Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Warum für etwas bezahlen, das aus dem Nichts geschaffen wurde?

    22.10.2012, Quell
    Wer sich ein wenig mit der Geld- und Kreditschöpfung der Geschäftsbanken beschäftigt, der weiß, dass Banken Kredit aus dem Nichts schaffen. Für eine Bank sind Kredite nichts weiter als eine Bilanzverlängerung. Genau genommen wird nicht die gesamte Kreditsumme geschaffen, ca. 1% (in Europa) des Kapitals muss die Bank schon haben.
    Mit diesem Geld, von dem also 99 % aus dem Nichts geschaffen wird, bekommen die Banken nun das Recht, reale Güter zu pfänden und zu verwerten. Schulden sind also nichts weiter als eine gigantische Umverteilung von fleißig nach reich.
    Das hat im Mittelalter mit der Bodenreform schon sehr gut funktioniert. Die Bauern erhielten Land, das sie bearbeiteten, als Eigentum. Wenn jetzt die Widrigkeiten des Lebens auftreten, dann mussten sie dieses Land gegen Kredit bei den Reichen verpfänden. Konnten sie die Kredite nicht mehr bedienen, so verfiel das Land an die Reichen. Für diese war das ein wunderbarer Kreislauf, vor allem deswegen, weil die armen Bauern nachher in einer schlimmeren Situation waren als vorher als Leibeigene. Die Reichen konnten sich so nämlich ihrer Verantwortung entledigen. Wer seine Schulden nicht bezahlen konnte, war dafür eben selbst verantwortlich. Kredite sind für die Reichen etwas herrliches, Wucher in Reinform.
  • Gelungende Darstellung der Problematik von Ökosystemforschung

    22.10.2012, Dr. Christian Monnerjahn, Magdeburg
    Der Artikel stellt sehr anschaulich typische Probleme und Herangehensweisen in der Ökosystemforschung vor: Wie kann man ein komplexes Netzwerk untersuchen, bei dem es sowohl aus praktischen wie auch aus ethischen Gründen nur begrenzt möglich ist, die Rolle einzelner Komponenten durch Herauslösung bzw. Zusetzung (Beispiel im Artikel: Einführung von Echsen auf andere Inseln in ihrem Siedlungsgebiet) zu bestimmen?
    Das Beispiel des Gorongosa-Nationalparkts und die "Illusion der unberührten Natur" zeigen, dass Konzepte zur "Wiederherstellung" schnell an eine Grenze stoßen können - zum einen schon, weil es keine allgemein gültigen Regeln für die Definition des wieder herzustellenden Status gibt, zum anderen dass auch "technische Probleme" (im Artikel: Inzucht in kleinen Populationen) nicht zu unterschätzende Herausforderungen sind.
    Besonders wichtig finde ich (als Biologie), dass der Artikel zeigt, dass es neben den Extremen der Physik in Teilchenforschung oder Kosmologie, die beide auf die eine "Formal für alles" ausgerichtet sind und in ihren theoretischen Teildisziplinen immer in der Gefahr sind, in metaphysik umzuschlagen, auch dem menschlichen Erfahrungsbereich deutlich näher liegende Bereiche hochkomplexer und anspruchsvoller Wissenschaft gibt, die ebenso Fragen nach den grundsätzlichen Konzepten und Möglichkeiten wissenschaftlichen Arbeitens aufwerfen. Aus diesem Blickwinkel ist der Artikel eine schöne Ergänzung zu "Schrödingers Katze auf dem Prüfstand".
  • Malaria + Immunität

    22.10.2012, Paul R. Woods
    "Als er einmal zwei Jahre im Hochland von Madagaskar verbrachte, hatte es dort kurz zuvor den ersten heftigen Malariaausbruch nach zwei Generationen der Ruhe gegeben. 10000 Menschen starben, da inzwischen kaum noch einer von ihnen immun gegen die Seuche war."

    Immunität gegen Malaria? Die gibt es so direkt überhaupt nicht. Eine verringerte Anfälligkeit wird durch Sichelzellen, d. h. abnorme rote Blutkörperchen, begründet.

    Da die durch Sichelzellen verursachten körperlichen Folgen (Anämie u. a.) die Betroffenen früher sterben lassen, sind die Überlebenden anfälliger für Malaria. Hat der Autor das gemeint?
    Antwort der Redaktion:

    In der Tat gibt es bei Malaria keine direkte Immunität. Allerdings werden in Malariagebieten relative Resistenzen beobachtet, die vielleicht durch wiederholte Infektionen mit dem Malariaerreger entstanden sind.

    Reinhard Breuer

  • Stalin kann es nicht gewesen sein

    21.10.2012, Stefan Neumeier
    In diesem schönen Artikel ist mir eine kleine Unstimmigkeit aufgefallen: Stalin soll 1954 Kolmogorow eine Reise ins Ausland erlaubt haben. Stalin ist jedoch schon 1953 gestorben.
    Antwort der Redaktion:

    Welch ein peinlicher Fehler! Anstelle von "Stalin" hätte es heißen müssen: "das Politbüro des ZK der Kommunistischen Partei", das auch unter Stalins Nachfolgern Malenkow und Chruschtschow ein sehr restriktives Verhalten gegenüber einer freien Wissenschaft an den Tag legte.

    Marc Dressler

  • Vernünftige Gründe?

    20.10.2012, Sebastian Beck
    "Es besteht kein vernünftiger Grund, Pelztiere zur Pelzgewinnung zu halten und zu töten"
    Besteht denn ein vernünftiger Grund, Tiere zur Lebensmittelgewinnung zu züchten?

    Aus meiner Sicht nicht.
  • Warum so zurückhaltend?

    20.10.2012, Jörg Kampmann, Physiker
    Es muss schon mächtig stürmisch bei der Acatech zugegangen sein, dass sich gleich 4 renommierte Klimawissenschaftler zurückgezogen haben. Was ich nicht so ganz verstehe, ist, dass in der Homepage von acatech der Satz steht:"acatech – DEUTSCHE AKADEMIE DER TECHNIKWISSENSCHAFTEN vertritt die Interessen der deutschen Technikwissenschaften im In- und Ausland in selbstbestimmter, unabhängiger und gemeinwohlorientierter Weise. Als Arbeitsakademie berät acatech Politik und Gesellschaft in technikwissenschaftlichen und technologiepolitischen Zukunftsfragen auf dem besten Stand des Wissens. Darüber hinaus hat es sich acatech zum Ziel gesetzt, den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu unterstützen und den technikwissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern.
    acatech tritt ein für nachhaltiges Wachstum durch Innovation."
    Hervorgehoben werden muss: "... auf dem besten Stand des Wissens ..." ... dieser Teilsatz hätte von den 4 Wissenschaftlern eigentlich viel mehr in den Vordergrund der "Auseinandersetzung" gestellt werden müssen.

    Vielleicht haben sie es ja so gemacht, aber dann hätte der Rücktritt nicht nötig sein müssen ...
  • Politisch motivierte Vorurteile

    20.10.2012, Hubert Schmoll
    Zum jetzigen Zeitpunkt der Untersuchung der Dissertation von Frau Schavan ist ein Qualitätsurteil darüber nicht möglich. Die vorzeitige Verlautbarung eines Einzelnen zuungunsten der Inkriminierten ist wissenschaftlichen Gepflogenheiten entgegenstehend, zumal sieben weitere Mitglieder der Prüfungskommission sich noch nicht geäußert haben. Ich nehme stark an, dass auch ihr Doktorvater und der Zweitkorrektor, die mit "summa cum laude" geurteilt haben, wissenschaftlich korrekt gehandelt haben und gehört werden müssen ebenso wie Frau Dr. Schavan selbst.
    Ein endgültiges wohlbegründetes Urteil ist vor 2013 nicht zu erwarten. Bevor also solches feststeht, sind die Schmährufe von Frau Nahles, Herrn Gabriel u. a., die den Rücktritt von Frau Dr. Schavan und die politischen Konsequenzen daraus öffentlich fordern, niveaulos und offenbaren deren unanständige Gesinnung.
  • Ökologie versus Ökonomie?!

    20.10.2012, Thomas Bautz
    Meines Wissens hat Ende der 1980iger Jahre der Naturwissenschaftler und Politiker Ernst Ulrich von Weizsäcker in seiner Publikation "Erdpolitik. Ökologische Realpolitik als Antwort auf die Globalisierung" (5., aktualis. Aufl. 1997) ein engagiertes Plädoyer für eine realistische, konsequente Umweltpolitik formuliert, worin er auch die Notwendigkeit ansprach, Umweltschutz für die Wirtschaft "attraktiv" werden zu lassen.
    Die Kompatibilität von Umweltforschung, -schutz und -politik mit wirtschaftl. Interessen kommt m.E. aber nach wie vor einem "Hochseilakt" gleich, ähnlich wie dies zwischen Ethik und Wirtschaft der Fall ist.
    Ausschlaggebend wird - zugespitzt formuliert - sein, wie weit alle Beteiligten gewillt sind, tatsächlich dazuzulernen, an die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder und auch an globale Folgen unseres Handelns und Nichthandelns zu denken, sowie die Konsequenzen daraus zu ziehen.
    Fazit: Wem nützt es langfristig, wenn wir ein paar Jahre oder Jahrzehnte weiter als Ignoranten leben? Und wie werden die Vorwürfe künftiger Generationen uns Heutigen gegenüber ausfallen, wenn sie im Nachhinein feststellen müssen, dass wir sehr wohl einiges hätten rechtzeitig ändern können. - Und: Wozu hochkarätige wissenschaftl. Kommissionen, wenn "die" Wirtschaft doch das Oberwasser behält??!
  • Verunsicherung

    20.10.2012, Roland Schröder
    Eins hat die Kommission sicher erreicht: Der Bürger bleibt nicht informiert, sondern verunsichert zurück. Um die sogenannte Anpassung braucht man sich meiner Meinung nach nicht unbedingt zu kümmern. Sie findet in jedem Falle statt. Die Frage ist, ob im Zuge der Anpassung noch ein Lebensraum für die Spezies Mensch übrig bleibt.
  • Woher die Gewissheit im letzten Absatz?

    19.10.2012, Frank Schubert
    "Bislang gibt es noch kaum Beweise, dass der Klimawandel überhaupt Gewalttaten begünstigt: Panikmache ist also momentan überhaupt nicht angebracht."

    Das ist aber eine ziemlich gewagte Behauptung. In der Darfur-Krise etwa gibt es schon seit Jahren deutliche Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Klimaerwärmung und Gewaltkonflikten. Darauf hat bereits 2008 der Sozialpsychologe Harald Welzer in seinem lesenswerten Buch "Klimakriege : wofür im 21. Jahrhundert getötet wird" hingewiesen (siehe hierzu etwa http://www.tagesschau.de/ausland/klimakriege100.html). Auch UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat 2007 den Klimawandel als eine der Ursachen des Darfur-Konflikts bezeichnet.
  • Technologien entwickeln sich

    19.10.2012, Quentin Quencher
    Eine besonders wichtige Aussage im Text, so finde ich, ist diese:

    "Die Technologie ist in der Welt, wir können sie nicht rückgängig machen. Man muss aber wenigstens die Möglichkeit der unkontrollierten Verbreitung von atomwaffenfähigem Material verhindern."

    Es zeigt sich hierbei, dass es ein großer Fehler von Deutschland war, sich aus entsprechender Forschung zu verabschieden. Ebenso dass "wir" nicht im Generation IV International Forum vertreten sind, wo neue Reaktortypen entwickelt werden, die nicht die Nachteile der gegenwärtigen haben. Oder auch die Entwicklungen beim Thorium-Flüssigsalzreaktor sind vielversprechend. Doch nirgendwo ist Deutschland dabei. Einzige Ausnahme der ITER.

    Neue Technik wird sich aber nicht aufhalten lassen, nur weil Deutschland meint, sie wäre ethisch nicht vertretbar. Andere Länder sehen das anders und betrachten es eher als ethisches Gebot die Möglichkeiten die sich der Menschheit bieten, auch auszuschöpfen. Wir befördern uns mit dieser Politik nur ins Abseits. Siehe auch:
    http://glitzerwasser.blogspot.de/2012/10/anthropozan-und-technium.html
  • Science vs. Science Fiction

    18.10.2012, Paul R. Woods
    Es ist schon seltsam wie Wissenschaft sich im Rennen mit Science Fiction verhält - fast immer ein paar Jahre hinterher. So auch hier.
    1990 erschien "Nightfall" (Deutsch: "Einbruch der Nacht") - eine Kurzgeschichte von Isaac Asimow, zu einem Roman erweitert durch Robert Silverberg. Die Geschichte handelt von einem Planeten mit sechs Sonnen und alle 1.000 Jahre sind alle Sonnen für eine Nacht nicht sichtbar (den Rest sollte man selbst lesen).
  • Heraklit wird oft missverstanden...

    18.10.2012, Chris Hawel
    Soweit ich Heraklit noch im Kopf habe, bedeutet das griechische Wort ins Deutsche übersetzt nicht "Krieg", sondern "Widerstreit" bzw. "Gegensatz"...
  • Plagiate sind ein methodisches Problem des Fachs

    17.10.2012, Dr. Wolfgang Klein
    Ich wage zu behaupten, dass Plagiate primär ein Problem von Fächern sind, die hauptsächlich vom beliebigen Kompilieren bestehender Texte leben, also primär solchen, die sich als Geisteswissenschaften (ohne Mathematik) umschreiben lassen. Selbst wenn korrekt zitiert wird, wie soll man denn feststellen, was eine neue (geistes-)wissenschaftliche Idee ist und ob diese Idee überhaupt valide ist. Es ist auch immer möglich, Aussagen umzuformulieren oder zu paraphrasieren. Wenn die Gutachter in den bekannten Fällen noch nicht einmal erkannt haben, dass abgeschrieben wurde, wie wollen sie denn dann erkennen, ob der Doktorand neue und valide Ideen äußert. Auch die heute existierende Plagiatsoftware kann das nicht. Wenn sie dies eines Tages einmal können wird, dann kann man sie auch zum Schreiben geisteswissenschaftlicher Dissertationen einsetzen. Das heißt, das Abfassen geisteswissenschaftlicher Dissertationen wäre dann automatisierbar. Wir hätten dann eine Fabrik für Dissertationen in den Geisteswissenschaften.

    Bei den Experimentalwissenschaften liegt die Sache anders. Alte Hüte fallen leichter auf. Die Gefahr liegt eher im Fälschen von Messergebnissen. In den Experimentalwissenschaften gibt es noch viel Handwerk, aber auch hier geht die Entwicklung in Richtung Automatisierung. Schon heute erfolgt die Interpretation von Messergebnissen am CERN durch Servomechanismen. Die Experimentalphysiker entwerfen nur noch die Geräte oder sitzen vor dem Bildschirm und schauen sich an, was der Computer so ausspuckt. Ähnlich in der Gentechnologie. Die Tätigkeiten, die vor 30 Jahren Hauptgegenstand der Dissertation waren, erledigt heute ein Sequenzierautomat in Sekunden. Der Informatik (früher hätte man von finiter Mathematik gesprochen) kommt hier im Zusammenhang mit dem erforderlichen Data Mining eine zentrale Bedeutung zu. Das ist natürlich nur ein Trend und noch nicht überall in den Experimentalwissenschaften so.

    Die Mathematik demgegenüber halte ich für inhärent plagiatsicher, wenn man von Randbereichen wie der Anwendung der "echten" Mathematik auf die Realität absieht. Die bekannten Plagiatsfälle in der Mathematik stammen alle aus diesen Randbereichen. Diese Plagiatsicherheit liegt an der mathematischen Methodik mit den Metaobjekten "Axiom", "Satz", "Beweis" usw.. Einen Satz einfach abzuschreiben bringt nichts. Das fällt wegen der normierten Sprache sofort auf. Das Umformulieren eines Satzes bringt einen Doktoranden auch nicht weiter. Das fliegt schnell auf. Genauso wenig bringt es, einen Beweis abzuschreiben. Die Anzahl der Beweisvarianten ist weiterhin meist klein. Außerdem legt die Mathematik Wert auf Eleganz. Wer schreibt schon einen umständlichen Zweitbeweis für einen bekannten Satz. Im Unterschied zu den Experimental- und Geisteswissenschaften ist grundsätzlich jeder, der die geistigen Fähigkeiten mitbringt, in der Lage Beweise ohne spezielle Zusatzausrüstung zu überprüfen.

    Worin liegen die Gefahren bei einer mathematischen Dissertation, bei der es meist um ein oder zwei zentrale Sätze geht.

    1. Der Satz wurde schon bewiesen und publiziert oder der Beweis war dem Doktoranden aus anderer Quelle (z.B. unveröffentlichtes Papier) bekannt. Ausnahme: Der neue Beweis ist eleganter oder offenbart andere interessante Zusammenhänge.
    2. Der Beweis ist fehlerhaft. Ist der Satz trotzdem richtig, kann der Beweis ggf. repariert werden (Beispiel: Andrew Wiles und der Beweis der Fermatschen Vermutung). Der Satz kann aber auch falsch sein. Das ist dann schlecht für den Autor, ist aber auch schon passiert (Beispiel: Ein Artikel mit dem Titel "K-Theory doesn't exist").
    3. Der Beweis des Satzes ist trivial oder zumindest einfach. Dann müssen sich die Gutachter nach ihrer fachlichen Qualifikation fragen lassen.

    Die Automatisierbarkeit mathematischer Arbeiten gestaltet sich schwierig. Schon in den 1970er Jahren wurden für die nahe Zukunft sogenannte "Beweiser" angekündigt, meist von angewandten Logikern, von denen man seither nicht mehr viel gehört hat. Ich wage die Vorhersage, dass die Mathematik die letzte Wissenschaft sein wird, die automatisiert werden kann.

    Man darf die Frage stellen, ob die Methodik der Mathematik in irgendeiner Weise auf die anderen Wissenschaften übertragen werden kann. Auch wenn Physiker, Informatiker, Wirtschaftswissenschaftler oder Soziologen mathematische Verfahren verwenden, heißt das nicht automatisch, dass sie wirklich Mathematik betreiben. Das zentrale Korrespondenzprinzip der Quantenmechanik ist beispielsweise durch keinen mathematischen Satz und keinen Beweis gedeckt. Es ist einfach nur eine physikalische Daumenregel, die irgendwie funktioniert.
  • Plagiatssuche ist auch wissenschaftliche Arbeit

    17.10.2012, Alex. Lokowand
    Gerade in einer so alten Arbeit, deren (noch unentdeckte?) Quellen zum großen Teil nicht in digitaler Form vorliegen, ist die Suche nach Plagiaten sehr mühsam. Um so höher muss man die Leistung der jetzt aktiven Gutachter (von der Hochschule bestellt oder unabhängig) bewerten.

    Ich finde es erschreckend, wenn sogenannte "führende Wissenschaftler", die doch eher Politiker an der Spitze einer Wissenschaftsorganisation sind, sich jetzt beschweren, wenn ein Gutachten veröffentlicht wird. Natürlich behindert die vorzeitige Veröffentlichung ihre "Spielchen", missliebige Gutachten zu unterdrücken und so lange Zweit-, Dritt-, ... Gutachten anzufordern, bis ein genehmes Gutachten dabei ist oder bis Gras über die Sache gewachsen ist. Dieses politisch oportune Verhalten beweist fehlendes Rückgrat und ist wissenschaftlich nicht akzeptabel.

    Transparenz ist das einzige, was der Wissenschaft weiter hilft. Eine Ministerin, die nicht zu ihren Fehlern steht, ist genauso schädlich wie "führende Wissenschaftler", die lieber Politik im Hinterzimmer betreiben.