Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Nachtrag zur Diskussion

    30.12.2013, Jay Bates
    Habe mir gerade "Der Geist fiel nicht vom Himmel. Die Evolution unseres Bewußtseins." von Hoimar von Ditfurth besorgt. Bin gespannnt. Da wird es sicher substantiellere Antworten geben!
  • Kann man über Logik streiten?

    30.12.2013, Jay Bates
    @ Dr. G.: "Bewusstsein und Ratio sind aus der Evolution hervorgegangen - daher müssen sich Vorformen von Geist und Bewusstsein in diesem Prozess aufweisen lassen." Wieso müssen sie das? Das ist logisch überhaupt nicht zwingend, im Gegenteil: "Emergenz" bedeutet das Auftauchen von etwas ganz NEUEM! Kochsalz (NaCl) hat ganz neue Eigenschaften, die weder in Natrium noch in Chlor vorhanden sind.
    Lawrence Krauss (Buch "A universe from nothing") bringt eine gut argumentierte These, dass das Universum aus NICHTS entstanden sei.
    Nagel --- zweite Kritik --- operiert mit Begriffen, die er überhaupt nicht definiert (Geist, Bewusstsein usw.). So etwas darf ein Philosoph nicht ("Alle Philosophie ist Sprachkritik" lt. Wittgenstein).
    Ich habe das Buch nach wenigen Seiten beiseite gelegt und schließe mich den ca. 1/3 negativen Kritiken in AMAZON an. Aber interessant, wie unterschiedlich doch Auffassungen sien können ;-).
  • Erfreuliche Neuigkeiten vom europäischen Stör

    29.12.2013, prof. Güttinger
    Möglichkeiten der Wiedereinbürgerung des Störs in Deutschen Flüssen werden sehr präzise diskutiert. Die erfolgreiche Zucht und Ausetzung wird berichtet. Es gibt langfristig für eine Wiederbesiedlung der Flüsse eine Chance!
  • Keine römische Vorlage

    27.12.2013, Norbert Mundigler, Wien
    Der Bildtext S.&nsp;71 ist so verfasst, dass man glauben könnte, Konrad Peutinger hat die Karte nach römischer Vorlage erstellt. Tatsächlich war sie aber nur in seinem Eigentum&nsp;- daher der Name Tabula Peutingeria. Danach gehörte sie Prinz Eugen und jetzt der Österreichischen Nationalbiliothek. Sie ist in der Liste des Weltdokumentenerbes der UNESCO.
  • Verhältnis der Messempfindlichkeiten

    27.12.2013, Eduard Baumann, Fribourg (Schweiz)
    "Man beachte die Einheiten für den Volumenanteil ClO - eins zu einer Billion -, um die experimentelle Glanzleistung zu würdigen." Das ist korrekt. Man könnte aber auch an das Verhältnis der beiden Messempfindlichkeiten denken wollen und dieses beträgt nur 1:300.
  • Kein Logikfehler

    25.12.2013, Dr. Hans Ulrich Gresch
    @Jay Bates. Nagel argumentiert: Im naturalistischen Weltbild sind Bewusstsein und Ratio aus der Evolution hervorgegangen - daher müssen sich Vorformen von Geist und Bewusstsein in diesem Prozess aufweisen lassen. Evolution vollzieht sich nicht im luftleeren Raum, sondern im Universum, das sie zulassen, also entsprechende Merkmale aufweisen muss. Da nun eine stringente naturalistische Erklärung von Bewusstsein und Ratio nicht vorgetragen werden konnte, folgt aus dem Gesagten zwingend, dass uneingeschränkt das materialistisch-neodarwinistische Weltbild unhaltbar geworden ist. Bewusstsein und Ratio sind eben nicht nur Teilphänomene, sondern untrennbar mit dem Gesamtphänomen verflochten. Erklärungsmängel in Bereich von Teilphänomenen solcher Tragweite sind ein Indikator für schwere Defizite der gesamten Weltsicht.

    Es liegt also, im Rahmen der Argumentation Nagels, kein Logikfehler vor, im Gegenteil: Jeder andere Schluss als der Nagels wäre unzulässig. Obwohl nach wie vor Materialist, sehe ich in diesem Buch eine Bereicherung meines Denkens. Nagel wirft Fragen auf, die ein Materialist beantworten muss, wenn er seine Position aufrecht erhalten will.
  • "Das" Perowskit, das Henry Snaith...

    22.12.2013, Christian Lipp
    ...tut, auch wenn es nach Erbsenzählerei aussieht, dem Festkörperchemiker in den Augen weh.

    Ansonsten ist es aber faszinierend zu sehen, welches Potential in diesem "altgedienten" Strukturtyp schlummert!
  • Geld ist Macht und Macht macht noch mehr Geld!

    21.12.2013, Stefan Golla
    Sehr geehrte Leser, sehr geehrter Herr Knauer,

    die Aussagen die Roland Solecki hier angibt täuschen nur die Hälfte der Wahrheit vor. Bereits im ersten Satz sollte ein geübter Leser die Augen spitzen "Denn Glyphosat selbst ist bei korrekter Anwendung beispielsweise nicht allzu giftig,..." weiter später im Artikel wird die Toxidität von Glyphosat, was kein Pestizid, sonder ein Herbizit ist, siehe auch vorherige Artikel und Beschreibung der Wirkweise, auf Null runtergedreht. Dabei ist doch die hohe Toxidität auf den Feldern deutlich an Pflanzen, Kleintieren und Mikroorganismen deutlich zu sehn. Auch wird nicht erwähnt, das Glyphosat wichtige Nährstoffe, wie Mangan im Boden über Jahre bindet und somit das Leben in seiner Umgebung stark beeinträchtig. Am Ende treibt man mit diesem starken Gift, was bei der industriellen Landwirtschaft unabdingbar ist nicht nur die Gewinne von Monsanto in die Höhe, erhöht die Akzeptanz von Gen-Veränderten(GV)Pflanzen, sondern öffnet durch das entsandene Ungleichgewicht auf den Anbauflächen Tür und Tor für Schädlinge und Krankheiten(z.B.Pilzbefall), die der Ernte noch mehr schadeten, als die ursprünglichen Unkräuter.
    Damit wird die Giftspirale noch weiter nach oben getrieben. Die Enzymbildung in dem Teil in dem Glyphosat ansetzt ist in fast allen Organismen gleich. Bei den Pflanzen führ er zur Bildung von Chlorophyl, bei Tieren zur Bildung von Hämoglubin u.a. Es ist schwer vorstellbar, das es Pflanzen, Microorganismen und Kleintieren effektiv tötet und bei höheren Lebewesen schadlos bleibt.

    Es gibt berechtigte Einwende in die Untersuchungsmethoden(Palette) und die Auswertung von Studienergebnissen. Es wird schlichtweg unterschlagen, das Glyphosat in der Paraguay Studie in Verbindung mit GV-Soja schwere Geburtsfehler verursachte. Die Langzeitstabilität von Glyphosat summiert sich auf den Feldern auf und wird durch die Fütterung in Mastbetrieben im Fleisch weiter aufsummiert und dadurch hochkonzentriert in unsere Nahrungsmittel und Grundwasser eingebracht. Besonders die Förderung des GV-Anbaus und damit weitere Erhöhung der Gifte als Folge der Zulassung von Glyposat potenziert Gifte, die wiederum vor deren Einsatz kaum geprüft sind und höchstens im Nachhinein bei Schäden nachgebessert werden muß. Siehe hierzu vom 1.6.2010 dringliche Warnung vom Bundesamt für Verbraucherschutz u. Lebensmittelsicherheit vor POE Tallowaminen, die in Zusammenhang mit Glyphosat plötzlich nicht mehr verfüttert werden dürfen. Das zeigt zum einen die unachtsame Untersuchung oder Verschleierung(seit über 40 Jahren), zum Anderen das das wahre Experiment der Mensch selbst der Proband ist.

    Den Aussagen des Artikels über die Arbeit der EFSA und EPA ist ebenfalls nicht zu trauen, da es in den vergangenen Jahren offene Beschwerden, insbesondere der aus der Industrie gegründeten selbsternannten EFSA von mehreren europäischen Regierungen kam, die die Arbeit der "Behörde" ins Visier nihmt und Richtwerte pro Monsanto entscheidet. Um das Ausmaß und Arbeitsweise abzureißen wurde durch die Behörden jahrzehnte lang die Toxiditätseinstufung von TCDD, Dioxin als B2 eingestuft. Erst als C. Jenkins an die Öffentlichkeit als Wisselblowerin trat, wurde das Zeug, was 5000 mal giftiger als Arsen ist und in Italien, USA und Vietnam tausende tötete endlich verboten.
    Die Unabhängigkeit von EFSA und EPA werden in diesem Artikel nicht ausreichend beleuchtet und die Arbeit von Herrn Soleki sollen die Wogen in Aussage über die tatsächliche Problematik herunterspielen. Politisch ist das von Frau Schawan und Frau Aigner gut durchdacht gewesen. Leider fehlt hier die Aussage von einschlägigen Umweltverbänden. Dafür kann ich das gerade erschienende Buch: Tödliche Ernte von Herrn Rickelmann empfehlen und verweise auf die Seiten 62 und 83 beispielhaft. Oder der Arbeit einer Professorin aus Leipzig, die vor einem Jahr für Wirbel mit Glyphosat gesorgt hat.

    Ganz ehrlich: ich kann keine Weizenbrötchen bei Bäcker um die Ecke sorgenfrei einkaufen und kaufe Brötchen von verantwortungsvollen Bäckern.
  • Pestizide auf dem Prüfstand

    21.12.2013, Erhard Henz
    Guten Tag,

    enttäuschend dieser Artikel! Wurde er kommentarlos aus der Chemiebranche übernommen? Es geht doch hier nicht um eine Herbizid – Spritzung, sondern Spritzungen von Ernte zu Ernte. Dazu gehören Fungizide, Herbizide, Insektizide und Pestizide die nicht einmal in die Frucht gespritzt werden sondern vier bis zwölf mal, je nach Krankheitsbefall.

    Eine Lösung dieses Problems kann ich nicht anbieten. Ich weiß nur eines, so kann es nicht weitergehen. Die Menge und Stärke der Spritzungen muss reduziert werden.

    MfG

    Erhard Henz
  • Essen MUSS der Mensch

    20.12.2013, Christian Daniel, Bremen
    Sehr interessant, die Mechanismen kann man leicht am eigenen Körper beobachten, nur bei den Folgerungen ist Vorsicht angebracht. Vergleichbare Mechanismen bedeuten nicht vergleichbare Bewertung. Der Mensch braucht kein Nikotin, Alkohol oder berauschenden Drogen zum (Über)leben, sehr wohl aber Kohlehydrate, Fette, Eiweiße!

    Es war nun eine herausragende Kulturleistung des Menschen nicht nur den Nahrungsaufschluss zu verbessern (kochen etc.), sondern mit Kochkunst und Würze Essen von der Energieaufnahme zur Kultur und Genuss zu machen. Wer "futtert nicht gerne wie bei Muttern" oder liebt Omas Rezepte? So sehr die angesprochenen Effekte unsere Sattheit (Tank voll) überspielen, so sehr fördern sie den Spaß am Essen - und es ist nicht alles Sünde, was Spaß macht!

    Das eigentliche Problem ist: Ein guter Teil der Mechanismen in unserem Körper und unserer Esskultur passen nicht mehr zu einem gut gewärmten Büromenschen, der mit seiner Energieaufnahme knapp über dem Ruhebedarf liegt. Sie sind entstanden für schwer arbeitende Menschen, denen es auch friert!

    Umlernen ist schwer, geht aber. Niemand wird gezwungen überzuckerte oder überwürzte energiekonzentrierte Nahrungsmittel wie ein Schwerarbeiter zu sich zu nehmen. Kochen Sie doch mal selbst, und gewöhnen Sie sich an ihre gesunde, aber vielleicht fade Küche - auch Kochen macht Spaß, nicht nur Essen! Und vorher auf die Piste, oder von der Arbeit nach Hause geradelt, dann macht Essen Sinn (Tank füllen).
  • Vom Bild zur Schrift

    20.12.2013, Walter Weiss, Kassel
    Am Anfang stand eine reine Bilder-'Schrift': Jedes Zeichen meinte genau den dargestellten Gegenstand. Dann kam es zur Abstraktion in doppelter Hinsicht: Die Bildchen wurden zu abstrakten Karikaturen, und die wurden von kleinen Keilzeichen zusammengesetzt. Zu dieser technischen Abstraktion trat eine inhaltliche: Das einzelne Zeichen stand nicht mehr für den ursprünglich abgebildeten Gegenstand (z. B.: 'Antilope'), sondern nur noch für dessen erste gesprochene Silbe (im Beispiel: /an/). Da diese Silbe in vielen Wörtern vorkam, konnte sie vielfach verwendet
    werden, also insbesondere in ganz anderen Zusammenhängen als 'Antilope'.

    Es entstand also eine Silbenschrift, jedes Zeichen bedeutete eine Silbe - vom Typ 'Vokal-Konsonant' (unser Beispiel: /an/) und vom Typ 'Konsonant-Vokal' (also etwa /na/). Diese beiden Typreihen machten schon etwa 200 Zeichen aus (also etwa /an/en/in/on/un/ und /na/ne/ni/no/nu, das aber mit allen Konsonanten durchgespielt). Später kamen noch die Silben vom Typ KVK hinzu ...

    Kein Wunder, dass diese sehr komplizierte Schrift jahrelanger Einübung bedurfte, ehe man sie einigermaßen beherrschte, zumal historisch gewachsene Kompliziertheiten hinzutraten.

    Der Selektionsdruck für die Entstehung der Schrift war übrigens eine pure Verwaltungsnotwendigkeit: Die erste Kultur im Zweistromland, die der Sumerer, hatte erkannt, dass das zwischen Euphrat und Tigris liegende äußerst trockene Land sehr fruchtbaren Boden enthielt, dem eben nur das Wasser fehlte. Geniale Ingenieure durchzogen das ganze Land mit Bewässerungsgräben - aber das damit geschaffene Land konnte nur durch strenge Reglementierung der Bodenbestellung und Bewässerung zum Blühen
    gebracht und am Blühen erhalten werden. Die Herrscher schafften das, indem sie mit alles regelnden Vorschriften Saat, Bewässerung und Ernte, Abgabe des Saatguts und Verteilung der geernteten Früchte und Körner in ein gut funktionierendes - viele Jahrhunderte funktionierendes! - Korsett zwangen, eben durch aufgeschriebene Regelungen.

    Kein Wunder also: die schwer zu erlernende Keilschrift war ein - DAS - Herrschaftselement im Zweistromland.

    Trotzdem ist es merkwürdig, dass die Schrift - immerhin einige tausend Jahre lang! - so umständlich und herrschaftlich blieb, dass offenbar die ja sicher auch damals bereits denkbare Weiterentwicklung zu einer
    Buchstabenschrift unterblieb, vielleicht sogar mit Macht verhindert wurde?

    Erst die Phönizier entwickelten bekanntlich eine Buchstabenschrift, allerdings nur für die Konsonanten: Die Vokale schrieben sie zunächst gar nicht, und zwar aus praktischen Gründen: die semitischen Sprachen (zu denen das Phönizische zählte) unterscheiden sich untereinander im
    wesentlichen nur durch die Vokale. Wenn ein Satz also durch Wörter schriftlich abgebildet wurde, denen die Vokale fehlten, konnten Leser, die verschiedene semitische Sprachen sprachen, mit etwas Übung den Satz verstehen, denn das Gehirn setzt nach einiger Zeit automatisch die jeweils richtigen Vokale ein.

    Und erst die Griechen gingen bei der Übernahme der phönizischen Schrift dazu über, auch für die Vokale besondere Zeichen zu setzen.

    Da hatte also nun endlich jeder einzelne Laut sein eigenes Zeichen - gar nicht so viele, mit rund 26 kommt man aus.

    Aber was regen wir uns über die sehr lange Zeit auf, die von der Keilschrift bis zur griechischen Schrift verstrich: Was geht denn auch heute noch in Japan und China schriftmäßig vor sich? Die Keilschrift war gewissermaßen ein Waisenknabe in Bezug auf Kompliziertheit und schwerer
    Erlernbarkeit, berücksichtigt man die japanische und die chinesische Schrift.
  • Wenig Neues für ein altes Problem

    20.12.2013, Christian Daniel, Bremen
    Das langjährige gute Empfehlungen nicht eingehalten werden, ist kein Hinweis auf ihre Unwirksamkeit, sondern es liegt in der Freiheit freier Bürger sich nachhaltig falsch, auch zum eigenen Schaden, zu verhalten - solange andere nicht gefähredet oder geschädigt werden.

    Der Ansatz einer fettreichen und kohlehydratarmen Diät ist nicht neu, siehe Harvey, Epstein, Metabolic Balance. Nur als Laie kann ich kein klares Ergebniss sehen, es gibt Bestätigungen oder keine Effekte in der Literatur. Der Beitrag gibt nur einen Ausblick auf die Wiederholung dieser Messungen, ohne neue Fakten.

    Als Ingenieur folge ich doch erst mal dem Energiesatz: Zum Abnehmen muss erst mal eine negative Energiebilanz vorliegen, wie auch immer erreicht. Und hier spielt Bewegung eine sehr große Rolle!
    - Wenn eine bestimmte Nährstoffkombination dazu führt (geringere verwertbare Energie oder erhöhter Energieverbrauch), so ist das für eine Gewichtsreduktionsdiät geeignet, effektiver Trick !
    - Nur umgekehrt ist dies dann eine uneffektive Ernährung, weil bei einer anderen Zusammensetzung dann ein positiver, netto, Energiebetrag bleibt - man könnte sich dann auch eine Nahrungsmenge sparen.
    - Entscheidend für die Akzeptanz bleibt dabei aber auch das Sättigungsgefühl (Artikel vorher), wir haben keine zuverlässige Tankuhr, vor allem wenn der Tank fast immer voll ist.

    Im Kern treten dabei zwei Fragen hervor, die nur gestreift wurden:
    - Sind die verwertbaren Energiemengen eines Nahrungsmittels, oder besser der Teile Kohlehydrate, Fette, Eiweisse, abhängig von der Kombination dieser, und wie groß sind diese Veränderungen. Dies wäre ein Effekt zweiter Ordnung; schwierig zu messen. Traditionell haben sich daher bestimmte vorteilshafte Essensgerichte herausgebildet.
    - Wie wird die Verwertung der Kohlehydrate gesteuert, verteilt, die relativ schnell verdaut werden (zirka zwei Stunden)? Beim oder kurz nach dem Essen ackern nur wenige gleich voll los! Wie wird die Menge des Flusses in die drei Speicher: Leber, Muskeln, Fett gesteuert? Insulin brauchen diese Wege alle, wird bei dem stoffwechselgesunden auch ausreichend geliefert. Hier fehlen in der Grafik Seite 43 unten noch zwei weitere Wege der Glukosespeicherung in die Leber und Muskeln, die mit dem Fettspeicher konkurieren.

    Es gab (leider) in Kriegs- und Notzeiten große Feldversuche in der Geschichte: Meist waren energiedichte, hochwertige Nahrungsmittel (Zucker, Fette, Fleisch) rationiert oder wenig vorhanden. Dagegen "Sättigungsbeilagen" wie Getreide, Brot, Kartoffeln, Bohnen noch ausreichend, Hauptbasis der Ernährung. Daneben musste hart und viel gearbeitet werden. Adipositas und Diabetes II waren dann fast unbekannt. Derselbe Effekt lässt sich bei aufstrebenden neuen Industrieländern beobachten (China). Was sollte uns das sagen??
  • Wie erntet man?

    20.12.2013, Liane Mayer
    Mich würde interessieren, wie man
    1.) den optimalen Zeitpunkt für die "Ernte" der Maden herausfindet: Es sollen ja möglichst wenig "Speisereste" dabei sein, die Maden sollen aber auch nicht am Verhungern sein. Und
    2.) wie genau trennt man die "reifen" Insekten von den noch nicht verzehrten Gammelfleisch (oder was immer) - Resten? Wenn man abwartet, bis sie alle zu Fliegen geworden sind sind, könnte man sie einsammeln, sobald sie davonfliegen, aber das wird ja offenbar nicht so gemacht.
    3.) wüsste ich gerne, warum man die Maden nicht einfach lebend verfüttert - den Hühnern (und Lachsen und Forellen) würde das doch sicher gefallen? Ist das nur ein Transport - und Haltbarkeitsproblem? Oder gibt es andere Gründe auch?
    4.) frage ich mich, ob eine Diät aus nur einer Insektenart nicht ein bisschen einseitig ist auf die Dauer? Warum nicht mehrere Arten kombinieren und z. B. Heuschrecken, Schaben oder Termiten zufüttern? Die lassen sich ja sicher auch mit allerhand Material ernähren, das preisgünstig zu haben ist!
  • Man darf unbeachtete Faktoren im Szenario nicht unterschätzen.

    20.12.2013, Max Klein
    Angelagerte organische Giftstoffe, die uns das zB.: Faule Fleisch verbieten, aber insekten nicht schaden können Probleme darstellen.

    Ekel hab ich vor dem was das Tier fraß, das Faule Fleisch wo es herkam.

    Pfeilgiftfrösche sind auch nur giftig für uns weil sie Giftige Insekten fressen.
  • Logikfehler, der einem Philosophen nicht passieren dürfte

    18.12.2013, Jay Bates
    Zitat: "Erstens, das vorherrschende materialistisch-neodarwinistische Weltbild sei unhaltbar geworden, da es nicht in der Lage sei, die Entstehung des Bewusstseins – und noch weniger der Vernunft – in seine Theorie zu integrieren. Es zeige sich, 'dass die Biologie keine rein physikalische Wissenschaft sein kann'."
    Wenn eine Theorie ein Teilphänomen ihres Geltungsraumes nicht erklären kann, ist sie deswegen nicht falsch, sondern höchstens unvollständig! Solche Unsauberkeiten sind - neben gänzlich fehlenden Definitionen dessen, was denn nun unter "Geist", "Bewusstsein" etc. zu verstehen sei - Grundmuster des gesamten Buchs.