Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Hilfsmittel - und nicht Ersatzteil

    04.04.2013, Hans Mathias Zündorf, Erkelenz
    Bei dem im Artikel beschriebenen und abgebildeten Holzbein handelt es sich um eine Orthese, die im Text mehrmals als Prothese bezeichnet wird. Eine Prothese ist ein Ersatzstück eines Körperteils wie der 1885 in Capua in einem Grab eines Mannes gefundene hölzerne Unterschenkel, während eine Orthese ein beigegebenes Hilfsmittel zur besseren Funktion, zur Entlastung und Ähnlichem ist.
  • Entwarnung verfehlt

    03.04.2013, Andreas Diethelm
    Die Korrektur von Modellen aufgrund von "fundierten Belegen" ist Forschungsalltag. Ohne die zitierten Originalstudien studiert zu haben, kann man nur mutmassen, ob die Überschrift bloss reisserisch oder unangemessen ist.

    Beunruhigend und für die Politik sind allein relevant die letzten Zeilen:
    Bis 2050 könnte sich die abgeholzte Fläche in Amazonien verdoppeln, schätzen viele Waldforscher; sollte dies zutreffen, so könnten sich nach ihren Berechnungen die Niederschläge im südlichen Amazonien während der saisonalen Regen- um mehr als ein Zehntel und während der Trockenzeit um ein Fünftel verringern. Huntingfords Kollege Davin Galbraith von der University of Leeds mahnt deshalb: "Auch wenn den Regenwäldern der Klimawandel an sich relativ wenig auszumachen scheint – Brandrodung und Feuer bedrohen die Integrität des Ökosystems." Der Zusammenbruch ist also noch nicht vom Tisch.

    Wenn die Medien der "aufgeklärten freien Welt" uns die Zusammenhänge unseres Konsums mit diesen düsteren Prognosen - und der genauso unerträglichen Aktualität - immer wieder um die Ohren schlagen, dann machen sie ihren Job. Und wenn die Leser/innen in den Demokratien die dringlichen Konsequenzen von der Politik nicht einfordern, dann bleibt die Lektüre halt bloss Erbauung. Dann sind die Forschungsgelder in den Sand gesetzt.
  • Zufall ist nicht Freiheit

    03.04.2013, David Uerlings
    Ohne den Artikel schlechtreden zu wollen, aber:
    Sonderlich viel ist das ja NICHT im Bezug auf Thema...
    Alles hängt an der einen Frage, ob denn nun dieses Zusammenspiel aus Erfahrungen und ihrer zufälligen Rekombination (Was ja schon an die Verbindung von Determination und Zufall in unserem Gehirn erinnern mag) wirklich FREI ist, oder eben doch nur:
    Gegebenes, also deterministisches, welches dann vom Zufall gelenkt wird.

    Fakt ist doch:
    Wenn mein Verhalten determiniert ist, dann bin ich nicht frei.
    Und wenn der Zufall über mich kontrolle hat, dann bin das nicht ich.
    Also bin ich auch unfrei, denn was ich tue, ist mir dann vom Zufall aufgezwungen.

    Man kann da noch so sehr rumexperimentieren.
    Die Frage, ob es eine "Freiheit" , oder besser: eine "EIGENE Schuld an der eigenen Entscheidung" gibt, ist einzig durch die philosophie bereits beantwortbar:

    Man kann NUR durch ZUFALL ODER DETERMINISMUS zu seinen Handlungen kommen.
    Das kann man auch kombinieren, wie immer man dazu Lust hat:
    Das Ergebnis ist eine Zusammenspiel aus Einwirkungen (entweder deterministischer oder zufälliger Natur), die unser Handeln BESTIMMEN.

    Da gibt es keine Freiheit.

    Man mag mir widersprechen, aber dann bitte auch begründet...
  • gelungene Rezension

    03.04.2013, Cornelia Scholz-Seidel
    Endlich mal eine (gelungene) Rezension dieses Buches, die über eine bloße Wiedergabe des Inhalts hinaus geht und der ich im Großen und Ganzen zustimmen kann. Der erste Teil, Kindheit und Jugend, vermittelt authentisch und emotional packend erzählt die Erlebnisse des Autors. Je mehr sich das Buch der ferneren oder auch näheren Gegenwart nähert, wird es mehr und mehr zu einer emotional distanzierten – und wenn emotional, dann manchmal leicht arrogant, da gehe ich mit der Rezensentin d’accord - (unvollständigen) Aufzählung von Ereignissen und Personen, die nur denen etwas sagen, die damit zu tun hatten. Durch diesen Bruch verliert der hintere Teil an Spannkraft.
    Der Autor hatte sicher seine Gründe dafür, und die respektiere ich auch, aber ich finde den Hinweis von Frau Fischer gut, dass hier sicher nicht im eigentlichen Sinne die Autobiographie von Cornelius Weiss vorliegt (er selber hat das glaube ich auch nie als seine Autobiographie „verkauft“), sondern eher Episoden/Abschnitte aus dem Leben der Familien von Carl Friedrich Weiss und Cornelius Weiss in gravierend unterschiedlichen gesellschaftlichen Systemen.
  • Bisher nicht bekannt

    02.04.2013, Jens Kluge
    Natürlich liegt hier kein Widerspruch vor, sondern es muss durch weitere Experimente ermittelt werden, wie das Higgs Teilchen zusammengesetzt ist und wodurch es sein Masse erhält.

    Hierzu Wikipedia:
    In vereinfachten Darstellungen wird das Higgs-Boson häufig pauschal als Ursache von Masse dargestellt. Dies ist aus zwei Gründen falsch bzw. unpräzise: Zum einen ist es das gesamte Higgs-Feld (Grundzustand und Anregungen), das im Zuge des Higgs-Mechanismus durch virtuelle Anregung die Massen für die Elementarteilchen des Standardmodells erzeugt. Das Higgs-Boson entspricht jedoch einer reellen Anregung. Seine eigene Masse kann so nicht erklärt werden, sondern muss erst einmal vorgegeben werden. Zum anderen ist nicht ausgeschlossen, dass es sich um ein zusammengesetztes Teilchen handelt. Aber die Masse zusammengesetzter Teilchen beruht aufgrund der Äquivalenz von Masse und Energie immer auch auf Wechselwirkungen der Einzelbausteine untereinander. Das ist besonders deutlich bei der Masse der gewohnten Materie, also der Atome. Diese steckt zu über 99 Prozent in den Atomkernen, deren Masse wiederum zu etwa 99 Prozent allein aus der starken Bindung zwischen den Quarks in den Nukleonen resultiert, die den Atomkern bilden. Die Masse der Quarks selbst trägt nur mit zirka 1 Prozent dazu bei.
  • Deja vue

    01.04.2013, wolfgang nellen
    Die Initiative von CRIIGEN wiederholt sich zurzeit in Niedersachsen wo das Schülerlabor HannoverGen abgschafft werden soll - auf Initiative von B'90/Grüne mit gründlicher Unterstützung von Greenpeace und einem "Gutachten" das aus ähnlichen Quellen wie CRIIGEN finanziert wird: von der Anti.Gentechnik-Lobby und der interessierten Bio-Öko-Industrie. Eine Verbindung zwischen Greenpeace und CRIIGEN besteht.

    Ist es Paranoia oder wird hier in Europa eine systematische Anti-Bildungskampagne initiiert, um die Anti-Gentechnik Kampagne unter möglichst ahnungslosen Bürgern besser durchsetzen zu können?
  • Die Wirklichkeit ist immer komplexer als das Modell!

    01.04.2013, howetzel
    Nun es liegt in der Natur der Sache, dass die Modelle abstrahieren, vereinfachen. Das ist die wissenschaftliche Methode der Realität schrittweise näher zu kommen, sie immer besser zu beschreiben und zu verstehen.
    Die Methode anzuwenden, "das nicht sein kann, was nicht sein darf", gepaart mit Angst-Aktionismus, ist da nicht besonders hilfreich.

    Nutzen wir doch besser die sich auftuenden Spielräume, um uns mit dem Klima-Aktionismus nicht zu überheben und nicht alles sofort und überall und gleichzeitig zu wollen.
    Aus der Forstwirtschaft des 17. Jh. stammt der Begriff der Nachhaltigkeit für einen Ausgleich von Walderhaltung und Industrialisierung. Wir sollten weniger über Nachhaltigkeit reden, sondern gezielt eine breite Palette von Maßnahmen untersuchen und nicht in aller Panik meinen, es gäbe nur einen geraden Weg in die lichte Zukunft. Die Bedürfnisse der Menschheit werden nicht rein durch die Steigerung der Quantität befriedigt werden können, mehr und neue Qualität ist nötig. Rationeller Umgang und nicht bloßer Verzicht und immer die Grenzen des Machbaren im Auge behalten, sollte die Wahl der Methode bestimmen.
  • :-)

    30.03.2013, Robert Orso
    "Boolean Integrase Logic"-Gatter, oder kurz "BIL Gates"

    Da soll noch einer sagen, Molekularbiologen hätten keinen Sinn für Humor. Mr William „Bill“ Henry Gates III wird ein Schmunzeln wohl kaum unterdrücken können.

    Es ist gefährlich einen solchen Artikel Ende März zu publizieren. Man könnte ihn leicht als verfrühten Aprilscherz auffassen, obwohl das tatsächlich Hand und Fuß hat.

    http://www.youtube.com/watch?v=ahYZBeP_r5U
  • @rudi zimmermann Wenn es mal so einfach waere.....

    30.03.2013, Sabine Endres
    Vereinfachen Sie da nicht zu sehr? Gerade auf der Tendenz zu vereinfachen basiert die Bereitschaft, sich 'alternativen Medizinsystemen zuzuwenden: Diejenigen, die unzufrieden sind mit der Evidenz basierten Medizin (was nicht unbedingt an der Medizin liegen muss, sondern auch Folge der Praxis sein kann, vielleicht auch der Vorgaben der Krankenkassen gebildet sein kann) wenden sie sich sehr häufig mit einer Gläubigkeit, die nur verwundern kann, an eben diese meist mit nicht gesicherten Verfahren arbeitenden Praktiker. Oft geht es dabei weniger um die Heilverfahren, sondern um Zuwendung oder um Ängste vor Nebenwirkungen bzw. auch vor 'Ausgeliefertsein'.

    Die Wirksamkeit ist dann zweitrangig. Einerseits besteht oft eklatanter Informationsmangel, Risiken werden nicht rational eingeschätzt oder es besteht der Wunsch nach 'sanfter' Heilung, der handelt es sich nicht um Bagatellerkrankungen meist von keinem Verfahren eingelöst werden kann.
  • Die Dunkle Biene gehört unserer Wildbienenpopulation an ...

    30.03.2013, Hort Pestrin
    Die Dunkle Biene gehört unserer Wildbienenpopulation an und ist somit unsere einzige Wildbiene, die staatenbildend bei uns überwintert. Sie steht nach dem Abkommen von 1992 in Rio zum Erhalt der Biodiversität unter Schutz.
    Honigbienen sind keine Haustiere, sie lassen sich nicht domestizieren und sind nur Wildtiere in mennschlicher Obhut.
    Wird dies alles von den Imkerverbänden und der Bienenwissenschaft ignoriert?

    Alle Honigbienenarten haben sich in ihrem ursprünglichen Lebensraum mit den Blütenpflanzen in Koevolution entwickelt und leben mit diesen in Symbiose. Sie haben sich in ihrer evolutionären Entwicklung an das dort vorkommende Klima angepasst und bestimmte lebensnotwendige Eigenschaften entwickelt, dass ihnen ein Überleben seit über 100 Mio. Jahren trotz all den klimatischen Veränderungen erfolgreich ermöglicht hat. Die profitgierige moderne "Bienenzucht" hat es geschafft das in nur ca. 150 Jahren unsere westlichen Honigbienen vom Aussterben bedroht sind. Allein die Einschleppung der Varroamilbe, durch ein Bieneninstitut 1977, hat eine ökologische Katastrophe ausgelösst, denn ein Überleben unserer westlichen Honigbienen ist ohne die Varroabehandlung nicht mehr möglich.

    Durch das Verkreuzen verschiedener Rassen enstehen keine neue Rassen, sondern es kommt zu einer Hybridisierung, dies hat nichts mit Biodiversität zu tun. Der einzige Vorteil ist der, dass durch den sogennannten Heterosiseffekt (Buckfast) eine Leistungssteigerung entsteht. Diese geht aber schon in der nächsten Folgeneration verloren. Die Genetik der verkreuzten Bienen spaltet sich dann in genetischen Abfall auf, d. h. es kommt zum massiven Leistungs- und Vitalitätverlust. Dieser Vitalitätsverlust macht sich nun nach über 60 Jahren Hybridisierung bemerkbar. Und nun will die Bienenwissenschaft mit diesen durch Verkreuzung entstanden genetisch verkrüppelten Hybridbienen auf Vitalität "züchten".

    Wissen diese Fachmänner nicht, dass man mit Hybriden nicht "züchten" kann? Durch Paarung genetischer Krüppel können nur genetische Krüppel entstehen.

    Andreas Tank spicht mir aus der Seele, er ist Einer von den Wenigen die unsere Umwelt, unseren Lebensraum als Ganzes betrachtet. Auf unserem Planeten gibt es nichts unnötiges, ausser vielleicht uns Menschen die mit ihrem Verhalten und ihrer sogenannten Intelligenz ihren eigenen Lebensraum, aus Macht- und Habgier, zerstören. Wenn der DIB der Erhaltung unserer Dunklen Biene offen gegenüber steht, warum ist diese dann akut vom Aussterben bedroht und wie macht sich diese Unterstützung bemerkbar??? Eines ist wichtig, es müssen alle Honigbienenarten in ihrem natürlichen Lebensraum, in ihrer Rassereinheit und ihren Ökotypen erhalten bleiben.

    Horst Pestrin
    Stellvertretender Vorsitzender der Gemeinschaft zum Erhalt dder dunklen Bienen GEDB e.V.
    www.dunklebienen.de



  • Die GEDB hat sie

    28.03.2013, Melliferaman
    Die GEDB setzt sich seit Jahren fuer die Dunkle Biene ein.

    Naeheres zum Thema und Arterhalt sowie Bilder und Filme unter www.dunklebienen.de

    Gruss Melliferaman
  • Modell vs. Wirklichkeit

    28.03.2013, Marcus Gröber
    "Die Tropenwälder behalten ihre Kohlenstoffvorräte, selbst wenn die atmosphärischen Kohlendioxidkonzentrationen bis zum Ende des Jahrhunderts weiter steigen und sich die Erderwärmung fortsetzt", so Huntingford. Folglich brechen diese Ökosysteme nicht zusammen, sondern behalten ihre Struktur und Dichte – andernfalls käme es zu einer massiven Freisetzung des Kohlendioxids aus verrottender Vegetation."

    Diese "Folglich" scheint mir irgendwie eine seltsame Art zu sein, mathematische Modelle zu benutzen.

    Eine solche Diagnostik (von einem makroskopischen Parameter auf mikroskopische Vorgänge zu schließen) wäre sicherlicht sinnvoll, wenn man z.B. die Spektren der Atmosphäre eines extraterrestrischen Planeten ansieht und versucht, etwas über seine Ökosysteme herauszufinden - aber müßte man bei einem künstlichen Modell nicht vor allem sicherstellen, dass es auf mikroskopischer Ebene überhaupt die entsprechenden Reaktionen auf den Zusammenbruch eines Ökosystems zeigen kann? Und in solch einem Fall gäbe es doch sicher direktere Methoden, diesen Zustand zu erkennen.

    Oder liegt es daran, dass die verwendeten Modelle verschiedener Arbeitsgruppen inzwischen so komplex sind, dass man nur noch über solche aggregierten Parameter überhaupt noch Daten extrahieren kann?
  • Genügend offene Fragen?

    28.03.2013, Andreas Tank
    Jetzt bei der "Wiedereingliederung" in die Natur werden viele Fragen gestellt.....als man diese Tierart ausrottete ging es scheinbar auch ohne zu Hinterfragen welche Auswirkungen dies hätte.

    So ist der Mensch...erst zerstören (Bienen, Wölfe, Bären, Luchse) ohne einen Gedanken zu verschwenden....beim Versuch und entsprechenden Bemühungen Tierarten wieder in freier Wildbahn einzugliedern kommen Zweifel, Ängste und (oh!!) Fragen auf.

    Essen möchte jeder, die Natur beim Sonntagsspaziergang erleben auch...aber bitte ohne Gesumme, Stiche oder die Gefahr vom "bösen" Wolf zerfleischt zu werden. Es wird schlimm enden mit der Menschheit, wenn wir alle nicht umdenken.

    Hoffentlich kennen unsere Kinder und Enkel Wildtiere nicht nur aus Büchern und Erzählungen der "Alten".

    Ich liebe die Dunkle Biene....sie gehört hierher, das war ihre Heimat und wird es hoffenlich auch bald wieder werden.

  • Die Dunkle war scho früher hier und sie gehört auch heite wieder hier her...

    28.03.2013, S.Runge ( Neuer Drohn)
    Ich freue mich immer wenn Menschen etwas für die Artenvielfalt tun... Auch meinereins ist über die sehr schöne Internetseite von Herr K. M. Engfer auf Dunkle aufmerksam geworden. Ich freue mich jeden Tag wenn ich meine Dunklensehe...
  • Powern und haushalten

    27.03.2013, Walter Weiss, Kassel
    Könnte die Kausalität nach den mitgeteilten Einzelerhebungen nicht auch genau umgekehrt sein: der Zeitpunkt der Geburt steht fest (zum Beispiel wegen der Enge des Beckens der Mutter, aber vielleicht auch aus anderen Gründen, aber NICHT (Annahme) wegen des Aufbrauchens aller Reserven bei der Mutter) - und bis zu diesem Zeitpunkt kann die Mutter kräftemäßig in das Kind powern, was das Zeug hält. Wäre der Zeitpunkt aber später anzusetzen, würde die Mutter entsprechend haushalten, um die Zeit bis dahin zum Besten des Kindes durchzuhalten; und wäre der Zeitpunkt früher anzusetzen, könnte sie noch mehr powern.

    Deshalb überzeugen mich die von den Forschern gezogenen Schlüsse durchaus nicht.