Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Bitte einmal googlen!

    22.12.2016, Heinrich Sauer
    " ... das welterste Kusstransfergerät" Bitte einmal googlen nach "The Big Bang Theory - Howard's kissing machine" das war vor 2013. Vorsicht mit der unbesehenen Übername von Superlativen.
    Entsprechen der neuesten Rechtssprechung de LG Hamburg (vulgo Linkverbot) habe ich hier nicht verlinkt. Die Suche dazu: "Rechtsunsicherheit für Links" "Heise"
  • Dramatische Folgen?

    22.12.2016, Arne
    Was genau sind denn die "dramatischen Folgen". Dieser Titel wirkt doch etwas reisserisch und dann kommt der Teaser aus dem Inhalt nicht mal im Artikel vor?
  • Was soll das Weltuntergangsbild?

    22.12.2016, Florian Mengedoht
    Ich finde das Bild hier unnötig, da manche Leute dadurch panisch werden..Mag sein, daß die Polumkehr uns zu Sonnenhüten zwingt, das Leben sich sehr verändert. Aber in erster Linie finde ich es interessant und erstmal nicht beängstigend.
    Das Bild paßt eher zu einem Gammablitz in der Nachbarschaft des Sonnensystems..
    Antwort der Redaktion:

    Ich muss Sie enttäuschen: Auch ein Gammablitz wäre nicht so schön bunt. Wir würden einfach alle Blasen werfen und tot umkippen, und alles was grün ist, wird dann bald braun. Das war keine politische Metapher.

    Grundsätzlich gibt es von Magmaströmen in 3000 Kilometern Tiefe sehr wenig brauchbare Abbildungen, so dass man letztendlich nur die Wahl zwischen verschiedenen gleichermaßen unpassenden Ersatzbildern hat.

  • Warum sollte das Propaganda sein?

    22.12.2016, Konrad Lehmann
    Zu den sozialen Fähigkeiten von Menschenaffen gibt es in den letzten Jahren viel faszinierende Forschung. Auch Michael Tomasello vom MPI für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig hat verschiedentlich gezeigt, dass Menschenaffen soziale Fähigkeiten fehlen, die bei Menschenkindern ganz normal sind: Empathie, Vertrauen, selbstlose Kooperation, Nachahmen. Das ist offensichtlich alles noch nicht abschließend geklärt. Aber es scheint, dass sich der Mensch gerade durch seine Fähigkeit zur sozialen Einfühlung von seinen nächsten Verwandten unterscheidet.
    Zunächst: Das ist sowieso erst einmal Wissenschaft, egal, ob es einem passt oder nicht. Aber auch, wenn man (unwissenschaftlich) etwas Normatives daraus gewinnen will, dann kann das doch nur lauten: Der Mensch ist Mensch dadurch, dass er altruistisch ist.
    Und das ist doch das Gegenteil von neoliberaler Ideologie.
    Ich wünsche allseits ein Frohes Weihnachtsfest.
  • Kein falscher Ansatz

    22.12.2016, Matthias Oertle, Zürich
    Die eigentlichen Thesen von Zangger werden im Artikel gar nicht aufgegriffen, wie ja auch jegliche bibliografischen Angaben zum Buch einfach fehlen. Zusammengefasst: Der ganze östliche Mittelmeerraum wird um 1200 v. Chr. von heute bekannten Kulturkreisen bedeckt – mit Ausnahme von Westkleinasien. Die uns bekannten Quellen (ägyptische Tempelinschriften, Keilschriftarchive aus Hattuša, trojanische Kontingente bei Homer) weisen aber alle auf wichtige Königreiche in dieser Region hin. Zangger sagt, es ist an der Zeit, diese Region archäologisch zu erforschen und legt hierfür auch gleich einen Katalog von über 400 Siedlungen vor, die es auszugraben gäbe. Was soll an diesem Ansatz falsch sein?
  • Achja, Tomasz?!

    22.12.2016, Angela Franke
    "Jeder tut Dinge so, dass er davon irgendwann irgend einen Nutzen hat."
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    Wie trifft das denn auf mein Beispiel mit der Rettung des Ertrinkenden Zu und auf viele andere ähnlich gelagerte Fälle?
    In einem solchen Fall denkt man nicht an Vorteile, höchstens an mögliche Nachteile um die Befürchtungen dann zu verwerfen.
  • Nein, Herr Heemann,

    21.12.2016, Angela Franke
    ich denke nicht, dass Altruismus nur bei Freundschaft zum Tragen kommt, sondern vor allem bei erkennbarer Not.
    Ein Mensch, der ins Wasser springt um einen fremden Ertrinkenden zu retten, handelt auch altruistisch.
    Und auch das weiß man von Tieren.
    Es gab mal eine Doku über Schimpansen, in der ein Junges seine Mutter verlor und letztlich dem Tod ausgesetzt war ohne erwachsene Hilfe und Schutz.
    Nach mehreren Tagen nahm sich ein männlicher Schimpanse des Jungen an, nachdem er es lange beobachtete und nachdem das Junge dann irgendwann Vertrauen fasste. Denn es kann ebenso passieren, dass der ältere es angreift und tötet.
  • Altruistische Menschen?

    21.12.2016, Tomasz
    Ich denke, Schimpansen können auch altruistisch sein. Doch warum sollten sie? Menschen erhoffen sich auch IMMER einen positiven Effekt - früher doer später. Völlig selbstloses Handeln ist ein Phantasiegespinnst. Jeder tut Dinge so, dass er davon irgendwann irgend einen Nutzen hat.
  • Altruismus, Freundschaft, Not

    21.12.2016, Ulrich Heemann
    Ich schließe mich voll und ganz der Ansicht von Angela Franke an. Altruismus baut in der Regel auf Freundschaft auf. Wenn diese nicht gegeben ist, handeln auch die meisten Menschen gleichgültig. Der kargen Beschreibung des Versuchsaufbaus ist aber immerhin zu entnehmen, dass die Affen offensichtlich teilweise doch auf den Pflock reagierten, dann aber zunehmend das Interesse verloren. Welcher Art dieses Interesse war, ist leider nicht zu erkennen. Das Erlahmen des Interesses (die Gewöhnung an die Situation) darf jedenfalls nur sehr begrenzt als Argument verwendet werden. Leider wurde nicht untersucht, was in gleicher Weise bei einem befreundeten Affen, einem Affen in (scheinbarer?) Not oder auch bei einem verfeindeten Affen geschehen wäre. Was hätten die beiden Gruppen gemacht, wenn der Affe mit Gesten um Hilfe gebeten hätte?
    Versuch zu früh beendet, Schlussfolgerung zu früh gezogen!
  • Propaganda

    21.12.2016, Bonnie
    Wer solch Neoliberale Propaganda als Wissenschaft verkauft , zeigt damit deutlich welch geistes Kind er ist .
    Schämen sie sich .
  • Als Tiger gesprungen . . .

    21.12.2016, Konrad Lehmann
    . . . und als Bettvorleger gelandet.
    Ich stimme Herrn Turner in seiner Diagnose zu. Ich würde sie nur verkürzen: Bildung ist ungleich Ausbildung. Die sogenannten Bildungsinstitutionen (inkl. Universitäten) vermitteln nur Ausbildung, und das heute mehr denn je. Denn nur die Ausbildung zu einer beruflichen Tätigkeit schafft Humankapital.
    Doch nachdem Herr Turner deutlich herausgestellt hat, dass Schulen keine Bildung im umfassenden Sinne vermitteln können, fordert er abschließend, dass sie genau das tun sollten. Nachdem er festgestellt hat, dass Schulen die soziokulturelle Kluft nicht schließen können, verlangt er, dass sie es tun. Das ist heroisch und wirkungslos.
    Wie so viele Diskussionen der letzten Monate, so führt auch diese unweigerlich letztlich zur Systemfrage. Gesellschaftliche Klassen sind kein Produkt der Bildung, sondern der ökonomischen Verteilung. Solange diese Frage nicht geklärt, ja, nicht einmal laut gestellt wird, sind Lesekanons in Abiturklassen nur Kosmetik.

    @cero: Ihre ungebildete Kulturverachtung bestätigt letztlich Herrn Turner. So haben Sie ja auch nicht verstanden, dass eine gründliche Kenntnis der Religionen und ihrer Symbole nötig ist, um geschichtliche Zusammenhänge und literarische Motive zu verstehen. Religionsunterricht ist, so gesehen, eine gründliche Einführung in die Kultur und Denkwelt einer Region.
  • Ist diese Versuchsanordnung nicht ebenso fragwürdig?

    21.12.2016, Angela Franke
    Auch Menschen halten selten einfach so altruistisch, wenn sie beim anderen nicht eine Not erkennen.
    Wenn der andere Affe letztlich einfach nur da sitzt und nicht in Not ist, stellt sich natürlich die Frage, warum der erste Affe aktiv werden soll. Aussagekräftiger scheint mir da die Versuchsanordnung mit den 2 Ratten zu sein. Da ist die eine in einer engen Röhre gefangen und in einer anderen Röhre gibt es die Lieblingsspeise der Ratten, Schokolade. Man hätte annehmen können, die freie Ratte verspeist alleine die Schokolade und hilft dann der anderen. Das war aber mitnichten so, sie half erst der gefangenen Ratte heraus und dann machten sie sich gemeinsam über die Schokolade her. Das war altruistisch.
  • Faktor Intelligenz

    20.12.2016, Herbert Sax
    Das ist alles richtig was geschrieben wurde. Nur fehlt der Faktor Intelligenz. Familien mit höherem sozialen Status haben zumeist auch einen höheren IQ als die in sozial benachteiligten Schichten. Es ist auch Fakt dass sich Intelligenz zu etwa 70% vererbt. Demzufolge sind Kinder aus niedrigen sozialen Schichten nicht nur durch die niedrige Motivation ihrer Eltern die Kinder zu fördern gehandicapt, sondern auch biologisch durch ihren niedrigeren IQ. Deswegen wird immer ein Unterschied bei der Bildung bleiben trotz aller Bemühungen der Gleichmacherei.
  • Bildung = Goethe+Lessing?

    20.12.2016, cero
    Der Artikel wirkt auf mich sehr unreflektiert. Was ist denn für den Autor Bildung? Was ist "abendländische Kultur"? Doch nicht etwa Faust und Nathan der Weise. Wer glaubt, dass diese Werke zu irgendeinem Kulturverständnis beitragen, lebt in einer anderen Welt.

    Weder jetzt noch vor 50 Jahren konnte einem ein deutscher Durchschnittsbürger den Inhalt von Faust erklären. Literatur ist ähnlich wie bei "Weinkennern" Selbstbeweihräucherung von einer intellektuellen "Elite".

    Und was bitte ist der Mehrwert eines (konfessionsgebundenen) Religionsunterrichts? Mit Literaturkenntnissen meinen sie da doch nicht etwa die Bibel?
    Und das mit der "Geschichte" aus dem Religionsunterricht ist ja wohl ein schlechter Scherz, wenn Sie nicht Adam und Eva und die Wiederauferstehung Jesu als seriöse Geschichtswissenschaft betrachten.
  • Nein ist nicht zu tief angesetzt

    20.12.2016, Gast
    Erdoberfläche laut der hypsographischen Kurve (Wikipedia)
    23,2% 4.000m - 5.000m unter NHN
    20,9% 0m - 1.000m über NHN
    16,4% 5.000m - 6.000m unter NHN
    13,9% 3.000m - 4.000m untern NHN

    Da drängt sich der Bereich von 4.000m bis 5.000m Wassertiefe für diese Simulation doch geradezu auf.