteten Verkehrsströme (z.B. aus dem Umland in die Zentren) sind gemietete Autos unpraktisch. Wer ohne Auto verreist, kennt auch die Problematik, sein Gepäck unterzubringen, wenn man mal etwas Zeit hat.

    Und das ist auch so ein Märchen: "Ein Elektromotor besteht aus maximal 20 Teilen" - allein die Blechpakete bestehen aus mehr Einzelteilen. In Explosionszeichnungen sieht man vielleicht rund 20 bezeichnete Teilkomponenten. Da steht dann z.B. Kugellager - aber normalerweise gibt es mind. zwei Lager und jedes enthält eine Menge Kugeln bzw. Rollen.

    Zu dem Elektromotor kommt noch ein Umrichter, eine Steuerung und die Batterien mit ihrem inneren Aufbau dazu, das gibt dann weitaus mehr als 2000 Einzelteile. Die Millionen elektronischer Schalter in den ICs der Steuerung siind da gar nicht einzeln mitgezählt.

    Es ist ja schon ein Armutszeugnis, wenn Car2Go extra Mitarbeiter einsetzt, um Autos dorthin zu bringen, wo sie gerade gebraucht werden. Ich habe aber eher die Vermutung, sie werden mal wo weggeholt, wenn sich zu viele an einem Ort mit wenig Bedarf angesammelt haben.
  • Das Auto wird etwas für wenige Reiche sein

    02.12.2017, Marcus Püschel
    Wie lange die Industrie durchhält ist allein eine Frage der Rohstoffe.
    Das Auto als Massenlösung für den Individualverkehr aber wird verschwinden. Verbrenner werden schon ab 2030 deutlich weniger, E-Mobile dann 5 bis 10 Jahre später. Die E-Mobile werden niemals die Verbreitung erreichen wie Verbrenner. Sie werden nur ein Spielzeug für wenige Reiche sein.
    Der Grund ist Rohstoffmangel, und die ab 2020 explodierenden Energiekosten.
    Synergieeffekte werden dafür sorgen, dass die benötigten neuen Minen nicht entstehen, oder ausfallen bevor sie ausgebeutet sind.
    Schon heutige Explorationsgesellschaften sind nur rentabel, weil es einen Massenmarkt gibt, der aber wird sich schon bald nicht mehr bedienen lassen. Immer mehr Energie muß aufgewendet werden, nur allein um den Status quo zu erhalten. Ein Wettrennen, dass nicht gewonnen werden kann.
    Fällt die Masse aus, wird nur noch für wenige User gefördert und produziert, was pro Stück mit wesentlich mehr Kosten und Risiko verbunden ist, während gleichzeitig die Wirtschaft, so wie wir sie kennen, zugrunde geht.

    Spannend wird, wie die Menschen mit dem Scheitern der Technik-Religion umgehen werden. Denn der Glaube an technischen Fortschritt hat etwas religiöses, mit dem Unterschied zu konventionellen Religionen, das hier im Diesseits geliefert werden muß. Wenn das Auto als Symbol der Freiheit ausfällt, stirbt der Glaube, dass das Morgen besser wird als das Gestern.
  • METI-Diskussion nicht nachvollziehbar

    02.12.2017, Markus Kraffczyk
    Da sich die Menschheit schon viele Jahrzehnte ungewollt via Radiowellen und durch auch atmosphärische Spurengase "verrät", ist eine Debatte über unser interstellares "Sendungsbewusstsein" vollkommen überflüssig und pseudointellektuell. METI-Botschaften zu senden ist vollkommen harmlos, vermutlich aber auch ebenso wirkungslos. Unsere zivilisatorischen Signaturen sind wohl viel interessanter, umfassender, ja authentischer! METI ist sowas wie eine Werbebotschaft. Mehr nicht.
  • Und die Brennstoffzelle?

    02.12.2017, Klaus Nestele
    Das E-Auto ist ein Holzweg, weil das Batterie-Problem (mitsamt seinen Nebenwirkungen) in absehbarer Zeit nicht gelöst werden kann. Dazu gehört auch die starke Abhängigkeit von Herstellern in Asien und Fernost, die mit politischer Unterstützung längst die Entwicklung neuer Akku-Generationen vorantreiben, mit dem Ziel, die Produkte leistungsfähiger, leichter und billiger zu machen. Angesichts dieses Vorsprungs ist kaum vorstellbar, dass europäische Unternehmen eine eigene Batterieherstellung in Angriff nehmen, weil sich die hohen Investitionen in Aufbau und Entwicklung möglicherweise erst in zehn bis 15 Jahren amortisieren. Fazit: Die Zukunft gehört den umweltfreundlichen, mit Wasserstoff betriebenen Fahrzeugen. Davon ist in dem ansonsten sehr gut recherchierten Beitrag leider keine Rede.
  • Willy-Willy!

    02.12.2017, Hermann Klöti
    Willy-Willy (AUS) ist die Bezeichnung für einen Mini-Tornado resp. einen "Staubteufel". Das Phänomen kann in heissen Regionen der Erde regelmässig beobachtet werden (z.B. auch auf überhitzten Park- und Tennisplätzen), die Wirbel richten aber kaum Schäden an fallen aber rasch in sich zusammen - mit Taifun und Hurricane sind sie nicht zu vergleichen!
    Stellungnahme der Redaktion

    Willy- Willy ist auch eine Bezeichnung für Wirbelstürme in Nordaustralien

    https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/willy-willy/18253

  • Äpfel und Birnen

    02.12.2017, Tritium
    Mich stört die Gleichsetzung Autonom = Elektrisch.
    Beides hat grundsätzlich nichts miteinander zu tun und ein E-Mobil hat aufgrund der sehr begrenzten Reichweite gerade beim Dauerbetrieb 'Transport on Demand`' einen sehr gravierenden Nachteil gegenüber dem Verbrennungsmotor: Der Benzintank ist in Minuten wieder gefüllt für weitere 1000 Kilometer, der Akku braucht Stunden für die nächsten 200 Kilometer.
    Sollen 2/3 der Flotte am Stecker hängen, damit 1/3 fährt? Das rechnet sich nicht.
  • Naja

    02.12.2017, Oliver Hahn
    Ich sehe das nicht so negativ, vor allem für die deutsche Automobilindustrie:
    1.) ist BMW z. B. der drittgrößte Elektroautohersteller der Welt (nach BYD und Tesla9 und damit größter traditioneller Autohersteller was Elektroautos betrifft, VW ist mit dem eGolf in Norwegen ganz vorne mit dabei.
    2.) Sind z. B. BMW und Daimler durchaus in Richtung TAAS unterwegs (DriveNow und Car2Go).
    3.) kann mir niemand erzählen, dass jemand, der nicht weiss wohin mit seinem Geld (und von diesen Menschen wird es auf absehbare Zeit eher mehr und nicht weniger geben) auf ein privates Auto verzichtet. Und im Premiumsegment sind die deutschen Hersteller traditionell stark vertreten, im Gegensatz zum Beispiel zu Renault oder PSA.
    4.) Die wahre Revolution ist nicht der Elektroantrieb sondern das autonome fahren, und da sind die deutschen Hersteller auch nicht so schlecht. Siehe neuer Audi A8.
  • Prerosaurus

    02.12.2017, Harald Schneller
    Nette Idee, dass ein Lebewesen mit 24m Flügelspannweite tatsächlich
    hätte fliegen können. Vorstellbar ist alles, sogar, dass es einen solchen Vogel kurzzeitig gegeben haben könnte, leider ist er verhungert.
    Der Albatros, als der grösste flugfähige Vogel, kommt kaum vom Platz weg,
    er ist zu gross, zu schwer, obschon er hohle Röhrenknochen besitzt.

    Sie sollten sich mal wirklich die Dauerausstellung im Deutschen Museum in München anschauen, es gibt physikalische Grenzen, daran führt kein Weg vorbei.
    Ich kann diese Diskussion mittlerweile nicht mehr nachvollziehen,
    der Wunsch ist hier eher der Vater des Gedankens,
    was wäre, wenn die Umsetzung aus Jurassic Parc doch möglich wäre ?

    Dann würde man Hitler rekonstruieren, um ihn aufzuhängen