Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • @13 Siegbert Kistler

    11.07.2015, Manfred Reichelt

    Ich stelle keine Behauptungen auf. Ich denke nur klar uns umfassend. Die Physiker überschreiten ihre Grenzen, wenn sie behaupten uns sagen zu können, wie die Welt als Ganzes beschaffen und wie sie entstanden sei.
    Sie kann uns lediglich über die materiellen Aspekte etwas sagen, denn die erforscht sie allein,
    Physiker und Menschen, die sich eine physikalische Weltanschuung zu eigen gemacht haben sollten sich die Worte Heisenbergs zu Herzen nehmen: 
    „Der philosophische Gehalt einer Wissenschaft wird nur gewahrt, wenn sich die Wissenschaft ihrer Grenzen bewusst ist." - "Was wir beobachten, ist nicht die Natur selber, sondern die unserer Befragungsmethode ausgesetzten Natur." Nur ganzheitlich denkende Menschen können uns etwas über die Welt und ihre Entstehung sagen: "Gebt der Philosophie die Deutungshoheit wieder!"
    http://der-philosoph.cms4people.de/60.html
  • Stil und so

    11.07.2015, Motzki
    Das ist nicht die so genannte Bodélé-Senke, das ist die Bodélé-Senke. Das ist ein Eigenname und deshalb ist es überflüssig, "sogenannt" davorzustellen. Sie sprechen ja auch von Westafrika und nicht vom sogenannten Westafrika.
    Nix für ungut ...
  • @ Olaf Schlüter

    11.07.2015, Mathias Völlinger
    Dies hier ist vielleicht interessant für Sie:

    https://medium.com/starts-with-a-bang/ask-ethan-96-is-the-multiverse-science-ecceb24fa2af

    (und für alle anderen auch)
  • Veganismus

    10.07.2015, sathomaso
    Falsch. Veganismus ist eine ethische Maxime der Leidvermeidung, aus der eine bestimmte Konsumhaltung, die alle Lebensbereiche betrifft, hervorgeht. Mit Ess-Ideologie hat das nichts zu tun.
  • Nochmal @Olaf Schlüter

    10.07.2015, Siegbert Kistler
    Mir ist noch aufgefallen, dass Sie die menschlichen Kränkungen zu Beginn Ihres Beitrags dafür verwenden, Physiker als die Zunft zu bezeichnen, "die sich ständig irrt" (und sich selbst erst mal dazuzählen, indem sie von "wir" schreiben), aber gegen Ende verwenden Sie die menschliche Kränkung, dass sehr vieles unserer Existenz dem "gedankenlosen" Zufall zugrunde liegt, dafür, diesen Gedanken als lächerlich erscheinen zu lassen. Weil man sonst keine Erklärung finde, und die Kosmologen seien froh, dass man ihre Thesen nicht nachprüfen könne.
    Doch ist dem so? Vieles mag (noch) nicht nachprüfbar sein, aber das kann sich ändern (siehe z.B. den aufkommenden Zweig der Neutrino-Astronomie), und oft kann man die Dinge zwar nicht direkt überprüfen, aber indirekt, z.B. über Betrachtungen zur Plausibilität und der Zusammenhänge. So kommen die Thesen zur Inflation des Universums nach dem Urknall oder die Postulierung der dunklen Materie ja nicht von ungefähr, und es gibt viele indirekte Hinweise. Man kann anstatt der dunklen Materie auch eine mehr oder weniger komplizierte Variabilität des Gravitationsgesetzes (Modified Newtonian Mechanics, MOND) annehmen, und vielleicht erweist sich auch das als besser als die dunkle Materie. Man muss aber immer alle zur Verfügung stehenden Beobachtungen berücksichtigen, also insbesondere aller bereits etablierten Theorien.
  • @Olaf Schlüter

    10.07.2015, Siegbert Kistler
    Das Entscheidende an der Wissenschaft und damit auch für die Kosmologie ist die - zumindest prinzipielle - Falsifizierbarkeit der Aussagen. Von daher ist die Annahme vieler Universen problematisch und erweckt in der Tat den Anschein einer Ad-hoc-Annahme, um passend zu machen, was nicht passt. Nämlich dass wir in unserem Universum eben zufällig die passenden Naturgesetze haben, die die Entwicklung unserer Existenz ermöglichte.
    Andererseits zeigt uns doch das zunehmende Aus-dem-Mittelpunkt-gestellt-Werden - also das, was auch als die menschlichen Kränkungen bezeichnet wird inklusive der Darwinschen Kränkung -, dass es aller Wahrscheinlichkeit nach auch vermessen ist, unser Universum als etwas Besonderes und auf den Menschen zugeschnitten zu bezeichnen. Die Natur hat uns bisher immer gelehrt, dass wir da bescheidener sein sollten. Das heißt ja nicht, dass wir, das Universum und das Leben etwas überaus Erstaunliches sind.
    Außerdem hat auch die Quantentheorie mit Thesen begonnen, die tatsächlich vor allem verzweifelte Ad-hoc-Hypothesen waren. Max Planck hat die Quantelung mathematisch erfunden, um das Wiensche Verschiebungsgesetz und Raleigh-Jeans in Einklang bringen zu können. Einstein hat die Quantelung postuliert, um den Photoeffekt zu erklären, aber beiden ist das alles seltsam vorgekommen. Und bis heute hat die Quantentheorie ja nichts von ihrer Seltsamkeit verloren, im Gegenteil. Es geht in den Naturwissenschaften vor allem um Falsifizierbarkeit, und wenn die Modelle das erfüllen und alle unnötigen Erklärungen außen vor lassen, sind es gute Modelle, und seien sie auch noch so seltsam.
    Wenn irgendetwas anders als durch Zufall und Naturgesetze erklärt werden müsste, dann wäre das aber noch viel seltsamer, finden Sie nicht auch?
  • Keine Panik

    10.07.2015, Olaf Schlüter
    Nein, in Panik versetzt mich die Kosmologie nicht, als Physiker und von Natur aus neugieriger Mensch schaue ich mir auch immer gerne an, was denn da so an Neuem entdeckt wird. Besonders spannend zur Zeit Dunkle Materie und Energie, und wer weiss, vielleicht finden wir auf der Suche danach auch was besseres als die kosmische Inflation zur Erklärung einiger fundamentaler Eigenschaften des Kosmos.
    Ich habe nur ein paar Aspekte der Kosmologie aufgezählt, die nach meinem Dafürhalten aus der Physik heraus führen zu Aussagen, die man nicht mehr als naturwissenschaftliche Aussagen ansehen darf - Multiversen ala Andre Linde z.B. Es gibt Fragen, die die Physik nicht beantworten kann: warum haben die Naturgesetze die Form, die wir finden, warum gibt es überhaupt Naturgesetze, also warum verhält sich die Realität gesetzmäßg? Als Physiker können wir nur feststellen, dass die Natur so ist, wie sie ist. Alles andere ist keine Naturwissenschaft mehr.
  • Vegane Pandas?

    10.07.2015, matokla
    Veganismus ist eine vom Menschen geschaffene Ess-Ideologie und kein Synonym für vegetarische Ernährung.
  • Was ist ein negativer Druck?

    10.07.2015, Rita Mühlgassner
    In dem Artikel "Baumhoher Aufstieg" erwähnt der Autor ohne weitere Erläuterungen einen negativen Druck. Meiner bisherigen Meinung nach war Druck jedoch immer eine positive Größe, da er sich in der einfachsten Formel aus dem Betrag der Kraft dividiert durch die Fläche, auf die die Kraft wirkt, ergibt. Per Definition sind der Betrag einer Größe sowie eine Fläche positiv. Daher wollte ich nachfragen, was genau ein negativer Druck ist bzw. wie er definiert ist! Handelt es sich einfach um eine Druckdifferenz bzw. um einen Unterdruck? Wenn dem so ist, würde mich noch interessieren in Bezug worauf dieser Unterdruck im Falle des Artikels gemessen wurde, da er betragsmäßig das 20fache des Atmosphärendrucks betrug und somit in meiner Vorstellung nicht wirklich auf diesen bezogen sein kann.
    Antwort der Redaktion:
    Ngativer Druck wird beispielsweise in dieser Arbeit zum Thema verwendet:

    http://www.nature.com/nature/journal/v455/n7210/full/nature07226.html

    Ein Druck, der über die Steighöhe hinaus führt, den die Atmosphäre ermöglichen würde, ist negativ (gewissermaßen der zusätzliche Zug nach oben).
  • Männern steht der Ärger ins Gesicht geschrieben

    10.07.2015, Wolfgang J. Linker
    Leider geht aus dem Artikel nicht eindeutig hervor, ob dieselben Bilder mit jeweils zwei unterschiedlichen Lebensläufen oder ob zwei Bilder präsentiert wurden.
    Antwort der Redaktion:
    Lieber Herr Linker,

    im Versuch wurden die Bilder verschiedener Personen präsentiert. Jede Person bekam nur einen Lebenslauf zugeordnet und schaute jeweils einmal traurig, glücklich, ängstlich usw.

    Herzliche Grüße
    Daniela Zeibig
  • @ Robert Orso

    10.07.2015, Leh Phil
    "Die auf 0,01% der Erdoberfläche eingestrahlte Energie würde derzeit unseren globalen Energiebedarf völlig decken. In "realen" Bauteilen (Wirkungsgrad) und unter Berücksichtigung der Bewölkung müsste man eher mit 1% der Fläche oder mehr rechnen. Da sind Meere und Pole noch mit gerechnet. Zieht man diese sowie ungünstige Standorte ab, würde ich eher mit 10% der "guten" Erdoberfläche rechnen. Das ist kein Pappenstiel!"

    Wäre es nicht (reine Theorie meinerseits) super, wenn man die Solar"farmen" an ebendiesen Orten wie Polkappen oder Glätscher baut?
    In den Alpen werden Glätscher ja auch teilweise mit weißen Planen zugedeckt um sie vor dem Abschmelzen zu schützen, könnte das nicht auch bei den Polen mit solchen Anlagen funktionieren?

    Und wenn man sie an Stellen errichtet wo man Wiesen oder Felder beschatten würde, sodass die Flora und Fauna kein Licht mehr bekommt, könnte man dem nicht mit durchsichtigen Solarpanälen entgegenkommen?
    Da gibts schließlich auch schon welche die man ans Fenster kleben kann.
  • Halbleiter

    10.07.2015, Leh Phil
    "Anders als Graphen sind viele TMDCs Halbleiter und könnten so zu digitalen Prozessoren in Molekülgröße verarbeitet werden"

    Auch mit Graphen wurden bereits Transistoren hergestellt... ist also nicht nur mit TMDC möglich ;-)
  • @14 Olaf Schlüter

    09.07.2015, Mathias Völlinger
    Kann es sein, dass die heutige Kosmologie Sie in Panik versetzt? Wo das "göttliche" immer obsoleter wird. Natürlich können die heutigen physikalischen Weltmodelle nur vorläufig sein, solange es noch keine konsistente und experimentell überprüfbare Quantengravitation gibt. Die Spielräume werden mit fortschreitender Technik in der Experimentalphysik jedoch immer enger und es ist letztendlich nur noch eine Frage der Zeit. Die Vernunft hat bis jetzt immer die besseren Argumente gehabt und es ist momentan eine spannende Zeit in der Kosmologie. Und damit kann immer noch viel Philosophie betrieben werden.
  • zu 3. und 4.: Aktionismus ist keine Strategie

    09.07.2015, howetzel
    1. der anthropogene Anteil von CO2 ist unter 10%
    2. der pH-Wert ist ein logarithmisches Maß. Bei einer Größenordnung ändert sich der Wert um 1
    3. dort mit Aktionismus zu glänzen, wo die wenigsten Ergebnisse zu erwarten sind, ist Selbstbeweihräucherung
    4. Fakten sind geschönt, um in eine "Offenbarung" zu passen
    5. Die Welt ist viel komplizierter, als dass sie auf CO2 reduziert werden kann.
    6. Unabhängig den Einfluss von CO2 ändert sich die Umwelt. Das einzig Beständige am Klima ist seine Unbeständigkeit

    Vor erst 8000 Jahren gab es keine englische Insel, der Meeresspiegel war 140m tiefer

    Aus Rezension "Die Klimafalle": Die Klimagipfel scheitern und bleiben folgenlos, obwohl die Emissionen immer weiter steigen. Der Klimaforscher Hans von Storch und der Ethnologe Werner Krauß erklären, wie wir in der Klimafalle gelandet sind – und wie wir ihr entkommen können. Die inflationäre Ankündigung der Klimakatastrophe hat zu einem Verlust der Glaubwürdigkeit von Wissenschaft geführt. Dabei ist der Klimawandel keine wissenschaftliche Frage, sondern eine gesellschaftliche. Er muss in regionaler Kultur, Alltag und Politik verankert werden. Die Weltgesellschaft braucht keine politisierte Wissenschaft, die das 2-Grad-Ziel ausruft, sondern eine, die die Bedingungen für einen pragmatischen Umgang mit dem Klimawandel auslotet.
  • Wenn auch gehobene, es bleibt Schulmathematik

    09.07.2015, Ludek Smolik
    Wenn man sich die Sache etwas mathematischer ansieht, verliert unsere alltägliche Erfahrung über die Volumina von Objekten ihren gewohnten Sinn. Ich verweise auf das Banach-Tarski-Paradoxon (siehe z. B. das Buch "Aus eins mach zwei" und dessen Rezension.
    In dieser mathematischen Sicht macht es wenig Sinn, über größere und kleinere Volumina zu reden.
    Ebenfalls ist der Vergleich von Zahlen ohne Angabe der Dimension irreführend. Eine Kugel in Dimension n hat ein Volumen mit der Einheit Länge hoch n. Das Volumen ist NICHT nur eine Zahl, wie in dem Graphen auf Seite 57 dargestellt ist.
    In Klartext gesagt, der nackte Vergleich der Zahlen ist irreführend.
    Im Raum einer Dimension, z. B. 1, ist es eine wohl anerkannte Meinung, dass die Zahl 5 größer als 3 ist.
    Aber weiss man, ob z. B. 5 in der Dimension 4 wirklich größer ist als 3 in Dimension 10?
    Antwort der Redaktion:

    Die Mengen, von denen das Banach-Tarski-Paradox handelt, haben in der Tat kein Volumen. Da hilft auch eine einheitliche Maßeinheit nicht.

    Bei den Volumina, von denen der Artikel handelt, gibt es einen solchen Vergleichsmaßstab. Es handelt sich um das "Volumen" des n-dimensionalen Einheitswürfels. In der Tat läuft die Fragestellung im Wesentlichen darauf hinaus, warum mit anwachsender Dimension die Einheitskugel einen immer kleineren Teil des Einheitswürfels einnimmt.

    Christoph Pöppe, Redaktion