Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • kleine Schönheitsfehler

    03.01.2017, Jörg
    Schöne Aussichten mit kleinen Schönheitsfehlern:
    1. zukünftige autonome Fahrzeuge werden elektrisch angetrieben, und die wollen geladen werden. Die Flotte muss also entsprechend größer sein.
    2. Staus werden reduziert oder ganz vermieden - damit steigt die Motivation, das eigene Auto zu nehmen.
    3. Es könnte nicht nur zu mehr Verkehr führen, das wird ganz sicher passieren. Warum sollte man dann für relativ kurze Strecken die Metro nehmen?
  • Was bin ich? fossiler Biofilm

    03.01.2017, Andreas Reiß
    Möglich, dass auf den fossilierten Wellenrippeln genannten Gebilden auch ein Biofilm zu finden ist. Im Bereich der Aktuogeologie kann ein jeder im Wattenmeer durch Wellen erzeugte Rippeln sehen, die je nach Ausrichtung und Geometrie Rückschlüsse auf die Wellenrichtung geben. der befriff fossiler Biofilm ist so gar nicht nachvollziehbar.
  • Fahrgelegenheiten

    03.01.2017, gnaddrig
    ediglich etwa zwei Prozent aller Fahrtwünsche lassen sich nicht mit einer praktikablen Mitfahrgelegenheit abdecken, so die Simulation.

    Naja, damit es überhaupt Mitfargelegenheiten gibt, müssen Leute ja erstmal Taxis für Fahrten von A nach B bestellen. Ohne solche "ursprünglichen" Fahrten gibt es keine Mitfahrgelegenheiten, die das System nutzen könnte.

    Oder das System nimmt alle Fahrtwünsche auf und berechnet daraus die optimale Zahl und Route von Fahrten und die Verteilung der Fahrgäste auf die entsprechenden Autos. Das wären dann aber keine Mitfahrgelegenheiten in der herkömmlichen Bedeutung.

    Die Befürchtung, eine so ausgestattete, gut funktionierende Taxi könnte dem ÖPNV Kunden abgraben und so zu mehr Verkehr führen, halte ich für übertrieben - es dürfte nicht jedermanns Sache sein, sich zu fremden Leuten in Autos zu setzen. Wenn Kleinbusse als Großraumtaxis eingesetzt werden, wird es eher akzeptiert werden, bei herkömmlichen Taxis würde ich erwarten, dass viele Leute das nicht gern machen. Dem könnte man aber dadurch entgegenwirken, dass Busse (evtl. mit flexibleren Fahrtstrecken als bisher) in das Konzept eingebunden werden.

    So oder so eine spannende Sache...
  • Link Zum Paper

    03.01.2017, Olaf Geibig
    Der Link zum Paper funktioniert nicht. Würde ich gerne lesen.
    Antwort der Redaktion:

    Das Journal hat leider den Artikel noch nicht freigeschaltet, dies sollte in den nächsten Stunden erfolgen. Die Studie ist dann unter dem angebenen Link einsehbar.


    Beste Grüße, jd/Red


  • Schöne Lösung! Aber will der Mensch das?

    03.01.2017, nozomi07
    Die Idee gefällt mir! Das wäre auch bei Privat-PKW sinnvoll.

    Ist es nicht ein Irrsinn, dass in jedem Auto immer nur ein einziger sitzt, gerade im Berufsverkehr? Fahrgemeinschaften würden den Verkehr locker halbieren - Staus wären unbekannt. Mit moderner Vernetzung ein lösbares Problem, wie der Artikel zeigt.

    Ich denke nicht, dass Ridesharing den ÖV schädigt. Der ist in vielen Metropolen ohnehin überlastet; erst in dieser Kombination könnte man überhaupt mehr Verkehr vom platzraubenden Ein-Personen-PKW abwerben.

    Aber scheitert es nicht an der Eitelkeit des Menschen? Das Auto ist nun mal Statussymbol, ein Heiligtum, für das wir verstopfte Städte offenbar in Kauf nehmen. Erst wenn der Mensch so intelligent ist wie die Technologie, werden wir die Verkehrsprobleme lösen.
  • Reaktion auf andere Kommentatoren

    02.01.2017, Tegres
    @Dr. Hans Christ:
    Wieso sollte es keinen Placebo-Effekt bei Tieren geben können?

    @Ronnie:
    Antimasturbationsgürtel =/= Keuschheitsgürtel. Letzterer scheint eher eine Erfindung des Barock und der Romantik beziehungsweise ein in der Frühen Neuzeit bereits genutztes Sexspielzeug zu sein (also genau das Gegenteil von dem, was es dem Namen nach scheint).
    Im Übrigen: Zu Zeiten des Antimasturbationsgürtels wütete die Pest nicht mehr in Europa. Auch kann der Antimasturbationsgürtel schlecht vor Geschlechtskrankheiten schützen, ist er doch für Kinder und Jugendliche gedacht, die sich auch einfach im Erwachnsenenalter mit Syphilis und Co. anstecken konnten. Der medizinische Nutzen ist damit Null. Er kann sogar als negativ angesehen werden, da Masturbation eine wichtige Rolle bei der sexuellen Entwicklung spielen kann, und daher nicht unterbunden werden sollte.

    Den Satz "In der prähistorischen Zeit und Antike wurde fast so gut geheilt und behandelt wie heute." würde ich gerne mit Quellen belegt sehen.
    Allein wenn man schon an Antibiotika denkt, wird klar, dass da nicht stimmen kann. Auch im Hinblick auf das gewachsene Wissen in der Medizin wäre es sehr unlogisch, wenn es dadurch nicht auch eine deutliche Verbesserung der allgemeinen Gesundheit gäbe. Und das es diese gibt, kann man leicht an der gestiegenden Lebenserwartung erkennen.

    @Harald Sommerschmitt:
    Das mit dem ach so finsteren Mittelalter sehe ich ähnlich.
    Denn neben den oben beschriebenen teils lächerlichen Heilmethoden gab es ja genügend brauchbares, wie Wissen um Heilkräuter.
  • @Harald Sommerschmitt...

    02.01.2017, Daniel Hage
    Trepanation nach damaligem Verfahresnsstand bei hirnödem? Kommt ganz darauf an !
    Nämlich darauf ob die ursache und damit das Ödem Supra bzw. Extradural zu liegen kommt und daher die Dura Mater nicht in Ihrer Integrität beschädigt wird durch die Trepanation- dann JA! Beispiel dafür gibt es Geschichtlich genug, so soll z.b. Andreas Vesalius welcher als anatom die moderen westliche Medizin ganz Wesentlich mitbegründete (De Humani Corporis Fabrica, 1543 in Basel) später als Kaiserlicher Hofarzt in Madrid dem Enkel von Karl dem Fünften, Infant von Spanien und nachmalig von Schiller in seinem Don Carlos gewürdigt, das Leben gerettet haben durch eine solche Trepanation- der Knabe war eine Steintreppe hintergekollert mit der vermutlichen Folge eines Schädelhämatoms... Der Infant Don Carlos jedenfalls überlebte und Genas !
    Wenn hingegen damals der Versuch gemacht worden wäre die Dura auch zu öffnen- mag sich jeder selbst ausrechnen was die folgen sind- zumal in einer Zeit ohnen antibiotika usw... Wir wissen ja auch von Heute auch nicht wie viel Trepanationen seinerzeit vorgenommen wurde und NICHT erfolgreich verlaufen sind- mit Letalem Ergebnis ! ...
  • Fundamentaler Fehler

    02.01.2017, Jakob
    Sehr schöner Artikel, es ist sehr wichtig dass man nicht blind in unbekanntes Terrain läuft.
    Allerdings haben diese selbstlernenden Programme schon einen fundamentalen Fehler: Sie kümmern sich nicht um Kausalitäten, sondern nur um Korrelationen, was nur Vorurteile befeuern kann.
    In der Scherzreligion "Kirche des Fliegendenden Spaghettimonsters" gibt es die Idee, dass die Klimaerwärmung und der Rückgang der Piraterie korrelieren, was natürlich nur bedeuten kann dass dies direkt zusammenhängen müsse. Damit sollte der falsche Wissenschaftsumgang der Kreationisten entlarvt werden, aber selbstlernende Progamme kämen zu dem gleichen Schluss.
  • Inwiefern "Speerspitze der Evolution"?

    01.01.2017, Hans-Jürgen Steffens
    Der Begriff "Menschen als Speerspitze der Evolution" lässt zwei Lesarten zu. Der Mensch "ist" die Speerspitze der Evolution (Speerspitze als Attribut) vs. der Mensch "agiert" als Speerspitze der Evolution (Speerspitze als Rolle).

    Rolle und Attribut können synchron gehen. Denken wir z.B. an den Begriff "Kind", der sowohl als Attribut als auch als Rolle (d.h. Relation zu den Eltern) gelesen werden kann und beide Lesarten bis zum Erwachsenwerden gleichzeitig gelten.

    Wie sieht es nun mit dem Begriff "Speerspitze der Evolution" aus? Die Menschen sind einerseits Ergebnis also Objekt der Evolution. Mit dem Auftritt des Menschen hat die Evolution Organismen geschaffen, die in der Lage sind, die Richtung der Evolution bewußt zu steuern. Dies geschah zunächst schleichend (bei Züchtungen)und später beschleunigt
    via Gentechnologie. Damit hat (gleichsam personalisiert) die Evolution dem Menschen das Angebot gemacht, der Evolution einen "boost" zu verpassen.

    Ob der Mensch diese Rolle annimmt, ist eine Funktion seiner ethischen Überzeugungen. Nun kann die Ethik auf natürliche Weise selbst als Ergebnis der Evolution angesehen werden. "Ethik ist die Fortsetzung der Evolution mit anderen Mitteln". Ethik kann m.a.W. den Träger ethischer Überzeugungen in Konkurrenzsituationen eine größere oder kleinere Fitness verleihen. Eine Ethik kann, wie andere Prozesse einer Optimierung der Fitness, zu einem (nur) lokalen Optimum und somit in eine evolutionäre Sackgasse führen. Konkret: eine Ethik z.B. mit Frieden als höchstem Ziel würde bei erfolgreicher Umsetzung vermutlich zu einem stabilen Zustand auf der Erde führen aber eben auch in eine Sackgasse: Denn die Mittel zum Verlassen unseres Planeten sind v.a. ein Produkt unserer kriegerischen Einstellung. Dabei ist zu beachten, dass eine erfolgreiche Raumfahrt (die diesen Namen verdient) eine fortgeschrittene Gentechnik benötigt. Ein vorzeitig erreichter Friedenszustand ohne Aggressionen hätte sich in diesem Sinne für das Lebens als Ganzes als Tragödie herausstellen können. Das Leben wäre auf dem Planeten wie in einer Sackgasse gefangen.

    Am Ende Ihres Buches "Sind wir allein im Universum" schreiben Rood und Trefil für den Fall einer kriegerischen Selbstzerstörung der menschlichen Zivilisation, dass dann die Evolution "die Früchte eines seit 15 Milliarden Jahren andauernden Experiments zur Bildung denkenden Lebens verlieren". Umgekehrt gälte das wohl auch für eine zu friedliche Menschheit. Aber Gratwanderungen gehörten schon immer zum
    Pfad der Evolution.

    MfG und ein frohes neues Jahr 2017
  • Ganz so katastrophal war es nicht

    31.12.2016, Harald Sommerschmitt
    Eine Trepanation bei einem Hirnödem wäre durchaus auch heute noch eine lebensrettende Maßnahme, ein Aderlass mag blutdrucksenkend wirken, und verschiedene heute verrufene Substanzen wie Quecksilber oder Wismut haben tatsächlich eine Wirkung auf Bakterien. Man muss nicht die alte Platte vom finsteren Mittelalter auflegen, bloß weil einem eine Heilmethode auf Anhieb nicht einleuchtet.
  • Manchmal macht es doch Sinn!

    31.12.2016, Ronnie
    Der Aderlass, solange man jemand nicht halbausblutet ist durchaus sinnvoll, aber nicht einfach aus Prinzip wie die damaligen Ärzte dies taten, wobei Arzt eher hochgegriffen war. Quacksalber trifft eher zu, während manch niedriger Berufsmann mehr retten konnte. Ob Henker oder Bader, Hebamme oder Kräuferkundige, sie alle wurden schlecht geredet und auf Betreiben der Pseudomediziner und Klerus an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Der Aderlass hat erwiesene Vorteile, heute noch sichtbar bei Blutspendern oder Egeltherapie. Die Trepanation ist auch nicht völlig falsch, aber was im Neolithikum damit behandelt wurde ist nicht so klar. Nach Kämpfen etwa Hämatome? Würde Sinn machen. Geisteskrankheiten? Weniger sinnvoll, aber denkbar und mit weiteren Schritten dann doch wieder gut. Oder einfach was zusätzliches? Das Loch haben wir gefunden in der Neuzeit, was evtl. im Hirn gemacht wurde aber nicht, da dies zersetzt war. In der prähistorischen Zeit und Antike wurde fast so gut geheilt und behandelt wie heute. Nur die Notfallmedizin war weniger gut. Und der Rest oben ist was Scharlatane verkauften, weil keiner mehr wusste was Sache ist, eine Folge des Religionswahns. Quecksilber wurde auch in anderen Regionen verwendet, richtig angewendet ist es weniger giftig, aber eine schlechte Lösung trotzdem, aber damals nicht so schlecht, es zögerte den Tod hinaus. Und auch der Keuschheitsgürtel war vor allem dem Christentum nach der Pest und Syphilis wichtig. Andere hatten das Problem ehe nicht, auch nicht die Moslems. Tabak wurde hier falsch verwendet, in seiner Urheimat rettete es Leben! Malariaschutz zB, der heute noch bei Indios zur Anwendung kommt, weil die Mücken einen in Ruhe lassen. Tabak gekauft und auf die Haut gespuckt und verrieben. So machen die das. Übrigens wurde das aus dem arabischen Heilen abgeleitet, weil jene Weihrauch anwendeten, der aber eine gewissen Wirkung hatte. Nur es kam von Ungläubigen, der Konkurrenz.
  • kein Plazebo

    31.12.2016, Dr. Hans Christ
    Als Veterinärmediziner praktiziere ich seit ca. 20 Jahren Homöopathie und Akupunktur, vor allem an Nutztieren!. Da sich aber eine Kuh schwerlich einredet: "Gottseidank, jetzt kommen die Globuli, jetzt wird mir geholfen" und Landwirte mit den Behandlungsergebnissen trotzdem zufrieden sind, muss man konstatieren: "Das Zeug wirkt!" Auch wenn es jeder Logik und Schulmedizin gänzlich widerspricht. Man muss halt die Einsatzmöglichkeiten und die Grenzen kennen.
    Ich habe es mittlerweile aufgegeben, Skeptiker durch seriöse Fallschilderungen überzeugen zu wollen. Möge jeder nach seiner Facon glücklich werden!
  • Endlagersuche

    30.12.2016, Auguste Wagner
    warum ist eigentlich noch niemand auf den Gedanken gekommen die radioaktiven Substanzen an Ort und Stelle oberirdisch zu lagern, damit man jederzeit die Reaktionen überwachen und eine endgültige Lösung suchen kann, wenn alle diese Fragen geklärt sind?
  • Und wie sieht der

    30.12.2016, mike301243
    Abisolierer für dieses Kabel aus?
    Antwort der Redaktion:
    Sie wollen doch bestimmt nur die Diamanten runterkratzen!
  • Ein genialer Geist

    30.12.2016, Roland Schröder
    Ramanujan war in einer Weise genial, wie sie selbst von Mathematikern nur schwer oder gar nicht nachempfunden werden konnte. Seine nächtliche Eingebungen verdankte er nicht so sehr einer Göttin, als vielmehr einer sehr tefen Durchdringung mathematischer Inhalte bei wachem Zustand. Das erleben viele an Mathematik Interessierte in allerdings kleinerem Maßstab. Daher die Redensart "erstmal drüber schlafen". Freistetter wird mit seinem Artikel der Besonderheit Ramanujans voll gerecht. Wenn er allerdings schreibt: "Wichtige Konstanten (wie zum Beispiel der natürliche Logarithmus)" irrt er.