Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Die letzte Sekunde

    14.02.2016, Hannes Partsch
    Sie schreiben, daß in der letzten Sekunde der Verschmelzung der Schwarzen Löcher 50 mal mehr Energie freigesetzt wurde als alle im Universum befindlichen Sterne im selben Moment abgegeben haben.
    Kann man das auch so ausdrücken: In dieser letzten Sekunde wurden ca. 5 Sonnenmassen in Form von Energie abgestrahlt?
  • Messmethode für Gravi.-wellen

    14.02.2016, Ralf Kudanek
    Bei allem auch mich ergreifenden Enthusiasmus stelle ich mir doch folgende Frage: Wenn Gravitationswellen das gesamte Raumzeitgefüge verändern, also eigentlich auch Licht-, Laserwellen ebenso wie den Erdboden samt den beiden Lasertunneln, würden sich die Laserstrahlen nicht ebenso verändern (Rot-, Blauverschiebung etwa), so dass eine auf Gravi.-wellen beruhende Differenz per Interferenz oder wie auch immer gar nicht auftreten kann? Wo liegt da ev. mein Verständnisproblem, was zeichnet die Messmethode so aus, das eben Gesagtes falsch wäre? Wenn sich Maßstab und zu Messendes gleichermaßen ändern, merken wir doch überhaupt nichts, oder?
  • Menschheit legt falsche Schwerpunkte

    13.02.2016, Nicolas
    Bis das Problem mit dem nötigen Druck angegangen wird muss es vielleicht leider erst zur Katastrophe kommen. Wieso sind die Zeitungen und die Politik voll mit abstrakten Ängsten vor Überfremdung und Staatspleiten während eine so konkrete Gefahr ignoriert wird? Wir sterben nicht an Flüchtlingen und Pleiten aber sehr wohl an Resistenzen.
    Wie wäre es mit einem psychologischen Artikel über die Neigungen der Menschen sich in abstrakten Ängsten zu verlieren wie z.B. Statusverlusten, während viele konkreten Gefahren ignoriert werden, Herr Fischer? Vielleicht blenden wir kollektiv diese konkrete Gefahr aus, weil unser Gehirn ein soziales Konstrukt ist und emotionale, soziale Risiken überschätzt während das Microbiom/Immunsystem nicht sichtbar ist und intuitiv unterschätzt wird?
    Antwort der Redaktion:
    Für Psychologie sind bei uns andere Redaktionsmitglieder zuständig. Aber tatsächlich gibt es bei uns bereits einige Artikel, die sich mit solchen Fragestellungen befassen, zum Beispiel bei GMO:
    http://www.spektrum.de/news/warum-diese-angst-vor-gentechnik-trotz-ihrer-unbedenklichkeit/1361504
  • 5,1 Sigma - Erkenntnisschwelle für eine Entdeckung

    13.02.2016, Rudolf Uebbing
    Bei der Bestimmung der Gravitationskonstante existieren immer noch erstaunliche Ungereimtheiten im Bereich von einigen Sigma - nahezu ähnliches gilt auch für die Bestimmung der Plejadendistanz - hier spielen sicherlich noch nicht erkannte, systematische Effekte eine Rolle - welche systematischen Effekte mögen im LIGO, in diesem "Neuland" noch nicht entdeckt worden sein, mag einmal gefragt werden. - Erst recht überzeugend wird die Entdeckung der Gravitationswellen durch unabhängig, räumlich deutlich getrennte Messsysteme, wie ich bitte meine.
  • Bevölkerungsexplosion ebenfalls ursächlich für den Klimawandel !

    13.02.2016, Nathanael W.
    Durchschnittstemperatur-Rekordjahre fallen besonders nach dem Jahr 2000.
    Die Wetterextreme und deren Auswirkungen nehmen ebenfalls zu.

    Welche Strategien kann jeder Einzelne, zusätzlich zu den
    politischen Maßnahmen ergreifen ?

    Wer der Möglichkeit hat, sollte möglichst zu Fuß gehen, Laufen, Radfahren,
    Lieferdienste, Bus & Bahn in Anspruch nehmen und auf Fahrzeuge mit
    Verbrennungsmotoren möglichst meiden.

    Wer fahren muss, sollte Fahrten nur noch sinnvoll miteinander verbinden, kürzste Wege fahren und dabei so wenig C02 wie möglich in die
    Atmosphäre freigeben. Elektrozweiräder & Elektomobile
    sind mittlerweile günstig zu erwerben.

    Der Klimwandel und die Bevölkerungsexpolsion und
    deren Auswirkungen lassen sich auch noch mit
    einem anderen Grundgedanken beeinflussen.

    Wenn theoretisch, ein Paar ab dem heutige Tage nur noch 1 Kind zeugen würde, wären die Bevölkerungsexplosion, die Völkerwanderungen, der Klimawandel, das Terraforming, der Rückgang der Artenvielfalt
    im Tierreich, nach und nach über die Jahre rückführbar.







  • Die Antibiotika-Revolution gibt es eigentlich schon ...

    13.02.2016, Werner Maritzen
    ... sie heißt (Bakterio-)Phagen, denn diese passen sich mittels Mutation schon seit Urzeiten an Bakterien an, werden somit nicht unwirksam. Weiterer Vorteil: ihre Menge passt sich an die Zahl ihrer Opfer an und reduziert sich gegen Null, wenn die betreffenden Bakterien vernichtet wurden.
    p.s. in Russland wurden sie vor dem Antibiotika-Zeitalter bereits gezielt genutzt
    Antwort der Redaktion:
    Ich habe hier mal ein paar Gründe zusammengetragen, weshalb Phagen in der Theorie besser funktionieren als in der Praxis.
  • Ist der Urknall damit beobachtbar?

    13.02.2016, Thomas Gebert
    Ich habe in einem Beitrag zur Entdeckung der Gravitationswellen gelesen, sie ermöglichen möglicherweise einen Blick auf den Urknall. Da sich das Universum aber seit Anbeginn überlichtschnell ausdehnt, wie kann uns da ein Signal vom Urknall erreichen, dass sich nur mit Lichtgeschwindigkeit fortpflanzt?
    Antwort der Redaktion:

    "Interessanterweise gibt es doch eine Möglichkeit, den Schleier der finalen Wand etwas zu lüften. Theoretischen Überlegungen zufolge könnten sich nämlich einige Vorgänge im frühesten Universum in Form bestimmter Strukturen der kosmischen Hintergrundstrahlung aufgeprägt haben." schreibt Uwe Reichert, Chefredakteur von "Sterne und Weltraum" in diesem Beitrag, dessen physikalischer Hintergrund nicht dadurch falsch wird, dass sich die Graviationswellen von BICEP2 in Staub aufgelöst haben.

  • Quidquid agis, prudenter agas et respice finem

    13.02.2016, Raimund Kamm
    Gut, dass Sie ehrlich einräumen, dass Sie grundsätzlich gegen die Windkraft sind. Schade, dass Sie nicht die Konsequenzen formulieren.
    Sie wollen offenbar nicht akzeptieren, dass mit einem Mix aus Erneuerbaren Energien sowie begleitend mit besserem Stromverbund, Lastmanagement und Speichern wir Richtung umweltfreundliche Stromversorgung gehen können. Wir haben im Jahr 2015 immerhin 32,5 Prozent unseres Stromverbrauchs aus Erneuerbaren Energien gewonnen. Dafür wurden 194 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Windkraft, Bioenergiestoffen, Photovoltaik, Wasserkraft und anderen kleinen EE-Quellen erzeugt. Wäre dieser Strom in Braunkohlekraftwerken produziert worden, wären rund 194 Millionen Tonnen CO2 mehr in die Luft geblasen worden.
    Wenn Sie als Alternative zur Windkraft nur Erdgas, Kohle und Uran angeben, sollten Sie ehrlicherweise sagen, wo der Atommüll für die Ewigkeit gelagert werden soll. Allein das hier in Schwaben laufende und uns bedrohende AKW Gundremmingen hat im Jahr 2015 so viel Atommüll erzeugt, dass man damit rechnerisch alle Menschen dieser Erde töten könnte. Bezeichnenderweise gehört dieses AKW EON und RWE. Zwei Stromkonzernen, die ihre Zentralen in Nordrhein-Westfalen haben. Aber kein AKW in NRW betreiben. Dann sollte NRW wenigstens den Atommüll übernehmen! Und da Sie, Herr Quentmeier, explizit wie implizit sich für die Atommüllerzeugung aussprechen, sollten Sie auch Vorschläge machen, wo bei Ihnen dieser Atommüll gelagert werden soll.
    Ich nehme zur Kenntnis, dass Sie es auch für unnötig halten, dass Deutschland seinen Beitrag zur Erderwärmung verringert. Und wo sollen die Menschen hin, deren Lebensräume durch Anstieg der Meeresspiegel und durch Dürren vernichtet werden?
    Gut, dass weltweit die Menschen anders denken und handeln: Im Jahr 2015 wurde weltweit zwar die Atomkraftleistung um 5,5 Gigawatt gesteigert. Die der Photovoltaik hingegen um 51 GW und die der Windkraft sogar um 63 GW.
    Raimund Kamm
    www.atommuell-lager.de
  • Gravitationswellen

    12.02.2016, Meinders, Horst
    Ich verstehe nicht, wie man wissen will, dass das jetzt beobachtete Ereignis, welches als Gravitationswelle bezeichnet wird, mit einem zufällig gleichzeitig beobachteten Verschmelzen zweier schwarzer Löcher zusammenhängt. Ist die räumliche Auflösung der beiden Laserröhren so gut, dass man daraus schließen kann, dass es einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Ereignissen gibt?
    Antwort der Redaktion:

    Die kurze Antwort lautet: Ja!

  • SN1987a

    12.02.2016, Dieter Meinert
    Der jetzige Erfolg erinnert mich an den Erfolg des Kamiokande-Detektors 1987, als erstmals Neutrinos einer Supernova-Explosion nachgewiesen wurden. Diese Ergebnisse führten zu fortdauernden neuen Forschungen in verschiedenen Bereichen, unter anderem mit dem Nachweis der Neutrino-Oszillationen. Und nun 29 Jahre später der direkte Nachweis einer noch älteren Vorhersage.
    Das läßt hoffen , daß wir in den nächsten Jahren viel Neues über die Welt erfahren, in der wir leben.

    Glückwunsch an die Arbeitsgruppen.
  • 100 Jahre ART

    12.02.2016, Christian Bornhauser
    Bin auch begeistert, für mich die schönste Meldung seit langem! Chapeau den Messtechnikern!

    Aber man sollte doch auf dem Teppich bleiben, lieber TheDoctor. Es war zu ja erwarten, denn wenn die ART in der Nähe der Sonne richtig ist, dann ist sie auch "richtig" im ganzen sichtbaren Kosmos. Was den Rest betrifft, bin ich mir nicht so sicher. Immerhin braucht es noch obskure "Kosmische Konstanten", Dunkle Materien und noch dunklere Energien, damit die ART nicht kollabiert. Da liegt mithin noch einiges im Dunklen. Also abwarten, wie weit wir "Gott die Maske vom Gesicht reissen" können. Vielleicht lassen wir Ihn einfach aus dem Spiel bei alledem. Und was unseren grossartigen Geist betrifft, naja, da gibts leider auch andere Befunde.
  • Datenabgleich mit optischen Helligkeitszunahmen / Gamma Ray Bursts?

    12.02.2016, Jared J. Myers
    Etwa fünf Sonnenmassen werden also bei dem von LIGO detektierten Ereignis in Energie umgewandelt - das sind ca. 10 hoch 48 Joule. Freigesetzt in 1/2 Sekunde, entspricht das einer Leistung von ca. 2 x 10 hoch 48 Watt. Angenommen, all diese Leistung würde in Form von Gravitationswellen frei, so blieben in 1,3 Milliarden Lichtjahren noch grob 1 Centiwatt für die Längenänderungen des LIGO-Interferometers übrig. Das ist sehr viel mehr als fast nichts und lässt mich vermuten, dass trotz der immensen schwingenden Gravitationsfelder bei einer "Verschmelzung" Schwarzer Löcher eine ganze Menge Gammastrahlung o.ä. (z.B. aus Kollisionen beschleunigter Teilchen aus den Akkretionsscheiben) und Partikelastrahlung entweicht. Diese müsste in der Richtung, aus welcher die detektierten Gravitationswellen kamen, nachweisbar sein - als rot- oder blauverschobener Gamma Ray Burst, z.B., den man mit dem FGST (Fermi Gamma Ray Space Telescope) nachweisen können müsste - vielleicht nach einem gewissen Zeitverzug wegen der minimalen Ausbreitungsverzögerung des Lichts im interstellaren Medium. Bei einer Entfernung von 1,3 Mrd. Lichtjahren würde ein Milliardstel Geschwindigkeitsunterschied Gravitationswelle - Licht schon über ein Jahr Wartezeit ausmachen.

    Schaut denn da jemand hin?
  • Die Magellanschen Wolken sind doch nur 170000 und 200000 Lichtjahre entfernt.

    12.02.2016, Harald Giessen
    Das Signal kam aber aus 1.3 Mrd Lichtjahren Entfernung. Ich vermute, die Richtung ist die der Magellanschen Wolken, die Quelle selber ist aber um Größenordnungen weiter dahinter. Aus dem PRL weiß man, daß der source redshift 0.09 beträgt, also muß die Distanz viel größer sein als eine Galaxie der lokalen Gruppe.
    Antwort der Redaktion:
    Ja, gemeint ist aus der Richtung der Magellanschen Wolke, nicht direkt aus dieser selbst.
  • Wellenlänge?

    12.02.2016, G. Scholzen
    Welche Wellenlänge haben denn Gravitationswellen? Oder welche Einheit liegt hier zugrunde?
    Antwort der Redaktion:

    Wie bei anderen Wellen auch, gibt man die Länge von Gravitationswellen einfach als Länge an, passenderweise geht man irgendwann von Metern und Kilometern zu Licht-Einheiten, also Lichtminuten oder ähnlichem über. Denn Gravitationswellen haben ein sehr breites Wellenlängenspektrum, das in der astronomischen Praxis von Kilometern bis hin zur Ausdehnung über das gesamte Universum reicht. LIGO kann im Bereich einiger tausend bis vieler Millionen Kilometer Wellenlänge Gravitationswellen messen.

  • Ich lehne die Windkraft grundsätzlich ab!

    11.02.2016, Dr. Armin Quentmeier
    Selbst wenn die 25.000 Windmühlen keinen einzigen Vogel stören würden, lehne ich diese Art der Stromerzeugung aus folgenden Gründen ab (hier sind Wiederholungen aus vorhergehenden Beiträgen unvermeidlich, aber die Wiederholung ist nun mal die Mutter des Lernens):
    1. Die Leistungsabgabe der Windmühlen ist völlig unzuverlässig; sie kann zwischen fast Null und ca. 80-90 % der installierten Leistung liegen. Ein moderner Industriestaat braucht aber eine sichere Stromversorgung, die nur durch Kohle-, Kern- und Gaskraftwerke gesichert werden kann.
    2. Strom ist in großen Mengen nicht speicherbar; er muß dann erzeugt werden, wenn er gebraucht wird. NOCH MAL: „Für jedes Gigawatt installierte Sonnen- und Windkraft muß ein Gigawatt konventionelle Kraftwerkskapazität bereit stehen (Kohle, Gas oder für einige Jahre noch Kernkraft), für den Fall von Dunkelheit und Flaute!“
    3. Ich möchte nicht, dass unser ganzes Land, von der Nordsee bis zum Alpenrand, in einen riesigen Industriepark verwandelt wird. Viele Landschaften, an denen 200 Jahre Industrialisierung fast spurlos vorübergegangen sind, werden jetzt in Industrieparks mit gegenwärtig 25.000 Windmühlen verwandelt, die immer größer gebaut werden, 100 m und höher. Selbst in Landschaftsschutzgebieten werden die Windkraft-Monster errichtet. Schauen Sie sich die Nordseeküste, das Sauerland, die Eifel und Sachsen-Anhalt etc. etc. an!
    4. Windkraftanlagen in Wäldern erfordern großflächige Rodungen und entsprechende Zufahrtsstraßen. Vor einigen Jahren berichtete die FAZ über den geplanten Bau von 10 Windrädern im Taunus; für diese 10 Windräder sollten 4000 Bäume gefällt werden!! (Artikel: „Streit um Windräder; FAZ vom 5.11.2014). Klimarettung durch Waldzerstörung? Ist das Ihr neues Motto?
    5. Der Anteil Deutschlands an der globalen CO2-Freisetzung liegt bei 2,2 % (2014). In absoluten Zahlen sind das 912 Millionen = 0,912 Milliarden Tonnen; weltweit werden durch menschliche Tätigkeit 36 Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr freigesetzt, Anstieg gegenüber 2013 ca. 2% = 720 Millionen Tonnen. Die hochgelobte Energiewende spart in Deutschland keine 100 Millionen t CO2 pro Jahr ein, höchstens 10 % der jährlichen deutschen CO2-Freisetzung. Diese im Weltmaßstab minimale Ersparnis wird mit über 20 Milliarden Euro pro Jahr erkauft – und in 6 Wochen ist die weltweite CO2-Freisetzung um diese teuer erkaufte deutsche CO2-Ersparnis angestiegen. Außer Spesen nichts gewesen – und am deutschen Wesen wird auch dieses Mal die Welt nicht genesen (wollen)!
    6. Noch Fragen?
    7. PS. In meinem vorigen Beitrag habe ich Fakten präsentiert und „in der Sache diskutiert; mit Zahlen, Daten, Fakten. Mehr Sachlichkeit ist schwer zu liefern! Lesen Sie ihn noch mal, sine ira et studio!